Archiv ‘Klimawandel’

Reichelt: „Das können wir besser“

Das Juli-Hochwasser durch Sturm „Bernd“ hat drastisch vor Augen geführt, dass in Deutschland immer noch zu wenige Hausbesitzer gegen Elementarschäden versichert sind. Daran trägt die Versicherungsbranche eine gewisse Mitschuld, aber auch der Staat, glaubt Frank Reichelt, Chef für Nord-, Zentral- und Osteuropa bei der Swiss Re. Die Versicherer hätten den Wert der Deckung nicht gut genug erklärt. „Das können wir besser machen“, sagte er bei einer virtuellen Pressekonferenz. Auch den Verkauf des Hochwasserschutzes als Zusatzdeckung betrachtet er als Fehler. … Lesen Sie mehr ›

Kein weicher Markt in Sicht

Nach Jahren sinkender Preise in der Industrieversicherung ist das Prämienniveau zuletzt stark angestiegen. Eine baldige Rückkehr zur früheren Weichmarktphase sei nicht absehbar, sagte Henning Haagen, Vorstand beim Allianz-Industrieversicherer AGCS, bei einer Veranstaltung der europäischen Risikomanagervereinigung Ferma. Neben hohen Schäden durch Cyberrisiken, die Pandemie und Naturkatastrophen belastet die Inflation die Versicherer. Dennoch sind einige Anbieter durchaus bereit, bei guten Schadenverläufen Gewinne mit Kunden zu teilen. … Lesen Sie mehr ›

Nach Corona kommt wieder die Klimaangst

Die Klimakrise hat während der Pandemie nicht pausiert. Dennoch war das Thema aufgrund der Ausnahmesituation im vergangenen Jahr in den Hintergrund geraten. Das hat sich jetzt wieder geändert, zeigt der diesjährige Risikoreport des Versicherers Axa. Belegten 2020 Pandemien und Infektionskrankheiten noch den ersten Platz, sind es in diesem Jahr wieder die Klimarisiken – zumindest bei den befragten Risikoexperten. Bei Privatpersonen, die noch immer mit der Corona-Krise und ihren Folgen zu kämpfen haben, sieht das anders aus. … Lesen Sie mehr ›

Axa verstärkt Klimabereich

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Gewerbe- und Industrieversicherer Axa XL hat Andy MacFarlane zum Head of Climate ernannt. Die Position wurde neu geschaffen. Der Versicherer will damit unter anderem eine einheitliche Klimastrategie im Konzern etablieren. Außerdem: Die Fonds Finanz-Tochter Pension Benefits erweitert wenige Monate nach der Gründung bereits ihren Vorstand, und der Makler Howden baut das Team für Bauwesen deutlich aus. … Lesen Sie mehr ›

S&P: Rückversicherer unterschätzen Klimarisiken

Die Rückversicherer versuchen zunehmend, dem Klimawandel in ihren Entscheidungsprozessen mehr Raum zu geben. Viele Gesellschaften haben allerdings Schwierigkeiten, diese Überlegungen entsprechend umzusetzen, glaubt die Ratingagentur S&P. In einer aktuellen Analyse kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Rückversicherer ihre Exponierung gegenüber Naturkatastrophenrisiken um bis zu 50 Prozent unterschätzen. Die Möglichkeit, die meisten Verträge jährlich neu zu kalkulieren, reicht nach Ansicht der Analysten nicht, um mit dem Faktor Klimawandel umzugehen. … Lesen Sie mehr ›

BDVM: Bei ESG nicht schneller sein als die Politik

Viele Industrieversicherer haben mittlerweile weitreichendere Klimaziele als ihre Kunden. Unternehmen und Maklern bereitet das Sorgen. Die Gesellschaften sollten nicht versuchen, beim Thema Nachhaltigkeit schneller zu sein, als es die Politik vorgibt, sagte Thomas Haukje, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler, auf einer Fachkonferenz. Spuren bei der Industrie hätten auch die vergangenen Sanierungsrunden hinterlassen. Viele Kundenbeziehungen seien zerrüttet. … Lesen Sie mehr ›

