Tag Archive for ‘Eigenkapital’

Debeka muss Solvenzbericht für 2017 korrigieren

Auf Druck der Finanzaufsicht BaFin musste die Debeka Leben ihren Solvenzbericht für 2017 nachträglich abändern. Sie hatte darin angenommen, in einem Extremszenario mit Negativzinsen die Zinszusatzreserve (ZZR) mithilfe einer Rückversicherung weiter finanzieren zu können. Weil es den Vertrag noch nicht gibt, wollte die BaFin das nicht gelten lassen. Die Debeka musste ihren Bericht korrigieren – und kommt ohne Hilfsmaßnahmen 2017 nur noch auf eine Solvenzquote von 77,2 Prozent. Statt den Rückversicherungsvertrag anzunehmen, musste die Debeka mit der unrealistischen Annahme rechnen, … Lesen Sie mehr ›

BdV: Ergo Vorsorge Leben trickst bei Solvenz

Der Bund der Versicherten und der Analyst Carsten Zielke werfen der Munich Re-Tochter Ergo Vorsorge Leben vor, bei der Berechnung des Eigenkapitals nach Solvency II zu schummeln. Die Gesellschaft rechne sich ungerechtfertigt Guthaben aus fondsgebundenen Lebensversicherungen zu, die eigentlich den Kunden gehören, glauben sie. Dadurch fallen die Eigenmittel um fast 200 Mio. Euro höher aus als sie eigentlich sind. Ohne den Rechenkniff könne der Versicherer nicht die erforderlichen Eigenmittel aufweisen. … Lesen Sie mehr ›

Solvency II – Proportionalität für alle

 Meinung am Mittwoch  Für einen neu gegründeten Versicherer wie Ottonova stellt sich die Frage nach der Anwendung des Proportionalitätsprinzips beim Aufsichtsregime Solvency II in besonderem Maße. Auch wenn es verständlich ist, dass die Finanzaufsicht BaFin ein großes Interesse an der Unternehmensentwicklung hat, insbesondere bei einer Neugründung, zeigt sich, dass dieses Prinzip in der Realität schwer anzuwenden ist. Proportionalität sollte sich nicht nur an der Risikoexposition, sondern auch an deren Bedeckung durch Eigenkapital bester Qualität orientieren. … Lesen Sie mehr ›

GDV fordert Atempause bei Regulierung

Der GDV hat auf seiner internationalen Konferenz zur Versicherungsregulierung vor weiteren neuen Regeln gewarnt. Der neue Verbandspräsident Wolfgang Weiler verbat sich entsprechende Vorschläge der europäischen Aufsicht Eiopa zu Solvency II, die er als unausgereift und unkoordiniert bezeichnete. Er erneuerte seine Forderungen nach Erleichterungen bei der Zinszusatzreserve. Die Referenten waren sich einig, dass das Standardmodell unter Solvency II vereinfacht werden muss. Ein Vertreter des Bundesfinanzministeriums äußerte sich kritisch zum Run-off von Lebensversicherungsbeständen und warnte vor einem ungeordneten Brexit. … Lesen Sie mehr ›

Barmenia: Run-off-Thema ruft Politik auf den Plan

Die Altersvorsorge war in der vergangenen Legislaturperiode ein zentrales Thema für die Bundesregierung. Das wird auch so bleiben, erwartet Barmenia-Chef Andreas Eurich. Die Diskussionen um die Abwicklung und den Verkauf großer Altbestände wird die Politik auch nach den Koalitionsverhandlungen weiter beschäftigen. Außerdem wies Eurich auf einer SZ-Fachkonferenz auf die begrenzte Aussagekraft von Solvenzquoten hin. Auch ein Versicherer mit guten Quoten könne insolvent gehen. Dieses Problem müsse die Branche angehen. … Lesen Sie mehr ›

