Die Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern wollen Vergleichsportale zu einer Provisionsoffenlegung verpflichten. Check24 hält den Vorstoß nicht für zielführend. Die Provisionen, die das Portal von Versicherern, Banken und anderen Anbietern erhält, würden keinen Einfluss auf die Suchergebnisse nehmen, sagte Geschäftsführer Christoph Röttele. Zudem sei eine Offenlegung der Marge auch in anderen Branchen nicht üblich und würde deutsche Portale gegenüber amerikanischen Konkurrenten benachteiligen. Check24 ist optimistisch, dass die Klage des Vermittlerverbands BVK gegen das Portal wegen mangelnder Transparenz keinen Erfolg hat.
Archiv ‘Makler’
Lobby-Verbände der Risikomanager fusionieren
Bisher ist die Industrie in Versicherungsfragen mit zwei getrennten Lobby-Verbänden unterwegs gewesen. Das wird sich jetzt ändern. Die beiden Verbände Deutscher Versicherungs-Schutzverband (DVS) und Bundesverband firmenverbundener Versicherungsvermittler und -gesellschaften (bfV) haben eine Fusion beschlossen. Das teilte DVS-Vorsitzender und Siemens-Risikomanager Alexander Mahnke auf der Hauptversammlung des DVS mit. Er wird auch dem neuen Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft vorstehen.
Start-up Financefox holt Makler ins Boot
Jung, digital und per App erreichbar. Financefox ist ein typisches Insurtech-Start-up – mit einem Unterschied: Anders als Konkurrenten wie Getsafe, Knip und Clark suchen die Berliner den Schulterschluss mit konventionellen Maklern. Die können ihren Bestand auf die Financefox-Plattform übertragen und fortan ihren Kunden eine Versicherungs-App anbieten. Das Start-up hat starke Investoren, ambitionierte Ziele und steht unmittelbar vor einer großen Offensive. In Kürze laufen erste Fernsehwerbespots mit prominenten Gesichtern.
Per Assekuradeur zum Risikoträger
Herbert Frommes Kolumne Jahrelang hatten die Versicherer Sorge, dass ein Internet-Riese wie Google oder Facebook in ihr Geschäftsfeld eindringt und den etablierten Anbietern das Leben schwer macht. Inzwischen glauben die meisten nicht mehr daran. Stattdessen setzen sich die Versicherer mit den Fintechs auseinander. Bislang sind die meisten Vorstände aber der Ansicht, dass die Fintechs kaum in das Kerngeschäft der Versicherer eindringen werden, die Übernahme von Risiken. Beide Annahmen sind wahrscheinlich falsch. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Rechtsform des Assekuradeurs.
Ein Plädoyer für subjektives Underwriting
The Long View – Der Hintergrund Mit dem Brand bei Wiesenhof am Ostermontag gab es einen weiteren großen Feuerschaden in der deutschen Lebensmittelindustrie. Versicherer fragen sich nun, wie sie damit umgehen sollen. Das Zauberwort ist subjektives Underwriting. Instinkt kann präzisere Ergebnisse liefern als rein technisches Underwriting. Statt sich aus ganzen Branchen zu verabschieden, sollten Versicherer einzelnen Kunden genauer auf den Zahn fühlen. Das gilt auch für Makler.
Funk: Interessenkonflikt bei Schadenregulierung
Die Versicherungsmakler haben vor kurzem eine Niederlage vor dem Bundesgerichtshof einstecken müssen. Der BGH urteilte, dass sie keine Schäden mehr für den Versicherer regulieren dürfen. Thomas Abel, Geschäftsführer des Versicherungsmaklers Funk erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, was das Urteil für die Branche bedeutet. Außerdem spricht er über Schadenregulierung, Digitalisierung und sagt, warum es ihn freut, dass Georg Bräuchle vom Konkurrenten Marsh Präsident des Maklerverbands VDVM geworden ist.
Digitalisierung: Risiko oder Chance für Versicherer?
Meinung am Mittwoch Es ist unbestritten, dass die technologischen Entwicklungen der Neuzeit ohne Versicherungen nicht möglich gewesen wären. Nun wird die Versicherungswirtschaft der klassischen Prägung aber zum Opfer einer technologischen Revolution. Die Zukunft scheint neuen Akteuren zu gehören, die mit einfachen, günstigen und flexiblen Produkten schnell Marktanteile gewinnen und konventionelle Versicherungsunternehmen verdrängen könnten. Aber ist das wirklich so?
Knip: Beraten so gut wie klassische Makler
Der Online-Makler Knip schickt eine Kampfansage an traditionelle Vermittler. Gründer Dennis Just sieht das Start-up auf dem Weg zum besten Versicherungsmakler. Dafür arbeite Knip an einer vollautomatischen Auswertung der Kundendaten, sagte er auf einer Veranstaltung in Berlin. Kritik kam von Michael Heinz vom Vermittlerverband BVK. Er bezweifelte, dass den Kunden immer bewusst ist, dass sie Knip mit ihrer Unterschrift als Makler beauftragen.
Allianz: Das Trauma aus 2006
Herbert Frommes Kolumne Die Allianz Deutschland gibt sehr viel Geld für den Umbau der Organisation aus. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung. Gleichzeitig betont das Management unter Manfred Knof immer wieder, dass damit keineswegs weitere Kostensenkungen und ein Arbeitsplatzabbau verbunden seien. Zu tief sitzt die schlechte Erinnerung an den 2006 begonnenen Großumbau. Die Fehler von damals will der Konzern nicht wiederholen. Das ist klug. Aber das Totschweigen der Tatsache, dass die Kosten beim künftigen digitalen Versicherer erheblich unter den heutigen Sätzen liegen müssen, hilft dabei nicht.
Preise in der Industrieversicherung weiter niedrig
Die Preise in der Industrieversicherung bleiben für die meisten Sparten weiter niedrig. Dafür sorgen hohe Kapazitäten, starker Wettbewerb und wenige Katastrophenschäden, so der Großmakler Marsh in seinem aktuellen Marktreport für die EMEA-Region. In den meisten Ländern gehen die Preise für D&O-Deckungen zurück. Bei Kfz-Flottenversicherungen beobachtet Marsh dagegen Prämienanstiege. Große Themen für die Industriekunden werden dieses Jahr Deckungen zu Cyber, Terrorismus und politischer Gewalt sein.
Versicherer üben sich in Neusprech
Meinung am Mittwoch „Neusprech“ nannte George Orwell in seinem Roman „1984“ eine der Diktatur dienende Kunstsprache, deren Worte sinnentleert oder umgedeutet sind. „Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke“ ist wohl eines der bekanntesten Zitate aus dem Roman. Da wird aus dem Kriegsministerium das „Minipax“, eine eliminierte Person zur „Unperson“ und der Superlativ von schlecht lautet „doppelplusungut“. Bei manchen Versicherern scheint man durchaus Freude an einer Art Neusprech zu haben.
Generali strukturiert Maklergeschäft um
Der Konzernumbau bei Generali geht weiter. Jetzt hat der Versicherer angekündigt, das Geschäft mit den Maklern neu zu strukturieren. Private Altersvorsorgeprodukte bietet das Unternehmen künftig nur noch über die eigenen Ausschließlichkeitsvertriebe an. Makler können aber auf Verträge der Tochtergesellschaft Dialog ausweichen. Verträge der betrieblichen Altersversorgung werden über das Generali-Kompetenzcenter in Frankfurt verwaltet und betreut.










