2017 spielte die Munich Re-Tochter Ergo kurz mit der Möglichkeit, ihren Altbestand an Lebensversicherungspolicen zu verkaufen und das Neugeschäft mit einer anderen Gesellschaft zu betreiben. Eine heftige öffentliche Reaktion von Verbraucherschützern und Vertrieblern war die Folge. Ergo entschied sich für einen internen Run-off. Das war eine sehr kluge Entscheidung, berichtete Munich Re-Chef Joachim Wenning und nannte Zahlen. Für externe Kunden soll die neue Plattform in „ein, zwei Jahren“ freigeschaltet werden.
Archiv ‘Munich Re’
Munich Re genießt den harten Markt
Der Rückversicherer Munich Re erwartet für 2022 weiter steigende Gewinne. „Die Marktverhärtung setzt sich fort“, sagte Konzernchef Joachim Wenning. Mit den Zahlen für 2021 ist er sehr zufrieden. Trotz Belastungen durch Covid-19 und durch Naturkatastrophen verdiente der Konzern im vergangenen Jahr 2,9 Mrd. Euro, nach 1,2 Mrd. Euro im Jahr 2020, das stark durch die Pandemie getroffen war. Die Zahlen der Ergo erfreuen die Münchener Chefs besonders. Wenning nahm auch Stellung zur Ukraine-Krise, der Pipeline Nordstream 2 sowie zur Inflationsgefahr.
Munich Re boostert Dividende
Der Rückversicherer Munich Re erhöht die Dividende und beschließt ein weiteres Aktienrückkaufprogramm. Das teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Am Mittwoch will sie Finanzzahlen für 2021 vorlegen. Die Schritte haben ein ähnliches Volumen wie die Maßnahmen der Allianz, die in der vergangenen Woche verkündet wurden. Der Rückversicherer kämpft um die Gunst der Aktionäre – für die bei Versicherungswerten vor allem Dividenden und Rückkäufe zählen.
Rückversicherer im Fokus
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Zahlen für das vergangene Jahr von Munich Re, Scor und Swiss Re, außerdem die Zwischenbilanz des PKV-Verbands zur Corona-Pandemie
Ukrainische Airlines wieder im Normalbetrieb
Ukrainische Fluggesellschaften hatten darüber geklagt, dass Luftfahrtversicherer ihnen die Deckung entziehen wollen und Leasingfirmen ihre Maschinen deswegen zurückfordern. Jetzt berichten die Sky Up Airlines und die Ukraine International Airlines, dass sie wieder im Normalbetrieb arbeiten. Nachverhandlungen mit den Versicherern und das Einschalten der Regierung scheinen gefruchtet zu haben.
NRW bleibt wichtiger Versicherungsstandort
Nordrhein-Westfalen (NRW) ist nicht nur das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, sondern auch einer der wichtigsten Versicherungsstandorte des Landes. Mit über 100 Versicherern ist NRW das Bundesland mit den meisten Anbietern. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos. Versicherer können die Wirtschaft in NRW bei der Transformation unterstützen. Sie werden sich aufgrund der Digitalisierung aber auch selbst wandeln.
Versicherer sind Enabler der Transformation
Meinung am Mittwoch Weniger Fleisch, weniger Flüge, mit weniger Tempo auf die Autobahn in die Berge: Schön wär‘s, wenn das reichen würde. Aber Verzicht allein ist nicht genug, um den Klimawandel zu bekämpfen. Im Kern müssen wir klimaneutral wirtschaften. Es braucht eine Welle neuer Ideen, die das CO2-lastige Geschäft ablösen. Versicherer haben mit ihrer Expertise das Zeug dazu, spezielle Risiken neuer Technologien zu übernehmen und Schwung in das Wachstum der grünen Ökonomie zu bringen.
Zurich präsentiert Zahlen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Jahreszahlen der Zurich, Ergebnisse von Scor zur Vertragserneuerung in der Schadenrückversicherung, SZ-Nachhaltigkeitsforum und Vorstellung einer Prognos-Studie
Cyberversicherer brauchen mehr technische Expertise
Cyberversicherer sollten auch in ihren Schadenabteilungen mehr Mitarbeiter mit technischem Know-how einstellen, so der Rückversicherer Munich Re bei einer Fachveranstaltung. Bei Cyberschäden müssen die Versicherer häufig mit IT-Forensik-Unternehmen zusammenarbeiten, die etwa klären, ob Daten gestohlen wurden. Anhand zahlreicher Beispiele zeigte Munich Re-Experte Jakob von Uckermann, dass es ein Vorteil ist, wenn die Versicherer auch Ahnung von der Arbeit der Forensiker haben.
