Javier Fernández-Cid ist Auslandschef des spanischen Versicherers Mapfre. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er über den Kauf von Direct Line, mit dem die Gesellschaft ins deutsche Privatkundengeschäft einsteigen will. Direct Line soll neben Kfz-Versicherungen künftig auch Produkte aus anderen Sparten anbieten. Der Markenname soll langfristig verschwinden.
Archiv ‘Großschäden’
DEVK erwartet neuen Preiskampf bei Kfz-Versicherung
Der Kölner Versicherer DEVK, in der Autoversicherung die Nummer fünf nach Stückzahlen, rechnet mit einem neuen Preiskampf in der Sparte. Darauf deute die Einführung von Telematiktarifen durch HUK-Coburg und Allianz hin, hieß es. Das Unternehmen ist zufrieden mit dem Jahr 2014, in dem es hohe Zuwäche verzeichnete – unter anderem durch Einmalbeiträge. Hier verschärften die beiden DEVK-Lebensversicherer die Bedingungen inzwischen erheblich. Vorstand Engelbert Faßbender verabschiedet sich im September in den Ruhestand.
Air: Weniger Hurrikans
Im Atlantik werden sich in diesem Jahr aller Voraussicht nach weniger tropische Stürme und Hurrikans bilden als üblich. Grund ist Klimaphänomen El Nino. Ob die diesjährige Hurrikan-Saison auch mit geringeren Schäden für die Versicherungswirtschaft einhergeht, ist nach Einschätzung der Risikoanalysefirma Air Worldwide aber noch nicht ausgemacht. Auch das Jahr 1992, als Hurrikan „Andrew“ versicherte Schäden von damals 17 Mrd. Dollar in den USA verursachte, galt als unterdurchschnittliche Hurrikan-Saison.
Widerstandsfähigkeit gegen Irrationalität
Meinung am Mittwoch Die Europäische Zentralbank stellt die Rückversicherer vor erhebliche Herausforderungen. Der Niedrigzins drückt die gesamte Branche in eine irrationale und langfristig ruinöse Marktphase, der durch Aussitzen nicht beizukommen ist. In dieser Situation müssen die Unternehmen Widerstandsfähigkeit beweisen und der Preisbildung auf Basis einer risikoadäquaten technischen Prämie höchste Priorität einräumen. Nur so ist es möglich, sich der Entkopplung von Risiko und Preis in der anhaltenden Weichmarktphase entgegenzustellen.
Firmenverbundene Vermittler fordern Wertschätzung
Eine ganze Reihe Sorgen plagt derzeit die firmenverbundenen Vermittler. In ihren Unternehmen ringen sie um Wahrnehmung und um Wertschätzung ihrer Arbeit. Versicherungsrisikomanager, Industrieversicherer und Makler diskutierten in Düsseldorf über die Probleme der Branche. Die Digitalisierung der Versicherer geht der Industrie nicht schnell genug voran. Makler fordern von den Industrieversicherern bessere Angebote, gerade für kleinere Betriebe.
Friendsurance strebt 100.000 Kunden an
Das Versicherungs-Startup Friendsurance will in diesem Jahr erstmals mehr als 100.000 Kunden haben. Die Gründer Tim Kunde (Bild) und Sebastian Herfurth planen zudem eine Expansion ins Ausland. Schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen, das Kunden eine Teilrückzahlung der Versicherungsprämie bei Schadenfreiheit verspricht, allerdings noch nicht. Die Resonanz der Versicherer auf das Geschäftsmodell ist sehr gemischt.
In der Haftzeitfalle
Legal Eye – Die Rechtskolumne Bei der Festlegung der Haftzeit in der Betriebsunterbrechungsversicherung ist Vorsicht geboten. Sie ist definiert als der Zeitraum, für welchen Versicherungsschutz für den Unterbrechungsschaden besteht. Der Begriff kommt in den Versicherungsbedingungen recht harmlos daher, hat es aber in sich. Generell kann die Haftzeit nicht großzügig genug bemessen sein. Gleiches gilt im Hinblick auf den Bewertungszeitraum, der zur Festlegung der Versicherungssumme dient.
