Exklusiv Das Start-up Ico-Lux tüftelt seit drei Jahren an seiner Bildforensik-Software, um Betrügern in der Versicherungsbranche schneller das Handwerk legen zu können. Nach mehreren Pilotprojekten mit privaten Krankenversicherern ist das Produkt nun marktreif, verkündet Mitgründer Jan Franke im Interview. „Jetzt geht es darum, das Ganze in die Breite zu streuen und in den Vertrieb zu gehen.“ Zugute dürfte der Firma die Tatsache kommen, dass es während der Pandemie mehr Betrugsversuche gab.
Archiv ‘Friss’
Schadenregulierung muss hybrid bleiben
Von der Digitalisierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Schadenverarbeitung versprechen sich Versicherer geringere Kosten und eine höhere Kundenzufriedenheit. Auf menschliche Mitarbeiter sollte die Schadenregulierung trotz aller Automatisierung dennoch niemals verzichten. Davon zeigten sich HUK-Coburg-Vorstand Jörg Rheinländer und DEVK-Vorstand Rüdiger Burg bei einer Digitalkonferenz des Versicherungsmonitors überzeugt. Viele Kunden legen auf einen menschlichen Ansprechpartner wert – und Versicherer würden bei zu viel Automatisierung wichtige Alleinstellungsmerkmale einbüßen.
Schlechte Datenqualität hemmt Betrugsbekämpfung
Exklusiv Angesichts der Corona-Pandemie rechnen die Versicherer mit mehr Betrugsfällen. Besonders tüchtig präsentieren sich die Gesellschaften allerdings nicht im Kampf gegen den Versicherungsbetrug. Stattdessen ist der Großteil in der Krise mit Themen wie Digitalisierung und Kostensenkung beschäftigt, zeigt eine Studie des Betrugsspezialisten Friss. Bei der Betrugserkennung stehen sich die Versicherer oftmals selbst im Weg. Die Qualität der eigenen Daten und der unzureichende Zugriff auf externe Informationen stellen für sie die größten Hindernisse bei der Betrugsbekämpfung dar.
Corona: Mehr Betrug trotz sinkender Schadenvolumen
The Long View – Der Hintergrund Versicherer sind mittelbar und unmittelbar von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen. Es lässt sich jedoch heute noch nicht absehen, welche langfristigen Konsequenzen die Krise für die Versicherungsbranche in Deutschland haben wird. Eins ist aber jetzt schon klar: Nach Katastrophen und in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs nimmt der Versicherungsbetrug unweigerlich zu. Die Covid-19-Pandemie hat beide Zustände auf den gesamten Globus auf einmal gebracht. Für Versicherer zeigt sich jetzt, wie wichtig gute Prognosemodelle sind.
Omnius setzt zum Sprung nach Amerika an
Das Insurtech Omnius hat bei Investoren 13 Mio. Dollar (11,8 Mio. Euro) eingesammelt. Geldgeber sind Commerz Ventures, der Venture Capital Fonds der Commerzbank-Gruppe, der Fintechs-Fonds Viola Fintech und Uniqa Ventures, der Venture Capital-Arm des österreichischen Versicherers Uniqa. Mit dem Geld will das junge Unternehmen nach Nordamerika expandieren, in Europa will Omnius aber weiterhin wachsen, betont Chief Executive Officer Sofie Quidenus-Wahlforss.
Aon besetzt Führungspositionen neu
Leute – Aktuelle Personalien Der Makler Aon verstärkt zu Jahresbeginn seine Führungsriege: Mark-Dominik Thofern, Bruder des Aon-Deutschlandchefs Jan-Oliver Thofern, wird Chief Development Officer bei der Einheit Risk Solutions. In der Sparte Specialty M&A and Transaction Solutions übernimmt Ulf Cramer die Leitung der DACH-Region, und Matthias Luettges wird für das Deutschland-Geschäft zuständig. Außerdem: Niels Zijderveld verantwortet künftig Vertrieb und Marketing des niederländischen Anbieters von Betrugserkennungssoftware Friss.
Friss: KI muss erklärbar sein
Der Anbieter von Software zur Betrugserkennung Friss und der KI-Dienstleister Omnius haben vor einigen Monaten eine Kooperation geschmiedet. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen Christian van Leeuwen, Chief Technology Officer bei Friss, und Martin Micko, Chief Operating Officer bei Omnius, über Synergien und erklären, welche Voraussetzungen beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) erfüllt sein müssen.
Mit KI zu mehr Kundenzufriedenheit
Moderne Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) haben großes Potenzial für die Versicherungswirtschaft, darin waren sich die Teilnehmer der Konferenz „Machine Intelligence Summit“ in Berlin einig. Linda Stannierder von der Marketingagentur Brandlab sagte, mit KI könnten Kunden passgenauer angesprochen werden. Das sei eine große Chance für eine Branche mit einem Vertrauensproblem. Technologie ist aber nur ein Instrument mit dem Zweck, eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen, betonte Monika Schulze von der Zurich. Martin Micko vom Insurtech Omnius versprach Versicherern ein besseres Kundenerlebnis im Schadenmanagement, wenn sie das KI-basierte Programm des Insurtechs einsetzen.
Ico-Lux: „Wir haben bereits 200 Betrugsfälle entdeckt“
Jan Franke ist einer der drei Geschäftsführer des Start-ups Ico-Lux. Das Jungunternehmen aus Jena entwickelt eine Software, die Versicherungsbetrug schneller aufdeckt. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht Franke über die Entstehungsgeschichte von Ico-Lux und ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, das sie gegenüber etablierten Mitstreitern wie dem Softwarehersteller Friss haben. Außerdem erklärt er, wie sich die Zusammenarbeit mit zwei Pilotkunden aus der privaten Krankenversicherung gestaltet hat.








