Das Jahr 2025 war, so könnte es auf den ersten Blick wirken, ein Jahr der Flugzeugunglücke. Zuletzt wurde auch der Versicherungsmarkt in diesem Segment etwas härter. Daraus lasse sich allerdings kein Trend ableiten, schreibt der Makler Willis. Denn die Realität sei deutlich nuancierter. Ein bisschen so wie in der Kfz-Versicherung.
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Härterer Markt in der Luftfahrtversicherung
Für Fluggesellschaften dürfte es in der kommenden Erneuerungsrunde teurer werden, sich mit Versicherungsschutz einzudecken. Das erwartet der Industrieversicherungsmakler Howden. Grund für den härteren Markt ist die Schadenentwicklung aus dem ersten Halbjahr, darunter der Absturz einer Air India-Maschine im Juni. Die Rückversicherer werden deswegen aller Voraussicht nach etwas restriktiver in den Verhandlungen werden.
Luftfahrt-Preise werden steigen, aber wann?
Seit Ende vergangenen Jahres deutet eigentlich alles auf einen härteren Markt in der Luftfahrtversicherung hin. Bislang ist allerdings noch nicht viel passiert, schreibt der Makler Gallagher in einem aktuellen Bericht zur Sparte. Die Rückversicherer sind aber bereits deutlich zurückhaltender und haben die Preise kräftig erhöht. Darauf hat noch nicht der gesamte Erstversicherungsmarkt reagiert. Einige Anbieter wollen offenbar noch ihre Marktanteile erhöhen, um dann von steigenden Prämien zu profitieren.
Nächster Leasinggeber verklagt Versicherer
Der nächste Flugzeug-Leasinggeber zieht gegen seine Versicherer vor Gericht. Wegen in Russland festsitzender Flugzeuge pocht Carlyle Aviation Partners (CAP), die Tochter des US-Investors Carlyle, auf 700 Mio. Dollar Entschädigung. Mehr als 35 Erst- und Rückversicherer sollen zahlen. Die Vorwürfe von CAP wiegen schwer: Die Anbieter hätten ihre vertraglichen Verpflichtungen in eklatanter Weise verletzt.
B737 Max 8: Milliardenschaden in der Luftfahrt
The Long View – Der Hintergrund Der gesamte Luftfahrtversicherungsmarkt beobachtet gespannt die aktuelle Entwicklung im Fall Boeing. Zwei Abstürze von Maschinen des Modells Boeing B737 Max 8 bringen den Flugzeughersteller unter Druck und werden zu einem Milliardenschaden in der Luftfahrtversicherung führen. Der Schadenfall trifft auf einen Markt, der seit Jahren defizitär ist. In der Folge dürfte sich der Trend zu höheren Prämien in der Produkthaftpflichtversicherung verstärken.
Update 2: Allianz und Talanx versichern Germanwings-Maschine
Allianz Global Corporate & Specialty, die Industrieversicherungstochter der Allianz, hat bestätigt, dass sie führender Versicherer des am Dienstag verunglückten Germanwings-Flugs ist. Zur Höhe des Schadens mochte sich das Unternehmen nicht äußern. Es ist das vierte schwere Unglück, dass die Allianz in den vergangenen zwölf Monaten trifft. Im Konsortium sollen unter anderem AIG und Talanx sein. Talanx hat seine Beteiligung bestätigt. Es gibt jetzt auch erste seriöse Schadenschätzungen im Markt.
AIG führender Versicherer von TransAsia-Flugzeug
Die in Taiwan abgestürzte Passagiermaschine der TransAsia Airways ist unter Führung der US-Gesellschaft AIG versichert. Der Kaskoschaden soll mehr als 22 Mio. Dollar betragen. Für die Luftfahrtversicherer setzt sich damit die Schadenwelle aus dem vergangenen Jahr fort – große Auswirkungen auf die Prämien wird das neue Unglück aber eher nicht haben.
Flugzeugabsturz kostet Hannover Rück 30 Mio. Euro
Hannover Rück geht von einem Schaden von mehreren hundert Millionen Dollar durch das Flugzeugunglück der Boeing 777 in Südostasien für den Markt aus. Der Konzern selbst sieht sich mit 30 Mio. Euro betroffen. Der Rückversicherer hat 2013 mehr verdient als erwartet, ist aber unzufrieden mit dem Ergebnis in der Personen-Rückversicherung.
Boeing: Absturz bringt keine Trendwende
Auf die internationalen Luftfahrtversicherer kommt nach dem Absturz einer Boeing 777 der Asiana Airlines in San Francisco mit zwei Toten ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe zu. Eine Trendwende beim Prämienniveau bedeutet dies aber wohl nicht.








