Die R+V verkauft den Maklerversicherer Condor Leben an den Frankfurter Investmentmanager Acathia Capital. Die R+V bestätigt einen Bericht des Handelsblatts. Acathia handelt im Auftrag eines Konsortiums aus deutschen Versicherern, globalen Rückversicherern und Versorgungswerken. Aus der Condor Leben soll eine neue Run-off-Plattform für Lebensbestände im deutschen Markt werden. Acathias Managing Partner Thomas Schmitt sieht in dem Markt jede Menge Potenzial.
Archiv ‘Frankfurter Leben’
Fosun soll Einfluss auf Investments der Frankfurter Leben genommen haben
Der Run-off-Spezialist Frankfurter Leben soll laut einem Bericht der Börsen-Zeitung bei seinen Investmententscheidungen vom chinesischen Investor Fosun beeinflusst worden sein. Es ist von Darlehen in dreistelliger Millionenhöhe die Rede, die Fosun von den Frankfurtern bekommen haben soll. Gegenüber dem Versicherungsmonitor bestritt das Unternehmen dies. Dem Abwicklungsspezialisten wird auch vorgeworfen, kritischen Mitarbeitenden gekündigt zu haben.
Fitch: Mehr Run-off-Deals in diesem Jahr
Der Markt für die Übertragung von geschlossenen Lebensversicherungsbeständen könnte nach einer längeren Flaute in diesem Jahr wieder in Schwung kommen. Die Ratingagentur Fitch rechnet mit einer Handvoll bedeutender Transaktionen mit einem Volumen von mindestens 25 Mrd. Euro. Nach einer längeren, unfreiwilligen Neugeschäftspause steht Marktführer Viridium wieder in den Startlöchern.
Fitch erwartet mehr Run-off-Deals in Deutschland
Die Ratingagentur Fitch sagt für 2026 mehr Übernahmen von geschlossenen Beständen auf dem deutschen Markt voraus. Deals in Höhe von insgesamt 25 Mrd. Euro seien möglich. Die aktuell starke Kapitalposition werden die deutschen Lebensversicherer, inklusive der Konsolidierer, beibehalten. Fitch bewertet den Ausblick für den Sektor mit „neutral“.
Run-off: Es muss doch irgendwie weitergehen
Der deutsche Run-off-Markt für Lebensversicherungen befindet sich im Stillstand, die letzte Transaktion ist länger her. Abwicklungsspezialisten und Versicherer haben großes Interesse an weiteren Deals, hieß es bei der Run-off-Konferenz der Süddeutschen Zeitung in Hamburg. Kleine und mittelgroße Versicherer werden durch Zinssituation und schlechte IT zunehmend unter Druck kommen. Das werde zwangsläufig zu weiteren Deals führen, so die Prognose. Bewegen werde sich der Markt spätestens dann, wenn Viridium einen neuen Mehrheitseigner gefunden hat.
Ergo: Migration dauert noch ein paar Jahre
Anders als die Generali hat sich die Ergo entschlossen, ihre für das Neugeschäft geschlossenen Bestände im eigenen Haus abzuwickeln. Ganz so schnell wie ursprünglich kommuniziert geht das Projekt aber nicht voran. Dennoch sieht Martin Brown, Finanzchef der Ergo Leben, die Gesellschaft im Zeitplan. Andere Versicherer mit ähnlichen Beständen hätten zehn bis zwölf Jahre für die Migration gebraucht, sagte er bei einer Veranstaltung an der Technischen Hochschule Köln. Dennoch werden wohl auch bei der Ergo noch ein paar Jahre ins Land gehen, bis das Projekt gestemmt ist.
Wer kauft Viridium?
Herbert Frommes Kolumne In den Run-off-Markt kommt Bewegung. Der Verkaufsprozess für den größten Spezialisten Viridium soll noch in diesem Jahr beginnen. Zu den Interessenten könnten Athora, Munich Re und andere Versicherer gehören. Das ist eine gute Nachricht für die Beteiligten, denn auf den ersten Blick sieht es nicht gut aus für das Geschäftsmodell. Der Deal zwischen Viridium und Zurich ist geplatzt. Athora musste nach hohen Anlageverlusten das Management auswechseln. Doch wenn der Markt sich neu sortiert, hat er eine große Zukunft.
Das bewegte Jahr: Der Rückblick auf 2023 Teil 1
Ukrainekrieg, Nahostkrieg, Rezession, Haushaltskrise, Klimaschäden: Das Jahr 2023 hatte einiges zu bieten. Das gilt auch für die Versicherungswirtschaft. Sie ist von den globalen Ereignissen betroffen und hat außerdem noch ihre eigenen Baustellen. Die Zinswende gehört ebenso dazu wie die Inflation, mögliche Liquiditätsprobleme und der Fachkräftemangel. 2023 ist auch ein Jahr der Maklerfusionen und der politischen Entscheidungen über die Altersvorsorge. Hier der erste Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks.
Das böse Omen aus Lüneburg
Herbert Frommes Kolumne Die Landeslebenshilfe (LLH) in Lüneburg löst sich auf, der kleine Bestand geht an die Frankfurter Leben. Wer glaubt, das sei ein einmaliges Ereignis, liegt falsch. Die Probleme der LLH haben in ähnlicher Weise viele kleine Lebensversicherer, die im stillen, internen Run-off sind. Die Kostenbeiträge aus den Verträgen reichen nicht aus, um die tatsächlichen Kosten zu decken, erst recht nicht den dringend nötigen Wechsel auf neue IT-Systeme. Vorstände dieser Gesellschaften müssen froh sein, wenn sie einen aufnehmenden Run-off-Spezialisten finden.
Frankfurter Leben übernimmt Landeslebenshilfe
Exklusiv Der Lebensversicherer Landeslebenshilfe (LLH) muss aufgeben. Den kleinen Bestand von 11.000 Verträgen mit 150 Mio. Euro Kapitalanlagen, der seit Mai 2020 im internen Run-off ist, geben die Lüneburger an den Abwicklungsspezialisten Frankfurter Leben ab. Nach Informationen des Versicherungsmonitors erhält die LLH keinen Kaufpreis. Stattdessen muss die Schwestergesellschaft Landeskrankenhilfe Geld mitgeben. Der Deal ist auch deshalb interessant, weil hier der Bestand eines Versicherungsvereins in den externen Run-off geht.
Grund kritisiert Solvenzquoten von Run-off-Anbietern
Bei seiner letzten BaFin-Konferenz nahm Versicherungsaufseher Frank Grund kein Blatt vor den Mund. Er monierte „erstaunlich kreative Ansätze bei der Berechnung der Solvenzquoten“ bei einigen Versicherern – und nannte externe Run-off-Anbieter als Beispiel. „Mit ihnen kamen hierzulande Usancen auf, die wir so nicht kannten“, sagte er bei der Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht in Bonn. Es gibt aber noch andere Themen, die ihn umtreiben, wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit.
Afida-Plattform migriert Generali Pensionskasse
Der Abwicklungsspezialist Frankfurter Leben überträgt aktuell rund eine halbe Million Verträge von der gescheiterten Allianz-Tochter Syncier auf die IT-Plattform von Afida. Jetzt übernimmt die Adesso-Tochter auch die Migration der rund 150.000 Verträge der Generali Pensionskasse, die der Versicherer bei der Frankfurter Leben in den externen Run-off gegeben hat. Für den Afida-Vertriebschef und früheren Ergo-Vorstand Frank Wittholt sind das gute Nachrichten – und ebenso für den früheren Syncier-Manager Andreas Nolte, der inzwischen Geschäftsführer von Afida ist.











