Meinung am Mittwoch Die Regulierung von Schäden spielt bei der Digitalisierung der Versicherer bislang oft nur eine Nebenrolle. Viele Anbieter konzentrieren sich hier darauf, das Kundenerlebnis im eigenen Haus zu optimieren und Effizienzpotenziale zu heben. Bei rund der Hälfte der Schadenfälle müssen aber auch externe Partner hinzugezogen werden wie Kfz-Werkstätten, Handwerksbetriebe oder Gutachter. Ihre Arbeit entscheidet maßgeblich über die Zufriedenheit des Kunden. Versicherer könnten hier mit einem leistungsstarken, digital organisierten Partnernetzwerk glänzen – und zugleich Kosten sparen.
Archiv ‘Digitalisierung’
Virtuelle Realität: Große Chancen für Versicherer
Big Data und künstliche Intelligenz sind in der Versicherungswirtschaft in aller Munde. Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hat sich jetzt in einer Studie einem weniger beachteten Thema, der immer digitaler werdenden Welt gewidmet: Der virtuellen Realität. Weil sie bei immer mehr Unternehmenskunden zum Einsatz kommt und neue Risiken mit sich bringt, eröffne sie Versicherern große Chancen, glaubt Lloyd’s. Das gelte nicht nur für neue Produkte und Services. Anbieter könnten die Technik auch selbst nutzen, um ihre Prozesse zu verbessern.
Mutig handeln!
Herbert Frommes Kolumne Die Versicherungsbranche hat die zehn Jahre seit Ausbruch der jüngsten Finanzkrise bemerkenswert gut überstanden. Verglichen mit Deutscher Bank und Commerzbank, einst die Perlen der deutschen Finanzwirtschaft, stehen Allianz, Munich Re oder Axa solide da. Die gesamte Branche strahlt eine Gelassenheit aus, die 2008 kaum vorstellbar war. Doch 2019 könnte sich die Lage spürbar ändern. Es kommt einfach zu viel zusammen – Kapitalmarktturbulenzen, digitale Herausforderungen, neue Risiken und schlechte IT-Systeme. Wenn die alten Marktverhältnisse vor einem Umbruch stehen, kommen die Chancen für die wirklichen Unternehmer. Die gibt es – auch in der Versicherungswirtschaft.
Ein Transporter voll Papier für die BaFin-Lizenz
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Wie der Wunsch nach einem papierlosen Büro beim Digitalversicherer Neodigital an den Vorgaben der Finanzaufsicht BaFin scheiterte.
Erfolgsrezept Katzenfotos
Herbert Frommes Kolumne Fast alle Versicherer haben in den vergangenen Jahren ihre Präsenz in den sozialen Netzen ausgebaut. Aber kaum jemand hat das so konsequent getan wie die Traditionsversicherung. Herbert Fromme hatte die Gelegenheit, Sascha-Alexander Esposito zu beobachten, den Chef des Ressorts Soziale Medien im Newsroom des Versicherers.
Herausforderungen im neuen Jahr
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Versicherer müssen sich auf den Provisionsdeckel, den Brexit und vermehrte Run-off-Deals vorbereiten.
„Digitalisierung light“ reicht nicht
Herbert Frommes Kolumne Die deutsche Versicherungswirtschaft gibt Milliarden für ihre Digitalisierungsprojekte aus – jedenfalls wenn man den Presseverlautbarungen und den öffentlichen Stellungnahmen von Konzernchefs Glauben schenkt. Aber die Kostenquoten bewegen sich kaum nach unten. Gleichzeitig stagnieren die IT-Kosten bei rund 2,3 Prozent der Prämieneinnahmen, sie müssten aber eigentlich nach oben gehen. Was läuft da gerade schief? Möglicherweise denken die Unternehmen zu klein und geben schlicht zu wenig aus, weil sie sich in Sicherheit wiegen. Und möglicherweise trauen sie sich nicht an die Kosten heran, weil sie nicht müssen. Beides wären verheerende Fehler.
Gothaer kooperiert mit Perseus
Cyberversicherungskunden der Gothaer können ab kommendem Jahr auf die Dienstleistungen des Berliner Start-ups Perseus zurückgreifen. Das Unternehmen bietet Systemprüfungen und Mitarbeiterschulungen an. Gothaer-Vorstand Christopher Lohmann zeigte sich mit der Geschäftsentwicklung in der Cyberversicherung zufrieden. Täglich kommen ein bis zwei Neuverträge hinzu, sagte er. Wachstum verzeichnet die Gothaer 2018 auch in der Lebensversicherung, die in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen war.
Große Unsicherheit im Umgang mit Daten
Daten spielen für Versicherer eine große Rolle bei der Verbesserung der Kundenkommunikation und der Entwicklung neuer Services. Allerdings ist die Unsicherheit im Umgang mit personenbezogenen Daten in der Branche hoch. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Softwarehersteller Quadient zusammen mit Partnern erstellt hat. Als weitere Hemmschuhe gelten die mangelnde Qualität der Daten und die veralteten IT-Systeme der Versicherer.
Problemfall Lieferkette
Versicherungsmonitor Analyse Mit der fortschreitenden Digitalisierung und politischen Entwicklungen wie dem Brexit und Strafzöllen wird die Absicherung von Lieferketten immer schwerer. Betriebsunterbrechungspolicen allein reichen nicht mehr aus. Um auch neue Risiken absichern zu können, fordern die Versicherer tiefe Einblicke in die Lieferketten ihrer Kunden. Die Unternehmen befürchten allerdings, dass Versicherer mehr Forderungen stellen, wenn die Risiken von Lieferketten transparenter sind. Externe Dienstleister könnten eine Möglichkeit sein, diesen Konflikt zu überwinden.
Vergleichsportale: Kooperieren oder ignorieren?
Vergleichsportale haben in den vergangenen 20 Jahren ein enormes Wachstum hingelegt. Nachdem sie von der Versicherungswirtschaft lange Zeit kritisch beäugt und als Konkurrenz wahrgenommen wurden, haben sie sich inzwischen zu einem der wichtigsten Vertriebskanäle für Versicherungsprodukte entwickelt. In Europa läuft die Hälfte des Online-Versicherungsgeschäfts über die Vergleichsportale, schätzt die Unternehmensberatung McKinsey in einer aktuellen Studie. Die Konsequenzen für die traditionellen Anbieter sind enorm. Sie sollten sich eine Strategie überlegen, wie sie mit den Portalen umgehen wollen.








