Archiv ‘Eiopa’

Erleichterungen und Belastungen für EbAV

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Mit dem Fortschreiten der Covid-19-Pandemie sind auch die Einrichtungen betrieblicher Altersversorgung (EbAV) verstärkt in das aufsichtsrechtliche Blickfeld gerückt. Eiopa und BaFin befürworten kurzfristige Erleichterungen, um diesen Einrichtungen einen fokussierten Ressourceneinsatz zu ermöglichen und Trägerunternehmen mit Liquiditätsengpässen zu schonen. Dessen ungeachtet arbeiten die BaFin und der Gesetzgeber an Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die unweigerlich zu weiteren Belastungen führen.

Bernardino: Aktuare müssen sich wandeln

Die Digitalisierung stellt die Versicherer vor eine Vielzahl von Fragen. Welche Daten liefern einen Mehrwert? Welche Aussagekraft steckt in ihnen? Den Aktuaren kommt dabei eine wichtige Rolle zu, betonte Gabriel Bernardino, Chef der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, bei einer virtuellen Konferenz. „Die Rolle der Aktuare wird im digitalen Zeitalter wichtiger denn je.“ Allerdings müssten sie sich weiterentwickeln und neue Fähigkeiten erlernen. Lars Gatschke, Versicherungsexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin, sieht großen Gesprächsbedarf über ethische Aspekte der Digitalisierung. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um wichtige Fragen zu einer vertretbaren Datennutzung zu klären.

Hannover Rück kippt Gewinnziel

Die Hannover Rück, drittgrößer Rückversicherer der Welt, hat ihr Gewinnziel für 2020 zurückgezogen. Eigentlich wollte das Unternehmen 1,2 Mrd. Euro nach Steuern verdienen. Das erscheint der Unternehmensführung unter Jean-Jacques Henchoz angesichts der Corona-Pandemie jetzt unwahrscheinlich. An der Dividende für 2019 hält das Unternehmen fest, das mehrheitlich zum Talanx-Konzern gehört. Auch die Muttergesellschaft hat ihr Gewinnziel von 900 bis 950 Mio. Euro kassiert.

Corona-Roundup: Aon, Großbritannien, Eiopa

Pandemie-Risiken überfordern einzelne Versicherer, es muss einen Risikopool vergleichbar mit dem Terrorversicherer Extremus geben, fordert der Makler Aon. Außerdem: In Großbritannien und der Schweiz gibt es Bestrebungen, über Kreditversicherer einen Schutzschirm ähnlich der Lösung in Deutschland zu spannen. Hochrangige Vertreter der britischen Versicherer wollen in einer Arbeitsgruppe Strategien für den Umgang mit Pandemien beraten. Die Eiopa nimmt die betriebliche Altersversorgung in den Blick. Und der Katastrophenbonds der Weltbank für Pandemien kommt endlich zur Auszahlung.

Vorstand Völker verlässt Barmenia

 Leute – Aktuelle Personalien  Kai Völker, IT-Vorstand der Barmenia, hat den Konzern überraschend und sehr leise Ende März verlassen. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte das Unternehmen. Außerdem: Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat zwei neue Mitglieder im Management Board.

Moody’s erwartet Dividendenverzicht auf breiter Front

Auch wenn die BaFin ein pauschales Dividenden-Ausschüttungsverbot für unnötig hält und die Aufseher in der Schweiz und in Großbritannien ebenfalls von harten Verboten absehen, dürften die Versicherer in vielen europäischen Ländern auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verzichten. Davon geht die Ratingagentur Moody’s aus. Die Analysten erwarten allerdings, dass das den Anreiz für Investoren verringert, Versicherer-Aktien zu kaufen. Dafür dürften sich die Maßnahmen positiv auf Kapitalstärke und Solvenz der Versicherer auswirken.

Britische Aufsicht macht Druck in Dividendenfrage

Eine gute Woche nach der ersten Aufforderung streichen die britischen Versicherer Aviva, Direct Line, Hiscox und RSA die Ausschüttungen an Aktionäre, Legal & General widersetzt sich der Empfehlung der Aufsicht. Auch große deutsche Versicherer wollen trotz der Krise eine Dividende zahlen. Das unterschiedliche Vorgehen innerhalb Europas verärgert einige Unternehmen.

Wie die Allianz mit der Krise umgeht

 Exklusiv  Allianz-Finanzchef Giulio Terzariol sieht den Konzern sehr gut gerüstet, um auch mit noch schwereren Belastungen in der aktuellen Krise fertig zu werden. Im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor erläutert Terzariol, welche Versicherungsschäden er aus der Corona-Pandemie erwartet. Er erklärt, warum Forderungen nach Milliardenleistungen aus Betriebsunterbrechungspolicen, wie sie in den USA geäußert werden, ihn nicht besonders beschäftigen. Er rät den Versicherern aber sehr wohl zur Flexibilität gegenüber Politikern und Aufsichtsbehörden.