Notpetya-Angriff: Kriegsausschluss zieht nicht
40.000 lahmgelegte Rechner und über 1,4 Mrd. Dollar Schaden – der Angriff mit der Erpressungssoftware Notpetya im Sommer 2017 hat den US-Pharmahersteller Merck schwer getroffen. Seine Sachversicherer verweigerten die Zahlung und beriefen sich dabei auf den Kriegsausschluss. Jetzt hat ein Gericht in New Jersey geurteilt, dass ein Malware-Angriff nicht von diesem Ausschluss erfasst ist. Der Fall verdeutlicht, dass sogenannte Silent Cyber-Schäden eine ernstzunehmende Gefahr für Versicherer sind.
Nord Stream 2: Versicherungsschutz am Horizont?
Rund 354 Millionen Kubikmeter Gas stehen aktuell in der Pipeline Nord Stream 2 bereit, ins deutsche Gasnetz eingespeist werden, können sie aber nicht. Dem Betreiber des umstrittenen Projekts fehlt nicht nur die Erlaubnis der deutschen Bundesnetzagentur, sondern auch der nötige Versicherungsschutz. Grund dafür waren US-Sanktionen. Das könnte sich jetzt ändern: In den USA ist ein Gesetzesentwurf zu neuen Sanktionen gegen an dem Projekt beteiligte Unternehmen im Senat gescheitert.
Munich Re: „Ida“ ist positives Beispiel für Prävention
Exklusiv Das vergangene Jahr war nach Angaben der Munich Re bei den Schäden durch Naturkatastrophen das zweitteuerste für die Versicherungswirtschaft bisher. In Deutschland hatte die Branche die kostspieligste Überschwemmung jemals zu verkraften. Ernst Rauch, Chef-Klimatologe bei Munich Re, spricht im Interview über die Besonderheiten des Katastrophenjahres 2021, die Rolle des Klimawandels und erfreuliche Erkenntnisse aus dem teuersten Ereignis des vergangenen Jahres, dem Sturm „Ida“ in den USA (Bild).
A.M. Best: Allianz hat weltweit die meisten Assets
Der Münchener Versicherer Allianz hatte laut einem aktuellen Ranking der Ratingagentur A.M. Best 2020 mehr Vermögenswerte (ohne Bankgeschäft) als jeder andere Versicherer auf der Welt. Die Allianz ist der einzige deutsche Anbieter unter den 25 größten Versicherern nach Assets ohne Bankgeschäft. Anders sieht es bei der Rangliste nach Nettoprämieneinnahmen aus. Hier sind für 2020 gleich drei deutsche Versicherer vertreten – einer mehr als im Vorjahr.
2021: Der Jahresrückblick Teil 2
Allianz-Chef Oliver Bäte setzt dem Industrieversicherer AGCS die Pistole auf die Brust, die Haftpflichtkasse wird Opfer eines Hackerangriffs, Sturm „Bernd“ sorgt für teure Verwüstungen, die Hochzeit von Aon und Willis platzt, der Run-off von Lebensversicherern wird wieder ein großes Thema, HG Capital kauft den Maklerpool Fonds Finanz – auch im zweiten Halbjahr 2021 ist in der Versicherungsbranche viel passiert. Zudem kann der Versicherungsmonitor selbst mit Neuigkeiten aufwarten. Lesen Sie den zweiten Teil unseres Jahresrückblicks, in dem wir die aufregendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres 2021 Revue passieren lassen.
2021: Der Jahresrückblick Teil 1
2021 war ein bewegtes Jahr – vor allem für Versicherungsmakler. In der Branche machen sich mit dem Unternehmer Tobias Warweg, MRH Trowe und MLP gleich mehrere Spieler daran, Konkurrenten aufzukaufen. Unterdessen hinterlässt die Corona-Pandemie in den Zahlen der Versicherer und Rückversicherer tiefe Spuren, das Containerschiff „Ever Given“ blockiert den Suez-Kanal und die D&O-Versicherer von Volkswagen einigen sich im Dieselskandal mit dem Konzern auf eine Rekordschadenzahlung. Der Versicherungsmonitor blickt auf die aufregendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres zurück. Hier der erste Teil.













