Das Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (Ifa) warnt: Die geplante Reform der privaten Altersvorsorge könnte scheitern, wenn die Abschlusskosten wie vorgesehen über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt werden. Für die Vermittler würde sich eine Beratung dann nicht mehr lohnen, und die Reform würde eine wichtige Zielgruppe in der Bevölkerung verfehlen. Zustimmung kommt von Norman Wirth vom Vermittlerverband AfW.
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Die KI sitzt schon am Beratungstisch – gebracht hat sie der Kunde
In vielen Strategiepapieren der Versicherer ist künstliche Intelligenz (KI) vor allem ein internes Thema: Agents für Mitarbeitende, bessere Tarifierung, schnellere Schadenbearbeitung, Chatbots im Service und Vertrieb. Das ist wichtig – aber es greift zu kurz, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des Start-ups Muffintech. Denn die eigentliche Disruption kommt gerade nicht aus den Konzernzentralen. Sie kommt aus dem Alltag der Kundinnen und Kunden.
Wann Versicherungsmakler für eine Unterversicherung haften
Versicherungsmakler sollten besonders sorgfältig bei der Ermittlung des Versicherungsbedarfs und der regelmäßigen Überprüfung der Versicherungssummen vorgehen, insbesondere in Zeiten steigender Baupreise und Inflation. Ansonsten laufen sie Gefahr, für eine Unterversicherung haftbar gemacht zu werden, wie ein aktueller Beschluss des Landgerichts Essen zeigt. Es ist auch Schnelligkeit bei der Beratung gefragt, schreibt Rechtsanwalt Stefan Steinkühler.
„Wir müssen sauber beraten“
Wie müssen sich Versicherer für die Zukunft aufstellen? Diese Frage haben hochkarätige Vertreter der Versicherungsbranche bei einer Podiumsdiskussion auf der Fachmesse DKM in Dortmund diskutiert. Dabei herrschte eine einhellige Meinung: Versicherer müssen sich zwar neuer Technologien bedienen und das vorhandene Potenzial für Zusammenschlüsse nutzen. Aber ebenso muss man das Vertrauen von Kundinnen und Kunden zurückgewinnen und in die Beratung von Mensch zu Mensch investieren, um in zehn Jahren noch relevant zu sein.
Wenn die KI den Vermittler ersetzt
Herbert Frommes Kolumne Mehr als die Hälfte kleiner und mittelgroßer Unternehmen in Großbritannien findet die Idee gut, dass die künstliche Intelligenz (KI) den eigenen Versicherungsbedarf analysiert und entsprechende Deckungen vorschlägt. Das zeigt eine Umfrage des Daten- und Beratungsunternehmens Global Data. Der Trend hat weitreichende Auswirkungen auf den Maklermarkt – und auf Private-Equity-Investoren, die bereitwillig Milliarden für Vermittler zahlen.
BVK mahnt Kaufland-Tochter ab
Der Vermittlerband BVK hat nach Informationen des Versicherungsmonitors eine Kaufland-Tochter namens KSTR-11 wegen unlauterer Versicherungsvermittlung abgemahnt. Hintergrund ist die Kooperation zwischen Kaufland und DA Direkt beim Online-Vertrieb von Tierkranken- und Zahnzusatzversicherungen. Für Verbraucher sei unklar, wer Vermittler ist, kritisiert der Verband. Auch die Beratung selbst sei mangelhaft.
Die Rolle des Vertriebs in der Industrieversicherung
Meinung am Mittwoch Wer mich kennt, der weiß, dass ich kein „typischer“ Vertriebler bin. Dennoch macht mir die Tätigkeit als Vertriebsvorstand viel Freude, und zwar, weil der Vertrieb bei uns kein reines „Verkaufen“ ist. Vielmehr agiert der Vertrieb als Vermittler, Übersetzer und Ermöglicher im Interessensdreieck zwischen Versicherungsnehmer, Makler und Versicherer. Er ist somit ein integraler Bestandteil des Leistungsangebots eines modernen Industrieversicherers.
Vermittler sollten Digitale Rentenübersicht nutzen
Über die Digitale Rentenübersicht (DRÜ) können Bürgerinnen und Bürger seit vergangenem Jahr ihre Renteninformationen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge einsehen. Doch auch Vermittler sollten unbedingt die DRÜ nutzen, sagen Rechtsanwälte der Kanzlei Wirth in einem Gutachten. Eine direkte Verpflichtung gebe es zwar nicht, aber das Tool biete eine haftungssichere Beratungsbasis.
Urteil: Versicherer müssen Beratungsverzicht einholen
Versicherer müssen den Beratungsverzicht von ihren Kunden, sofern diese ihn wünschen, gesondert einholen. Ihn im Kleingedruckten unterzubringen und somit indirekt zu erlangen, reicht nicht aus. Das hat das Landgericht München I geurteilt. Dem war eine Unterlassungsklage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die ADAC Versicherung vorausgegangen.
Wie Konsolidierung und KI die Branche umkrempeln
Die Versicherungswirtschaft steht vor einem Wandel: Der Druck durch Private-Equity-getriebene Konsolidierungen bei Maklern und die steigende Relevanz künstlicher Intelligenz (KI) fordern Versicherer, Makler und Pools heraus. Wie gelingt die Balance zwischen Effizienz und Kundennähe? Und welche Kompetenzen brauchen Makler in fünf Jahren? Darüber diskutierten Experten auf der Insurtech-Messe InsureNXT.
Xaver: Mit KI-Agenten zur Altersvorsorge
Digitale Trends 2025 Das Kölner Insurtech Xaver will mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten effizienter machen. Gründer und CEO Max Bachem setzt dafür auf eine B-to-B-Plattform mit mehreren KI-Agenten. Sie können selbstständig beraten – bis zum Abschluss des Vertrages. Sie können auch Vertriebsmitarbeiter als Co-Pilot unterstützen. Parallel dazu baut Xaver an einem eigenen Vermögensverwalter, für den das Start-up noch auf die BaFin-Lizenz wartet.
BDVM: Mehr Kundennutzen, weniger Fehlanreize
Versicherungsvermittler sollten nicht nur beim Abschluss Provisionen kassieren, sondern die Kunden während der gesamten Vertragslaufzeit betreuen und dafür auch entlohnt werden, sagte Thomas Billerbeck, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungsmakler (BDVM), auf einer Lebensversicherungstagung des Leipziger Instituts für Versicherungswissenschaften in Köln. Damit könne ein künftiges Provisionsverbot verhindert werden.
Gemischtes Echo auf BMF-Reformpläne
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge soll um garantiefreie Depots und Auszahlungspläne erweitert werden. Die Pläne des Bundesfinanzministeriums (BMF) haben unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der Dachverband der Verbraucherzentralen VZBV sieht die zentrale Kostenfrage nicht gelöst, die Pläne blieben hinter den Erwartungen zurück. Vermittlerverbände äußerten sich positiv, pochen aber auf eine qualifizierte Beratung. Die Versicherer stören sich vor allem an der geplanten Alternative zur lebenslangen Rente. Der Bund der Versicherten dagegen begrüßt sie als Ende des Verrentungszwangs.













