Die Münchener Versicherungsgruppe WWK ist Opfer eines Phishing-Angriffs geworden. Kriminelle haben betrügerische E-Mails an die Postfächer von WWK-Mitarbeitenden gesendet, möglicherweise sind dabei personenbezogene Daten abgeflossen. Besonders bitter: Die WWK nutzt seit vielen Jahren eine Software, die sie vor genau solchen Angriffen schützen soll. Versicherer werden immer häufiger Ziel von Cyberangriffen. Die Finanzaufsicht BaFin schaut deshalb ganz genau auf die IT der Gesellschaften.
Archiv ‘Baloise’
2022: Der Jahresrückblick Teil 1
Nach einem bewegten Jahr 2021 geht es 2022 stürmisch weiter – im wahrsten Sinne des Wortes. Während viele Versicherungsmakler weiterhin in Shopping-Laune sind, wird die Versicherungswirtschaft von einer großen Sturmserie und dem Angriff Russlands auf die Ukraine überrumpelt. Der Versicherungsmonitor blickt auf interessante Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres zurück. Hier der erste von insgesamt drei Teilen.
Wochenspot: DKM und Cyberangriffe
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen die Redakteurinnen Katrin Berkenkopf (rechts) und Kaja Adchayan über die Entwicklung der Vermittlermesse DKM sowie über aktuelle Cyberangriffe und Erpressungen mittels Ransomware.
Basler-Daten im Darknet
Exklusiv Einen Hackerangriff aufzuarbeiten braucht viel Zeit, das hört man immer wieder. Nun vermittelt der Fall der deutschen Baloise-Tochter einen konkreten Eindruck davon, wie schwierig es sein kann. Monate nach dem Cyberangriff, wenn Systeme schon längst wieder laufen, bieten die Hacker im Darknet immer noch Daten des Versicherers an. Die Baloise reagiert gelassen.
Baloise: Deutlicher Prämienrückgang, weniger Gewinn
Die Baloise hat im ersten Halbjahr 2022 einen Prämienrückgang um mehr als acht Prozent auf 5,4 Mrd. Franken (5,7 Mrd. Euro) erlitten, der vor allem aus einer restriktiveren Zeichnungspolitik in der Lebensversicherung resultiert. Der Schweizer Versicherer weist auch einen Ergebnisrückgang aus, der den Aktionären zurechenbare Gewinn sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf rund 287 Mio. Franken. Konzernchef Gert de Winter ist nach einer halbjährigen Pause infolge seiner Krebserkrankung genesen und wieder an Bord.
Xempus fährt schwere Geschütze auf
Leute – Aktuelle Personalien Nach einer millionenschweren Finanzierung im März holt der auf die digitale Altersvorsorge spezialisierte Technologieanbieter Xempus nun eine internationale Expertin in den Vorstand. Louise Buson hat schon bei BBC, Bwin und Adidas gearbeitet, bei Xempus ist sie seit Mai Chief Product Officer. Außerdem: Volkswohl Bund, Gothaer und Rheinland Holding haben neue Vorstände, das Start-up Uptodate der Versicherungskammer Bayern erweitert seine Geschäftsführung, und bei Axa, Baloise und Helvetia gibt es Veränderungen in den Verwaltungsräten, DAV hat ein neues Ehrenmitglied.
Cyberangriff trifft Baloise
Nach der Haftpflichtkasse trifft es nun die Baloise: Der Schweizer Versicherer ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Das Unternehmen habe den Angriff auf Teile der IT-Infrastruktur am Montag erkannt und umgehend mit Gegenmaßnahmen reagiert, heißt es in einer Mitteilung. Hauptsächlich betroffen von dem Angriff seien die Systeme der Tochter Basler Deutschland, und da vor allem die Unterstützung der Vertreter. Kunden und Mitarbeitende müssen mit temporären Einschränkungen rechnen.
Wochenspot: Neue Namen und ohne Namen
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über die Tradition des Namenswechsels bei Versicherern und was die Digitalisierung damit zu tun hat. Außerdem geht es um die HUK-Coburg und warum sie Kfz-Policen auch ohne Nennung ihres Namens verkaufen will.
OVB mit Rekordumsatz
Eigentlich hat der Finanzvermittlungskonzern OVB allen Grund zum Strahlen. Die Erträge aus der Vermittlung haben 2021 einen neuen Rekordwert erreicht und der operative Gewinn ist um fast die Hälfte gewachsen. Die Digitalisierung habe einen Effizienzschub gebracht, berichtete OVB-Chef Mario Freis. Allerdings macht er sich Sorgen um seine Mitarbeitenden in der Ukraine.