EU: Eiopa soll für interne Modelle zuständig sein

Interne Modelle erlauben Versicherern und Rückversicherern, ihren Kapitalbedarf nach den neuen EU-Eigenkapitalregeln Solvency II unternehmensindividueller zu berechnen als mit der Standardformel. Bisher sind die nationalen Versicherungsaufseher, in Deutschland die BaFin, für interne Modelle zuständig. Die EU-Kommission regt nun an, dass die europäische Aufsicht Eiopa diese Aufgabe übernehmen soll – zumindest bei grenzüberschreitend tätigen Gesellschaften. Das soll gewährleisten, dass die Anforderungen an interne Modelle in allen EU-Ländern dieselben sind. … Lesen Sie mehr ›

EU und USA vereinfachen Regeln für Versicherer

Nach 20 Jahre währenden Diskussionen haben sich die EU und die USA auf gemeinsame Regeln für Rückversicherer geeinigt. EU- und US-Rückversicherer, die mit Erstversicherern jenseits beziehungsweise diesseits des Atlantiks Geschäfte machen wollen, müssen künftig keine Sicherheiten mehr hinterlegen oder Niederlassungen gründen. Künftig sollen Rück- und Erstversicherungsgruppen zudem ausschließlich in ihrem Heimatland beaufsichtigt werden. Diesseits des Atlantiks profitieren vor allem Munich Re und Hannover Rück in Deutschland sowie Scor in Frankreich und der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s von der Vereinbarung. … Lesen Sie mehr ›

Schäuble für private Infrastrukturinvestitionen

Während der Finanzexperte der Grünen Gerhard Schick die Beteiligung privater Investoren an Infrastrukturprojekten im Rahmen von Public-Private Partnerships als zu teuer ablehnt, hält Finanzminister Wolfgang Schäuble mehr unternehmerisches Denken bei öffentlichen Bauprojekten für nützlich. Da private Investoren selbst ins Risiko gehen, prüften sie Investments vorher genau, sagte Schäuble anlässlich der Vorstellung eines Buches, das Schick gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Sven Giegold und dem Bankmanager Udo Philipp geschrieben hat. … Lesen Sie mehr ›

USA wollen keine Solvency II-Äquivalenz

In den USA regt sich Widerstand gegen die europäischen Eigenkapitalrichtlinie Solvency II. Bei einer Anhörung des Unterausschusses für Wohnungs- und Versicherungsangelegenheiten vor dem Kongress setzten sich finanzpolitische Experten dafür ein, gemeinsam mit der Europäischen Union eine gesonderte Vereinbarung zu treffen, wenn es um die Zusammenarbeit von US-Rückversicherern mit Erstversicherern aus der EU geht. Den Äquivalenz-Status nach Solvency II lehnen die Politiker dagegen ab. Auch die Briten wehren sich. … Lesen Sie mehr ›

Marktdisziplinierende Wirkungen durch Solvency II?

 The Long View – Der Hintergrund  Die Berichterstattung über Solvency II konzentriert sich derzeit stark auf die Solvenzquote. Dabei kann das neue Aufsichtsregime mehr. Durch die erhöhten Publizitätsanforderungen der Säule III sollen Markttransparenz und -disziplin steigen. Es ist allerdings fraglich, ob dieses Ziel auch erreicht wird. Denn Missstände wie Mängel in der Organisation oder das Eingehen von nicht kalkulierbaren Risiken werden die Versicherer wahrscheinlich trotz erhöhter Berichtspflichten für sich behalten. Zudem sind die Informationen vor allem für Laien schwer … Lesen Sie mehr ›

Solvency II-Versager sind Schadenversicherer

Nachdem die Finanzaufsicht BaFin Anfang Juli erste Zahlen dazu veröffentlicht hatte, wie sich die Versicherer unter den neuen EU-Eigenkapitalregeln Solvency II schlagen, hat die Behörde jetzt Details zu den Sparten nachgelegt. Die große Überraschung: Die drei Unternehmen, die zum Stichtag 1. Januar 2016 die Eigenkapitalanforderungen nicht erfüllt haben, waren keine Lebensversicherer, sondern Schaden- und Unfallversicherer. Allerdings haben sich die Solvenzquoten der Lebensversicherer in den ersten drei Monaten des Jahres spürbar verschlechtert. … Lesen Sie mehr ›