Scor: Gesellschaftliche Risiken auf dem Vormarsch

Großen Krisen folgen meist erst wirtschaftliche und dann gesellschaftliche Probleme. Das wird nach der Corona-Krise nicht anders sein, glaubt Laurent Rousseau, Chef des Rückversicherers Scor. „Wir befinden uns gerade am Beginn dieses Dominoeffekts“, sagte er bei einer virtuellen Veranstaltung im Rahmen des Weltrückversicherungstreffens. Versicherer und Rückversicherer dürften das nicht unterschätzen, mahnte er. Risikomodelle sind dabei nicht das Allheilmittel. … Lesen Sie mehr ›

Neal: Die größte Chance, die wir jemals hatten

Der Klimawandel belastet auch die Versicherungsbranche durch eine Zunahme von Extremwettereignissen. Er bringe nie dagewesene systemische Risiken mit sich, biete aber auch einmalige Chancen für Versicherer und Rückversicherer, sagte Lloyd’s of London-CEO John Neal. Die Gesellschaften könnten als Risikomanager und -träger sowie als Investoren den Übergang zur klimaneutralen Gesellschaft maßgeblich unterstützen. Er sieht die Branche allerdings durch zu strenge Investmentregeln beschränkt, ihr volles Potenzial zu entfalten. … Lesen Sie mehr ›

Zaffino: Es kann nicht beim Status quo bleiben

Immer heftiger werdende Naturkatastrophen, neue Risiken wie Pandemien und Cyberangriffe, ganz zu schweigen vom Klimawandel – all diese Dinge gehen nicht spurlos an der Assekuranz vorbei. Deshalb müssen sich Versicherer anpassen, sagte AIG-Chef Peter Zaffino auf dem GVNW-Symposium. Es könne nicht beim Status quo bleiben. Damit bezieht er sich nicht nur auf Änderungen bei den Preisen und Versicherungsbedingungen, sondern spricht auch die Rolle der Versicherer beim gesellschaftlichen Wandel an. … Lesen Sie mehr ›

Warten auf die Taxonomie

Die EU setzt bei der Begrenzung der Erderwärmung auch auf milliardenschwere Investitionen aus der Privatwirtschaft inklusive der Assekuranz. Bis 2030 sollen die Klimaemissionen stark zurückgehen. Für Unsicherheit sorgt allerdings, dass die Fertigstellung der Taxonomie-Verordnung zur Klassifizierung von Nachhaltigkeit weiter auf sich warten lässt, zeigte eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Berlin. Dass es noch keine klaren Kriterien gibt, begünstigt das Problem des sogenannten Greenwashings. … Lesen Sie mehr ›

Industrie fürchtet Nachhaltigkeitspläne der Versicherer

Die Versicherungswirtschaft sieht sich als Vorkämpfer des Klimaschutzes. Bei der deutschen Industrie stößt das auf Widerspruch. Die Anbieter sollten sich an gesellschaftlich festgelegte Ziele halten, aber nicht als Vorreiter agieren, kritisierte Alexander Mahnke, Versicherungschef bei Siemens und Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft, auf der Jahrestagung des Verbands. Kritik gab es auch daran, dass die Versicherer den Technologiewandel noch nicht ausreichend mit Versicherungsschutz begleiten. … Lesen Sie mehr ›

Swiss Re: Inflation ist der Feind der Versicherer

Die sogenannte soziale Inflation hat den Versicherern und Rückversicherern schon viel Ärger bereitet. Damit ist der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen vor Gericht gemeint. In den USA hat das viele Gesellschaften zu hohen Nachreservierungen für Haftpflichtschäden gezwungen. Die Entwicklung ist noch nicht ausgestanden, warnt der Rückversicherer Swiss Re. Er sieht eine „dritte Welle“ der sozialen Inflation über die Branche hereinbrechen – die es gelte, mit höheren Preisen zu kontern. … Lesen Sie mehr ›

Verdopplung der Schaden- und Unfallprämien bis 2040

Die Prämieneinnahmen in der weltweiten Schaden- und Unfallversicherung werden sich in den kommenden 20 Jahren auf 4,3 Billionen Dollar verdoppeln. Davon geht der Rückversicherer Swiss Re in seiner aktuellen Sigma-Studie aus. Allerdings wird der Businessmix 2040 anders aussehen als heute: Das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherer wird riskanter und volatiler, die zu versichernden Gefahren komplexer. Welche Sparten verlieren und welche gewinnen werden. … Lesen Sie mehr ›