Die Provinzial Nordwest rechnet mit einer Belastung in Höhe von 25 Mio. Euro durch die Unwetter der vergangenen Tage. Dabei sieht der öffentliche Versicherer unter Leitung von Wolfgang Breuer die Herausforderung weniger in der finanziellen Dimension als in den gerade mit den Starkregen verbundenen neuen Schadensbildern. Darauf werde man sich einstellen müssen, sagte Breuer. Langfristig könnten auch die Preise in der Wohngebäudeversicherung steigen.
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GDV: Einbrüche treiben Hausratschäden
Die Schaden- und Unfallversicherer haben vor allem wegen höherer Schäden durch Naturkatastrophen 2015 weniger verdient. Das zeigen aktuelle Zahlen des Branchenverbandes GDV. Die Wohngebäudeversicherung rutschte im Branchenschnitt deshalb anders als die Kfz-Versicherung in die roten Zahlen. In der Hausratversicherung müssen die Anbieter mehr Einbrüche verkraften. Beim Umsatz legte die Branche zu. GDV-Präsident Alexander Erdland erhofft sich für die Zukunft Wachstumsimpulse aus der Absicherung von Cyberrisiken.
Generali startet mit Vitality
Die Generali geht in die digitale Offensive: Im Juli soll das Vitality-Programm auf den Markt kommen, bei dem Kunden durch gesundes Verhalten Vergünstigungen wie niedrigere Gebühren bei Fitness-Centern und geringere Versicherungsprämien erhalten können. Das kündigte Generali-Deutschlandchef Giovanni Liverani vor Journalisten an. Zunächst soll das Programm für Verträge in den Bereichen Risikoleben und Berufsunfähigkeit eingeführt werden, später auch in der privaten Krankenversicherung. Gleichzeitig startet das Unternehmen einen Telematik-Tarif sowie – ebenfalls im zweiten Halbjahr – ein Angebot um das smarte Heim.
Elementarschäden – die unterschätzte Bedrohung
Meinung am Mittwoch Immer häufiger erleiden Hausbesitzer finanzielle Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen und andere Elementarereignisse. Trotzdem ist bundesweit nur etwa jedes dritte Gebäude entsprechend versichert. Deshalb sollten Versicherungswirtschaft und Politik noch stärker daran arbeiten, das Ausmaß der Bedrohung zu verdeutlichen. Der Hochwasserpass für Hausbesitzer kann hier ein wirkungsvolles Beratungsinstrument sein. Aber auch gemeinsame Informationskampagnen der Bundesländer und der Assekuranz können das Umdenken fördern.
Karnevalsstürme kosten Versicherer 100 Mio. Euro
Die Stürme „Ruzica“ und „Susanna“, die Rosenmontag und Veilchendienstag über Deutschland hinweggefegt sind, kosten die Versicherer voraussichtlich 100 Mio. Euro. Das schätzt die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss. Verglichen mit dem Sturm „Niklas“ im vergangenen Jahr fallen die Schäden relativ gering aus. Vor allem die Gebäude- und die Kfz-Kaskoversicherung sind betroffen. Aber auch für den Ausfall von Karnevalszügen werden Versicherer zur Kasse gebeten.
Großbritannien: Hilfe für flutgefährdete Unternehmen
In Großbritannien startet im April der Rückversicherungsfonds Flood Re. Er soll sicherstellen, dass Policen für Wohnhäuser in flutgefährdeten Gebieten bezahlbar bleiben. Gewerbeimmobilien sind von Flood Re ausgenommen – obwohl auch kleine und mittelständische Unternehmen von Problemen mit Versicherungsschutz gegen Hochwasser berichten. Jetzt will der Verband der Versicherungsmakler in Großbritannien Biba die Sache selbst in die Hand nehmen. Zusammen mit dem Outsourcing-Anbieter Capita und dem Kartographie-Spezialisten Landmark Information Group will er eine Lösung erarbeiten.
