Archiv ‘Insurtech’

3,5 Mio. Euro für Cyber-Kümmerer

Das Insurtech Baobab nimmt sich den Markt für Cybersicherheit vor. Der Assekuradeur will Mittelständler sicherer vor Angriffen machen und sie für den Ernstfall mit Versicherungsschutz versorgen. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz haben die Gründer jetzt Investoren überzeugt, ihnen 3,5 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Unter ihnen ist auch der Gründer des Online-Maklers Clark. Der Firmenname der Neugründung stammt von einem widerstandsfähigen Baum.

Element startet Auslandsexpansion

Der Digitalversicherer Element hat seine verschobenen Auslandspläne reaktiviert. Das Insurtech bietet in Österreich bereits eine Garantieversicherung für Gebrauchtwagen und seine parametrische Cloud-Ausfallversicherung an. Die Cloud-Deckung soll in den kommenden Monaten auch in Italien und Frankreich auf den Markt kommen. Weitere EU-Länder sollen danach folgen. Daneben hat das Unternehmen weitere Projekte in der Pipeline.

PwC: Auch 2022 viele M&A-Deals von Versicherern

Versicherer, Versicherungsmakler und Insurtechs sind begehrte Kaufobjekte. Deshalb wird es im kommenden Jahr erneut viele Übernahmen und Fusionen (Mergers & Acquisitions, M&A) in der Versicherungsbranche geben, erwartet der Unternehmensberater PwC. Vor allem Private Equity-Gesellschaften auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten für ihr Kapital gehören zu den Treibern der Entwicklung. Das M&A-Jahr 2021 wurde überschattet von der abgesagten Megafusion zwischen Aon und Willis Towers Watson.

Niroumand: Warum Insurtechs es so schwer haben

Ramin Niroumand, Gründer und Chef des Inkubators Finleap, ist mit dem aktuellen Kurs der BaFin nicht einverstanden. Die Unsicherheit der Finanzaufsicht nach Greensill und Wirecard bekämen Start-ups im Bank- und im Versicherungsbereich unverdienterweise stark zu spüren, monierte er auf der SZ-Konferenz „Digital Insurance“. Für Niroumand gibt es neben der Regulierung allerdings noch weitere Gründe, warum es gerade Insurtechs hierzulande so schwer haben. Er sprach auch darüber, was kleine und mittlere Versicherer jetzt tun sollten – und was Allianz und HUK besser machen könnten.

Getsafe: Börsengang nicht vor 2023

Das Insurtech Getsafe kokettiert zwar mit einem Börsengang, betrachtet ihn aber nicht als ultimatives Ziel. Wenn es zu einem Gang aufs Parkett komme, dann erst in einigen Jahren, betonte Chef Christian Wiens beim Insurance Summit des Handelsblatts. Er hält auch die Übernahme durch einen großen Versicherer für eine mögliche Option. Wahrscheinlicher sei es aber, dass Insurtechs mithilfe weiterer Kapitalspritzen von Investoren irgendwann über genug Kapital verfügen, um selbst Bestände großer Versicherer zu kaufen, glaubt er.

Allianz steigt bei Clark ein

Der digitale Versicherungsmakler Clark übernimmt von der Allianz X die Finanzen Group, die das Portal Finanzen.de betreibt. Allianz X wird im Gegenzug größter Minderheitsgesellschafter bei Clark. Der Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben. Im Zuge des Deals wurde das von Christopher Oster geführte Insurtech mit mehr als 1 Mrd. Dollar bewertet, hat nun also Einhorn-Status, teilte Allianz X mit. Außerdem sei das kombinierte Unternehmen nun weltweit eines der größten Insurtechs.