Corona-Roundup: Olympia, Eiopa, Insurtechs

Die Verschiebung der Olympischen Spiele kommt die Versicherer deutlich günstiger, als wenn sie ersatzlos gestrichen worden wären, berichtet The Insurer. Unterdessen hat die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa die Fristen für diverse Konsultationen verlängert. In den USA reagieren die Bundesstaaten auf einen drohenden Wegfall der Krankenversicherung für Angestellte in Folge der Krise. In Großbritannien wiederum haben Insurtechs einen offenen Brief an die Regierung mit Bitte um Unterstützung geschrieben – samt einer Warnung an die Versicherungsbranche.

Eiopa fordert Verzicht auf Dividende

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will, dass Versicherer in Zeiten von Corona auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkaufprogramme verzichten. Die Unternehmen sollten außerdem ihre Vergütungspolitik bei variablen Bezügen wie Vorstandsboni überprüfen. Versicherer, die sich nicht an diese Vorgaben halten, müssen ihre Entscheidung den nationalen Aufsichtsbehörden erklären. Die Versicherer bleiben gelassen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat sich gegen ein pauschales Ausschüttungsverbot ausgesprochen.

Covid-19-Pandemie – Stresstest in echt

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Covid-19-Pandemie ist ein Belastungstest für Versicherungsunternehmen und die Finanzaufsicht gleichermaßen. Die Unternehmen müssen für die Kontinuität ihres Geschäftsbetriebs sorgen, finanzielle Auswirkungen abfedern und ihr Geschäftsmodell einschließlich ihrer Vertriebskanäle auf den Prüfstand stellen. Die Finanzaufsicht reagiert mit Erleichterungen im Berichtswesen und bei Nichteinhaltung von Solvabilitätskapitalanforderungen. Regelungen zur Insolvenzantragspflicht hat der Gesetzgeber schon angepasst. Weitere Maßnahmen mit dem Ziel der Stabilisierung des Finanzsektors sind zu erwarten.

Corona-Roundup: Eiopa, S&P, Pandemie-Absicherung

Nachdem schon viele Unternehmen aus der Branche ihre Mitarbeiter nach Hause geschickt haben, hat auch die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa ihre Büros geschlossen und den Angestellten Homeoffice verordnet. Unterdessen liefert die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) eine optimistische Einschätzung zur Robustheit der Versicherer in der Krise. In den USA nehmen derweil Pläne für eine staatlich organisierte Rückversicherung für Pandemie-Risiken langsam Gestalt an.

Assekurata sieht sinkende Solvenzquoten

Die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer sind 2019 deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr, glaubt die Ratingagentur Assekurata. Die Analysten rechnen für die Branche mit einer durchschnittlichen aufsichtlichen Solvenzquote von 300 Prozent. Im Jahr davor waren es noch rund 500 Prozent. Auch die Zahl der Versicherer, die sich unter dem Mindestniveau von 100 Prozent befinden, soll sich erhöht haben. Die Corona-Krise trübt den Ausblick für das laufende Jahr.

Corona: Eiopa lockert die Zügel

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa räumt den Unternehmen wegen der Corona-Krise mehr Freiheiten ein. Die Behörde richtet sich mit Empfehlungen an die nationalen Aufsichten. Sie sollen den Versicherern mehr Flexibilität bei den Berichtspflichten sowie bei der Veröffentlichung der Pandemie-Auswirkungen auf ihr Geschäft gewähren. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin unterstützt die Vorschläge. Versicherer sollten bei den Solvenzberichten die angebotene Fristverlängerung in Anspruch nehmen. Die Berichte für das erste Quartal sollten sie indes vorzeitig einreichen, damit die Aufsichten die Pandemie-Folgen erkennen können.

Eiopa: Versicherer müssen handeln

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa warnt Versicherer angesichts der Corona-Krise vor schwieriger werdenden Bedingungen – sowohl auf dem Markt als auch im Unternehmen. Zwar gibt es dank der Solvency II-Vorgaben bei vielen Versicherern einen finanziellen Puffer, darauf sollten sie sich aber nicht ausruhen. Stattdessen sollten sie Maßnahmen ergreifen, um ihre Kapitaldeckung zu sichern. Eiopa selbst zeigt sich flexibel bei ihren Anforderungen an die Versicherer und fordert dasselbe von nationalen Behörden wie der BaFin.

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