Der Rechtsschutzversicherer Roland und Vorstandschef Gerhard Horrion gehen künftig getrennte Wege. Bei Roland tritt Axa-Vorstand und Roland-Aufsichtsrat Rainer Brune (Bild) als Interimschef an. Die Zukunft des Unternehmens in der jetzigen Form ist unsicher.
Archiv ‘Industrieversicherung’
Verschenktes Potenzial in der Schadenverhandlung
Legal Eye – die Rechtskolumne: Die Industrieversicherung ist von Verhandlungen geprägt, angefangen von der Vertrags- und Prämiengestaltung bis hin zur Schadenregulierung. Die Verhandlungssituationen ähneln dabei meist einem orientalischen Basar. Kein Wunder, dass weitgehend Unzufriedenheit über die Ergebnisse herrscht, beispielsweise über die Höhe von Zahlungen im Versicherungsfall. Es ist Zeit für eine veränderte Verhandlungsführung.
Krise bei Roland spitzt sich zu
Der Aufsichtsrat des Versicherers Roland Rechtsschutz diskutiert am Montag über die Abberufung des Vorstandsvorsitzenden Gerhard Horrion. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Buberl, gleichzeitig Deutschlandchef der Axa, will sich von Horrion trennen. Als Interims-Nachfolger will er Rainer Brune installieren, heute Vorstand der Axa Versicherung. Andere Aktionäre sind nicht begeistert.
HDI-Gerling Industrie: Puls löst Heidbrink ab
Gerhard Heidbrink, langjähriger Vorstand von HDI-Gerling Industrie, geht in den Ruhestand. Seine Aufgaben übernimmt Edgar Puls.
Der ADAC-Skandal und die Folgen
Herbert Frommes Kolumne: Die Skandalwelle um den ADAC hat auch Folgen für die Versicherungswirtschaft. Der Automobilclub steht wegen mangelnder Transparenz, undurchsichtiger Strukturen und der Vermischung von Wirtschaftsbetrieb und Vereinstätigkeit am Pranger. Wenn die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit nicht aufpassen, können sie leicht in eine ähnliche Lage kommen.
Lohrmanns Verunsicherung XXXIII
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: MLP startet Offensive im Industriegeschäft.
Mega-Schiffe machen Versicherern Angst
Havarien von Containerschiffen werden immer kostspieliger, weil die Schiffe immer größer werden. Bald könnte der Totalverlust eines einzigen Ozean-Giganten die Assekuranz 700 Mio. Dollar kosten, schätzt die Allianz. Neue Risiken sieht der Versicherer aber auch in alternativen Treibstoffen und neuen Schiffsrouten durch die Arktis.
Greimel geht zu HDI-Gerling
Klaus Greimel, Risikomanager und Versicherungschef des Energieriesen Eon, wechselt die Seiten. Nach Informationen des Versicherungsmonitors wird Greimel ab Juli für den Industrieversicherer HDI-Gerling Industrie arbeiten. Bei der Talanx-Tochter trifft Greimel einen alten Bekannten: Vorstand Stefan Sigulla war 2010 von Siemens zu HDI-Gerling Industrie gewechselt. Sigulla und Greimel waren auch Vorsitzende des Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes.
Flugzeugabsturz kostet Hannover Rück 30 Mio. Euro
Hannover Rück geht von einem Schaden von mehreren hundert Millionen Dollar durch das Flugzeugunglück der Boeing 777 in Südostasien für den Markt aus. Der Konzern selbst sieht sich mit 30 Mio. Euro betroffen. Der Rückversicherer hat 2013 mehr verdient als erwartet, ist aber unzufrieden mit dem Ergebnis in der Personen-Rückversicherung.
Selbstregulierung klappt nicht
Herbert Frommes Kolumne: In Berlin bastelt die große Koalition an dem Hilfspaket für die Lebensversicherer. Dabei wird möglicherweise auch das Thema Vertriebskosten auf den Tisch kommen – eine Provisionsdeckelung ist durchaus denkbar. Für die politische Debatte um ihre Vertriebe ist die Versicherungsbranche denkbar schlecht gerüstet. Denn ihre Ansätze zur Selbstregulierung funktionieren nicht. Beispiel Verhaltenskodex: Große Teile der Branche, vor allem alle öffentlichen Versicherer, haben bislang nicht unterschrieben.
HDI-Gerling blickt mit Argusaugen auf Risiken
Der Hannoveraner Industrieversicherer HDI-Gerling Industrie führt ein neues Informationssystem ein, mit dem das Unternehmen Gefahreneinschätzungen für jeden Ort der Welt abgeben kann. Die Talanx-Tochter erhofft sich von „Argos“ bessere Risikobewertungen– für sich und für Kunden, die neue Standorte einrichten wollen.
Berkshire will Industrieversicherung aufrollen
Die Investmentgruppe Berkshire Hathaway, die von Warren Buffett geleitet wird, baut die Industrieversicherung in großem Stil aus. Die 2013 gegründete Tochter Berkshire Hathaway Specialty Insurance werde binnen weniger Jahre Milliarden Dollar an Prämieneinnahmen vorweisen, kündigt Buffett an. Das dürfte kaum ohne Übernahmen in der bereits hart umkämpften Branche gehen.
Und wie geht’s der Allianz denn so?
Herbert Frommes Kolumne: Allianz-Chef Michael Diekmann hat einen Rekordgewinn für 2013 vorgelegt und auch sonst Interessantes erzählt. Damit sendet das Unternehmen deutliche Signale – an die Politik, die Regulatoren und die Konkurrenz. Einige wichtige Fragen.
Allianz zeigt sich bärenstark
Der Allianz-Konzern meldet Rekordumsätze und -gewinne. Für 2014 peilt Konzernchef Michael Diekmann trotz niedriger Zinsen ein ähnlich hohes Ergebnis an. Über seine berufliche Zukunft und die von fünf anderen Vorständen, deren Verträge Ende des Jahres auslaufen, will der Aufsichtsrat erst im Oktober 2014 entscheiden. Sorgen machen neben den niedrigen Zinsen die hohen Nettoabflüsse von Anlegergeldern beim Asset Manager Pimco, die schwierige Lage in Osteuropa und die verstärkte Regulierung.
Firmen drohen weitere Preiserhöhungen
In der industriellen Sachversicherung erwartet der Makler Marsh in Deutschland für 2014 weitere Prämiensteigerungen. Die Entwicklung hierzulande steht im Gegensatz zum generellen Abwärtstrend bei den Preisen, den Marsh in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika beobachtet.