Insurtech-Investitionen knacken 10 Mrd. Dollar-Marke

Start-ups aus dem Versicherungsbereich haben in den ersten drei Quartalen 2021 insgesamt 10,5 Mrd. Dollar (9,04 Mrd. Euro) von Investoren bekommen. Das hat eine Studie des Maklers und Beraters Willis Towers Watson (WTW) ergeben. Damit überschreitet das Finanzierungsvolumen erstmals die Marke von 10 Mrd. Dollar. Die Analysten von WTW haben zwei Trends ausgemacht: Investoren steigen immer früher und kapitalintensiver bei Insurtechs ein. Deshalb warnt WTW vor Überbewertungen.

Neuer Vertriebschef für Wefox

 Leute – Aktuelle Personalien  Das Insurtech Wefox holt sich mit Christian Botsch (Bild) einen neuen Leiter für externene Vertriebe an Bord. Außerdem: Der Assekuradeur Helden.de ernennt einen neuen Geschäftsführer. Stefan Bösader wird Head of Business Development bei der Astra Versicherung. Unterdessen ernennt der Lloyd’s-Spezialversicherer Canopius zum kommenden Jahresbeginn Kate Roy zur neuen Chief Operating Officer, und Aons Erstversicherungsmakler Aon Commercial Risk Solutions stellt Ende 2022 einen neuen CEO für die skandinavische Region ein. Auch bei Aspen und Willis Towers Watson gibt es personelle Veränderungen.

Getsafe sammelt 80 Mio. Euro ein

Das Insurtech Getsafe aus Heidelberg erweitert seine Series-B-Finanzierungsrunde um 55 Mio. Euro auf 80 Mio. Euro. Mit dem frischen Kapital der größten Family Offices aus Deutschland und der Schweiz sowie der Wagniskapitalgeber Earlybird und Abacon Capital möchte der Assekuradeur in seinen neuen Versicherer, Technologie und weiteres Wachstum investieren. Auch bestehende Investoren wie der Rückversicherer Swiss Re und Commerzventures beteiligen sich an der aktuellen Runde.

Zurich kooperiert mit Cyber-Kümmerer

Die Schweizer Zurich hat eine Kooperation mit dem Cyber-Insurtech Boxx Insurance geschlossen und sich an einer aktuellen Finanzierungsrunde der Kanadier beteiligt. Der Assekuradeur verbindet IT-Sicherheitsservices mit Versicherungsschutz und ist auf mittelständische Unternehmen spezialisiert. Für die Assekuranz ist die Cyberversicherung einerseits ein Wachstumsmarkt, andererseits fürchtet die Branche das Kumulrisiko. Da macht ein präventiver Ansatz, wie der von Boxx, offensichtlich Sinn.

Vorstand Liebig verlässt Haftpflichtkasse

 Leute – Aktuelle Personalien  Stefan Liebig (Bild) verlässt bereits nach zwei Jahren seinen Vorstands-Posten bei der Haftpflichtkasse. Außerdem: Der Versicherer Markel eröffnet eine Pariser Niederlassung mit einem weiblichen Dreier-Gründungsteam, und der Krankenversicherer Vigo strukturiert sein Vertriebsteam um. Der Versicherer Helvetia splittet sein Ressort Komposit und lässt es von Thomas Lanfermann und Markus Rehle leiten. Das B2B-Insurtech Claimsforce holt sich eine neue HR-Expertin ins Boot, und das Berliner Fintech Optiopay hat einen neuen CFO.

Keine Angst vor GAFA und Insurtechs

Angesichts möglicher Konkurrenz durch große Technik-Konzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple (GAFA) sowie Insurtechs sollten Versicherer nicht in Panik verfallen. Davon zeigte sich Jürgen Cramer, Vorstand der Sparkassen Direktversicherung, auf der K-Tagung von Scor und Meyerthole Siems Kohlruss überzeugt. Den Tech-Konzernen attestierte er nur geringe Ambitionen im Markt, den Insurtechs mangelnden Erfolg. Mit den viel diskutierten Ökosystemen rund um Themen wie Mobilität, Smart Home und Gesundheit tun sich aber auch die Versicherer schwer.

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