Digitalisierung – eine schöne Bescherung
Meinung am Mittwoch Dieses Jahr liegt unter dem Weihnachtsbaum der Versicherungsbranche ein ganz besonderes Paket. Die Zeiten der miefigen Aktenordner und verstaubten Amtsstuben sollen vorbei sein, die Digitalisierung ist da – eine schöne Bescherung? Sie kann in der Versicherungsbranche vieles erleichtern, die Kommunikation zwischen Versicherern, Vermittlern und Kunden verbessern und zu einer Zeit- und Kostenersparnis führen. Eine Fehlerquelle ist und bleibt aber auch hier der Mensch.
Friendsurance strebt 100.000 Kunden an
Das Versicherungs-Startup Friendsurance will in diesem Jahr erstmals mehr als 100.000 Kunden haben. Die Gründer Tim Kunde (Bild) und Sebastian Herfurth planen zudem eine Expansion ins Ausland. Schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen, das Kunden eine Teilrückzahlung der Versicherungsprämie bei Schadenfreiheit verspricht, allerdings noch nicht. Die Resonanz der Versicherer auf das Geschäftsmodell ist sehr gemischt.
GDV: „Niklas“ verursacht 750 Mio. Euro Schaden
Laut einer aktuellen Schätzung des GDV müssen die Versicherer in Deutschland rund 750 Mio. Euro für die Folgen des Sturms „Niklas“ zahlen. Obwohl er damit zu einem der schwersten Stürme der vergangenen Jahre zählt, liegen die Belastungen deutlich unter denen durch Sturm „Kyrill“ 2007. „Niklas“ hatte Ende März im gesamten Bundesgebiet für orkanartige Böen gesorgt.
Eine Abtretung will gut überlegt sein
Legal Eye – Die Rechtskolumne: Bei der Abtretung von Versicherungsansprüchen an Dritte können Probleme auftreten. Insbesondere wenn der Leistungsanspruch noch nicht feststeht, ist Vorsicht geboten. Dritte, die sich einen Anspruch vom Versicherungsnehmer abtreten lassen wollen, sollten die Werthaltigkeit des Anspruchs daher genau prüfen. Kompliziert werden kann es vor allem in der Gebäudeversicherung.
Sturm „Niklas“: Bis 1,9 Mrd. Euro Schaden in Europa
Die versicherten Schäden durch den Sturm „Niklas“ bleiben auch nach neuesten Schätzungen hinter denen durch „Kyrill“ im Jahr 2007 zurück. Die Risikoanalysefirma Air Worldwide schätzt, dass „Niklas“ die Assekuranz maximal 1,9 Mrd. Euro kosten wird. Auch die Versicherungskammer Bayern rechnet mit vergleichsweise geringen Schäden.
Update: Sturm „Niklas“: Erste Schadenschätzungen
Es gibt erste Schätzungen, wie hoch die von den Stürmen „Niklas“ und „Mike“ verursachten Schäden für einzelne Versicherer ausfallen. Die meisten Gesellschaften rechnen momentan nicht mit einer allzu hohen Belastung. Die Zahlen dürften in den kommenden Wochen aber noch nach oben korrigiert werden, weil mit weiteren Schadenmeldungen zu rechnen ist. Eine Kölner Beratungsfirma schätzt den versicherten Gesamtschaden auf 700 Mio. Euro.
Streit um individuelle Tarifierung
Klaus Müller vom Verbraucherzentrale Bundesverband hat auf einer Tagung in Berlin für standardisierte Allgefahren-Verträge für Risiken wie Haftpflicht, Berufsunfähigkeit oder Überschwemmung mit Opting Out-Option geworben. Der Markt sei nicht nur unübersichtlich, sondern einige Verbraucher hätten auch keinen Zugang zum Versicherungsschutz, sagte er. Das liege auch an der Fragmentierung der Versichertenkollektive durch die Einführung von immer mehr Tarifierungsmerkmalen. Guido Bader von der Stuttgarter Lebensversicherung bezeichnete den Vortrag als „Angst-, Schiss- und Panikrede“.











