Die Konsolidierer werden wichtiger, traditionelle Industrie-Versicherungsmakler wachsen moderat. Das zeigt das aktuelle Maklerranking des Versicherungsmonitors. Wir listen die 20 größten Industrie-Versicherungsmakler auf, gemessen am Umsatz in diesem Segment im Jahr 2024. Ecclesia und Aon führen weiter, die GGW Group hat Funk vom dritten Platz verdrängt. Global, Marsh und MRH Trowe folgen. Die Konsolidierer gewinnen Marktanteile.
Archiv ‘Makler’
Thomas Zimmermann verlässt GGW
Thomas Zimmermann, einer der Top-Manager des Maklerkonzerns GGW, verlässt die Gruppe zum Jahresende. Nach Informationen des Versicherungsmonitors sucht Zimmermann, 56, keine neue Position, sondern will sich ins Privatleben zurückziehen. Zimmermann hatte das lange von ihm geführte Maklerhaus Dröge im Jahr 2021 an GGW verkauft, wo er zuletzt CEO der Zwischenholding Wecoya Underwriting war.
Neuer Krankenvorstand bei der ALH
Generationenwechsel nach 22 Jahren bei der ALH Gruppe: Wenn Krankenversicherungsvorständin Wiltrud Pekarek im kommenden Jahr in den Ruhestand geht, wird Robert Gladis ihren Posten übernehmen. Das hat der Versicherer bereits jetzt geregelt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Marsh Deutschland, Swiss Re und QBE.
Baobab startet EU-Expansion
Der Cyber-Assekuradeur Baobab wird sein Geschäft ab November in die Benelux-Region (Belgien, Niederlande, Luxemburg) ausweiten. Das Berliner Unternehmen hat dafür Tim van Lier als General Manager an Bord geholt, der zuletzt im Bereich Cyber- und Technologierisiken beim Großmakler Aon tätig war. Baobab erhofft sich große Wachstumschancen in der Region und ist nach eigenen Angaben mit seinem Expansionskurs in Europa noch nicht am Ende.
HBC kauft in Österreich zu
Der Hamburger Maklerkonsolidierer Hanseatic Broking Center (HBC) bleibt auf Expansionskurs. Das Unternehmen, das gerade selbst vom britischen Investor Bridgepoint übernommen wurde, hat in Österreich die Umberio GmbH aus Salzburg und vier angeschlossene Maklerhäuser gekauft. HBC sieht den Schritt als „strategischen Meilenstein“ der Expansion in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz).
Global, Marsh und die Zukunft der Konsolidierer
Der Verkaufsprozess des Kölner Maklerkonsolidierers Global ist in der heißen Phase. Die Verkaufsunterlagen wurden verschickt. Wenn es nach den Eignern geht, sollen die Erwerber deutlich mehr als 2 Mrd. Euro für die Gruppe zahlen. Doch wer ist bereit, das auf den Tisch zu legen? Private-Equity-Investoren? Oder ein Großmakler wie Marsh? Es ist nicht sicher, ob der Verkauf zu diesem Preis überhaupt gelingt. Der Ausgang wird ein Signal für die Zukunft der Konsolidierer und der deutschen Industrieversicherungsmakler sein.
„Privatkunden sind die Verlierer der Konsolidierung“
Die Konsolidierungswelle auf dem Maklermarkt geht am Ende insbesondere zulasten der Kunden, insbesondere der Privatkunden, sagte Bernd Helmsauer, Chef der gleichnamigen Maklergruppe, auf der Fachmesse DKM. Gleichzeitig finde immer weniger Kundenbetreuung statt. Helmsauer berichtete von einer beachtlichen Zahl sogenannter „Bestandsrentner“. Damit meint er Vermittler, die kaum noch beim Kunden in Erscheinung treten – aber auch nicht an einen Verkauf denken, weil ihnen die laufenden Vergütungen eine nette Zusatzrente bescheren.
Nutzt die Maklerkonsolidierung den Kunden?
Konsolidierer ändern die Arbeitsweise der Industriemakler, stellen aber das Berufsbild nicht in Frage. Bei einer Diskussion auf der DKM argumentierten Thomas Wang von Global und Ralph Rockel von MRH Trowe, dass die größeren Gruppen den Maklern die Arbeit erleichtern. Torben Ristau (Bild) von Leue & Nill kann nicht erkennen, dass die Konsolidierer den Kunden einen Mehrwert liefern. Einig waren sich die drei mit Mirela Radoncic von Marsh über den dringenden Handlungsbedarf beim Fachkräftemangel.
DKM und Versicherungsaufsicht
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: die Vermittlermesse DKM in Dortmund, die Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht in Bonn sowie Zahlen von Axa und Scor
Lohrmanns Verunsicherung: Auf Nimmerwiedersehen
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Rundum abgesichert
Aon will Lieferkettenrisiken mit KI managen
Der Großmakler Aon hat ein auf künstlicher Intelligenz (KI) basierendes Tool zur Identifizierung von Lieferkettenrisiken auf den Markt gebracht. Das „Aon Risk Indicator-Tool“ soll Kundinnen und Kunden helfen, Schwachstellen und potenzielle Risiken in ihren Lieferketten zu erkennen.
Wachstum muss den Kunden dienen
Die Digitalisierung mit neuen Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, die regulatorischen Anforderungen, die Fachkräftegewinnung und die Steigerung der Marktmacht zählen zu den Treibern der Konsolidierung, sei es bei Großmaklern oder bei Maklerpools. Bei aller Wachstumseuphorie gerät aber häufig der Kunde aus dem Blick. Aus dessen Sicht hat die Größe des Partners zwar eine Bedeutung, aber sie wird nicht das Hauptkriterium sein, sich für einen Partner zu entscheiden. Im Vordergrund steht vielmehr, ob und wie das Kundenbedürfnis erfüllt wird.
Mord in Baden-Baden
Lektüre Zu Beginn des Treffens in Baden-Baden wird ein Rückversicherungsmakler umgebracht, es gibt sogar noch einen zweiten Mord. Dahinter steckt die heftige Konkurrenz um ein lukratives Geschäft, aber auch enttäuschte persönliche Beziehungen und Freundschaften spielen eine Rolle. Der frühere Rückversicherungsmanager Eduard Fels hat seinen zweiten Kriminalroman veröffentlicht, der in Baden-Baden spielt und nicht mit saftigen Einzelheiten aus dem Alltag der Branche spart.











