Archiv ‘Gesetzliche Krankenversicherung’

Mehr als 1.000 Beamte nutzen Hamburger Modell

Der Hamburger Senat sieht sein neues Modell für die Krankenversicherung von Beamten als Erfolg. Bis Ende Januar 2019 haben demnach 1.015 Beamtinnen und Beamte die seit 1. August 2018 bestehende Möglichkeit genutzt, in die gesetzliche Krankenversicherung zu gehen und dafür eine pauschale Beihilfe vom Senat zu erhalten. Allgemein ist der Regelfall, dass sich die öffentlichen Arbeitgeber nur bei privat versicherten Beamten über die Beihilfe an den Kosten für die Krankenversicherung beteiligen. … Lesen Sie mehr ›

PKV fordert Gleichstellung mit GKV

Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen im Arzneimittelbereich von vergleichbaren Regelungen profitieren wie die gesetzlichen Krankenkassen. In einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung fordert der PKV-Verband entsprechende Regelungen für verschiedene Gebiete: das elektronische Rezept, die Versorgung mit Krebsmedikamenten, die Abgabe von medizinischem Cannabis, der Direktanspruch gegenüber Pharmaunternehmen und die sogenannte aut idem-Regelung. Aus Sicht der PKV ist nicht einzusehen, dass nur Kassenpatienten von Maßnahmen zur Kostenbegrenzung profitieren, nicht aber Privatversicherte und Beihilfeberechtigte. … Lesen Sie mehr ›

Prämien in der Vollversicherung steigen langsamer

In der privaten Krankenversicherung (PKV) verlangsamt sich der Anstieg der Beiträge in der Vollversicherung. Die Vollversicherten müssten ab 1. Januar 2019 über alle Unternehmen und Tarife hinweg im Schnitt 1,9 Prozent mehr bezahlen. In den beiden Jahren zuvor waren es 3,4 Prozent und 4,4 Prozent. Nach Angaben des PKV-Verbands sind die Beiträge in der Vollversicherung im Schnitt der vergangenen zehn Jahre weniger stark gestiegen als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zwischen den privaten Anbietern und einzelnen Tarifen gibt es zum Teil aber deutliche Unterschiede. … Lesen Sie mehr ›

Privatversicherte erhalten neue Medikamente früher

In der privaten (PKV) und der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nähert sich die Entwicklung der Pro-Kopf-Ausgaben für die Arzneimittelversorgung der Versicherten an. Zwar ist der Zuwachs bei den Privaten nach wie vor größer als in der GKV, die Schere wird aber kleiner. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Danach haben Privatpatienten schneller Zugang zu neuen Arzneimitteln und erhalten mehr teure Medikamente als die gesetzlich Versicherten. … Lesen Sie mehr ›

Nächste Runde im Streit um Zusatzpolicen

In der gerichtlichen Auseinandersetzung über das Angebot von Zusatzversicherungen geht die AOK Rheinland/Hamburg in die Revision beim Bundessozialgericht. Der Vorstandsvorsitzende Günter Wältermann sieht gute Chancen, dass es den gesetzlichen Krankenkassen letztlich erlaubt bleibt, ihren Versicherten entsprechende Angebote zu machen. Da die Wahltarife der AOK Rheinland/Hamburg auch Kunden mit einer Vorerkrankung offenstehen, sind sie seiner Meinung nach keine wirkliche Konkurrenz zu den Angeboten der privaten Krankenversicherer. Schließlich sei deren Geschäft durch den Vorstoß der Krankenkassen nicht eingebrochen. … Lesen Sie mehr ›

Zusatzversicherungen sind für die GKV tabu

Gesetzliche Krankenkassen dürfen ihren Versicherten keine Wahltarife anbieten, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschieden. Die Richter haben der AOK Rheinland/Hamburg damit den Großteil ihrer Kostenerstattungstarife untersagt, mit denen sie seit Jahren den Zusatzpolicen der privaten Krankenversicherer Konkurrenz macht. Dazu gehören Angebote für Auslandsbehandlungen oder für die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus. Tarife für Vorsorgeleistungen für Zahngesundheit und für häusliche Krankenpflege darf die AOK Rheinland/Hamburg dagegen weiter anbieten. Geklagt hatte die Continentale Krankenversicherung. Die AOK hat noch nicht entschieden, ob sie Revision einlegt. … Lesen Sie mehr ›

Beitragstreiber medizinischer Fortschritt

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) prognostiziert stark steigende Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung, sowohl in der gesetzlichen (GKV) als auch in der privaten Krankenversicherung (PKV). Nach neuen Berechnungen kann der Beitragssatz in der GKV bis 2060 im schlimmsten Fall von derzeit 15,6 Prozent auf knapp 25 Prozent steigen, in der Pflegeversicherung von 2,5 Prozent auf 8,5 Prozent. In der PKV droht eine Erhöhung um das bis zu 2,7-Fache in der Kranken- und das 4,5-Fache in der Pflegeversicherung. In beiden Systemen wird vor allem der medizinische Fortschritt stark zu Buche schlagen. Deshalb mahnt die DAV Effizienzsteigerungen an. … Lesen Sie mehr ›

PKV wirbt um Beamte

Die privaten Krankenversicherer (PKV) flankieren die Einführung des „Hamburger Modells“ in der Krankenversicherung am 1. August mit einer Kampagne. Sie will vermitteln, dass die PKV quasi die natürliche Heimat der Beamten ist. In Hamburg wählt sie dafür das Motto: „Passt wie Fisch zu Brötchen“. Die Branche sieht den Vorstoß des Hamburger Senats, Beamten künftig den Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung schmackhaft zu machen, mit großer Sorge und fürchtet Nachahmer. … Lesen Sie mehr ›

Wissenschaftler gegen einheitliche Gebührenordnung

Renommierte Juristen und Gesundheitsökonomen haben dem Konzept einer einheitlichen Gebührenordnung für die gesetzliche und die private Krankenversicherung (PKV) eine Absage erteilt. Eine solche Gebührenordnung, die Thema der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD ist, wäre verfassungswidrig. Sie würde zudem die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung in die Höhe treiben und hätte auch sonst für Versicherte und Patienten mehr Nach- als Vorteile, schreiben die Experten in einem Memorandum, das von der Bundesärztekammer und dem PKV-Verband initiiert wurde. … Lesen Sie mehr ›

Hamburg schafft Wahlfreiheit für Beamte

Ab dem nächsten Sommer können sich Beamte in Hamburg gesetzlich versichern, ohne den Arbeitgeber-Anteil zu verlieren. Der Hamburger Senat hat einen Gesetzentwurf beschlossen, nach dem sich Beamte in der Hansestadt ab dem 1. August 2018 die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrags erstatten lassen können – egal ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Die Neuregelung greift nur bei neuen Beamten oder solchen, die bereits gesetzlich versichert sind, für sie ist die Entscheidung aber endgültig. Die Wahlfreiheit für Beamte gilt als erster Schritt Richtung einer Bürgerversicherung. Das Vorgehen des rot-grünen Senats wird von den privaten Krankenversicherern entsprechend scharf kritisiert. … Lesen Sie mehr ›