Axa verstärkt sich digital in Asien
Der französische Versicherer Axa gründet neben dem Axa Lab in Silicon Valley in den USA ein zweites Technologiezentrum in Schanghai in China. Gleichzeitig errichtet der Konzern ein Labor für die Datenauswertung in Singapur, ein ähnliches Projekt betreibt er bereits bei Paris. Axa hält Asien für den entscheidenden Markt der kommenden Jahrzehnte.
Rheinische Provinzial verteidigt klassische Policen
Die Provinzial Rheinland will an der klassischen Lebensversicherung festhalten und nicht wie Konkurrent Generali dieses Geschäft weitgehend aufgeben. Die Gesellschaft erfülle die Anforderungen von Solvency II auch ohne Übergangsvorschriften, hieß es. Vor allem das Einmalgeschäft boomt. In der Schadenversicherung gewann das Unternehmen vor allem in der Kfz-Sparte. In der Industrieversicherung zieht sich die Provinzial wegen zu niedriger Preise aus der Mitversicherung von Großkonzernen zurück und setzt eher auf Mittelständler. Vorstandschef Walter Tesarczyk glaubt, dass langfristig größere Verbünde der öffentlichen Versicherer nötig sind, aktuell gebe es aber keine Bewegung.
Axa plant Telematik-Tarif
Die deutsche Axa-Tochter liegt bei den Kosten immer noch über dem Branchenschnitt. Das will der Konzern unter seinem Chef Thomas Buberl rasch ändern und besser als die Branche werden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber weiter nicht geben. In Sachen Digitalisierung bringt die Gruppe im Herbst einen neuen Telematik-Tarif, der allein auf einer Handy-App beruht und ohne Blackbox auskommt. Mit neuen Produktlinien für Gewerbe und Privatkunden will das Unternehmen stärker wachsen.
Greco will Generali ein neues Gesicht geben
Nach der Generali Deutschland hat auch die italienische Mutter ihre neue Strategie bekannt gegeben. Nach dem erfolgreichen Turnaround will Unternehmenschef Mario Greco nun angreifen und Generali zum führenden Privatkundenversicherer Europas machen. Dabei setzt er stark auf die Datenanalyse, um Prämien risikogerechter berechnen zu können. Der italienische Konzern will aber auch in Märkten wie Asien und Lateinamerika sowie in der Industrie- und Gewerbeversicherung weiter wachsen.
Hiscox: Interesse an Cyber-Policen steigt
Stefan Sievers ist Underwriting Manager Specialty Lines beim Versicherer Hiscox. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor skizziert der Cyberexperte die Entwicklung des deutschen Marktes für Cyber-Policen und erläutert, warum sich aus seiner Sicht gerade die mittelständischen Unternehmen mit diesen Angeboten noch schwer tun, welche Schadenerfahrungen Hiscox hierzulande bereits gemacht hat und wie sich die große Bandbreite bei den Prämien erklären lässt.
Generali: Die Damen und Herren der Matrix
Die Generali Deutschland wird künftig in einer Matrix-Struktur geleitet. Die bisherige Holding in Köln wird nach München verlegt und dort mit der Führung der operativen Einheiten Generali Lebensversicherung und Generali Versicherung verschmolzen.
Zurich will mehr sparen
Obwohl sich der Schweizer Versicherer Zurich bei der Erreichung seiner Finanzziele bis 2016 auf Kurs sieht, will die Gesellschaft ihre Kosten weiter senken. Zusätzliche 300 Mio. Dollar jährlich will der Konzern bis Ende 2016 einsparen, bis Ende 2018 sollen es mindestens eine 1 Mrd. Dollar pro Jahr sein. Zudem stellt Zurich den Aktionären mehr Geld in Aussicht.
Öffentliche Versicherer gewinnen Lebensverträge
Die zum Sparkassenlager gehörenden öffentlichen Versicherer haben 2014 in der Lebensversicherung stark zugelegt und ihren Marktanteil deutlich ausgebaut. Ein Grund ist die schwierige Lage der Sparkassen, die unter den niedrigen Zinsmargen leiden und die Provisionseinnahmen durch die Vermittlung suchen. In der Schadenversicherung profitierte der Verbund vom gesunkenen Schadenaufwand.














