Anlässlich des fünften Jahrestags der Flutkatastrophe wirft der Bund der Versicherten noch einmal seinen Vorschlag für die Elementarschadenversicherung in den Ring, bei dem ein Naturgefahrenausweis und ein Naturgefahrenportal eine zentrale Rolle spielen. Anders als bei einer Pflichtversicherung soll nicht nur die Versicherungsbranche in der Verantwortung sein.
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MSK: Schadeninflation bremst Kfz-Erholung
Nach Jahren hoher Verluste schreiben die Kfz-Versicherer wieder schwarze Zahlen. Doch diese Erholung steht auf wackligen Beinen, sagt Ralf Assenmacher, leitender Berater bei MSK. Während Beitragserhöhungen Wirkung zeigen, treibt die Schadeninflation die Kosten weiter hoch. Er ist trotzdem vorsichtig optimistisch für 2026.
Blatten-Bergrutsch kostet bislang weniger als befürchtet
Die versicherten Schäden aus dem Erdrutsch, der vor genau einem Jahr das Dorf Blatten verschüttete, sind geringer ausgefallen als ursprünglich erwartet. Der Schweizer Elementarschadenpool spricht von 255 Mio. Franken (279 Mio. Euro) – und erklärt, dass sich das Schweizer System erneut bewährt habe.
Elementar: Aktuare fordern mehr Verständnis für Gewinnansprüche der Versicherer
Die Bundesregierung hat eine Angebotspflicht für Elementardeckungen und einen staatlichen Rückversicherer angekündigt, um mit der geringen Verbreitung ein Ende zu machen. Die Bemühung um bezahlbare Prämien darf nicht die Interessen der Branche untergraben, warnen Versicherungsmathematiker von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV).
Fechner: „Mit einem Opt-out können wir die Sache auch lassen“
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner ist zuversichtlich, dass ein Gesetzentwurf für eine obligatorische Versicherung gegen Elementarschäden in diesem Jahr kommt und unter der aktuellen Regierung verabschiedet werden kann. Bezüglich einer Opt-out-Lösung, die laut Koalitionsvertag geprüft werden soll, fand er deutliche Worte.
Pflichtversicherung macht Elementarschadenschutz teurer
Die Einführung einer Elementar-Pflichtversicherung könnte die Kosten für die Absicherung in die Höhe schnellen lassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Hartmut Nickel-Waninger, Ex-Gothaer-Vorstand und Honorarprofessor an der Goethe-Universität in Frankfurt, mit Unterstützung der FB Research GmbH. Die Untersuchung soll erstmals eine belastbare Datengrundlage liefern.
Sturm „Nils“ in Frankreich wird teuer
Sturm „Nils“, der in der vergangenen Woche über den französischen Südwesten gefegt ist, hat zu hohen versicherten Schäden geführt. Die Ratingagentur DBRS Morningstar hält eine Gesamtbelastung von mehr als 3 Mrd. Euro für möglich. Die Analysten loben das öffentlich-privat organisierte System der automatischen Deckung gegen Elementarschäden in Frankreich. Dadurch habe das Land eines der „umfassendsten und stabilsten Versicherungssysteme für Naturkatastrophen in Europa“.
GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer
Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.
Barmenia Gothaer will 2026 Millionen in KI investieren
Der fusionierte Konzern Barmenia Gothaer will im kommenden Jahr mehr als 30 Mio. Euro in künstliche Intelligenz (KI) investieren. Einen Stellenabbau aufgrund des KI-Einsatzes, wie Allianz Partners ihn angekündigt hat, soll es aber nicht geben, sagten die CEOs Andreas Eurich und Oliver Schoeller beim Jahresabschlussgespräch. Mit dem ersten vollen Jahr des fusionierten Unternehmens waren sie zufrieden. Die Barmenia Gothaer wachse in fast allen Sparten stärker als der Markt.
Pflichtversicherung als Gefahr für die Prävention
Es werden längst noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft, um die Versicherbarkeit von Naturgefahrenrisiken zu erhöhen. Die Prävention muss dabei eine größere Rolle spielen, waren sich Branchenvertreter bei einer Diskussion auf der Finanzmesse DKM einig. Thomas Bischof, Schaden- und Unfall-Chef bei der Barmenia Gothaer, fürchtet, dass eine Pflichtversicherung gegen Elementargefahren die Präventionsbemühungen torpedieren würde. Christine Kaaz, Vorstandssprecherin der Nürnberger Allgemeine, sieht die Rückversicherer beim Thema Frequenzschäden in der Pflicht.
Länder bleiben hart bei der Pflichtversicherung
Die Bundesländer bleiben bei ihrer Forderung nach einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Mainz haben sie erneut einen entsprechenden Beschluss gefasst. Darin fordern sie die Bundesregierung auf, zeitnah eine solche Pflichtversicherung einzuführen. Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Versichererverbandes GDV, hat sich ein weiteres Mal gegen eine Pflichtversicherung ausgesprochen.











