Archiv ‘Munich Re’

Cyberdeckungen über 1 Mrd. Dollar bald Realität

 Exklusiv  Munich Re-Underwriter Chris Storer traut dem globalen Cyberversicherungsmarkt viel zu. Der Brite ist als Chief Underwriting Officer bei der Einheit Munich Re Facultative & Corporate für das Cyberversicherungsgeschäft des Münchener Rückversicherers mit großen Firmenkunden verantwortlich. Seine Prognose: Schon bald dürfte der Markt Versicherungssummen von mehr als 1 Mrd. Dollar anbieten – und sich damit auf das Level der traditionellen Industrieversicherungssparten begeben. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Storer außerdem, was es mit dem Aus für das Joint Venture „Vector“ auf sich hatte, das Munich Re vier Jahre lang gemeinsam mit Beazley betrieben hat.

Hauptversammlungen in Zeiten von Corona

Eine ganz besondere Einladung verschickte am 19. März die Munich Re: Sie lud zur Hauptversammlung am 29. April 2020 ein, forderte ihre Aktionäre aber nachdrücklich auf, zu Hause zu bleiben, die Diskussion online zu verfolgen und ihr Stimmrecht per Briefwahl oder Bevollmächtigung an das Unternehmen oder an Dritte auszuüben. Auch die Allianz will die Teilnehmerzahl bei ihrer HV am 6. Mai „so gering wie möglich halten“. Die übliche Verköstigung der Aktionäre fällt aus. Wie sich eine möglicherweise verlängerte Kontaktsperre auf die Pläne auswirken wird, ist noch unklar.

Corona-Roundup: R+V, Allianz, Lebensversicherer

Die Corona-Krise zieht weitere Kreise. Mehr und mehr Versicherer stellen zunehmend auf Homeoffice um oder schränken den Kundendienst ein. Aktuelle Beispiele sind HUK-Coburg, Allianz Schweiz und R+V. Es gibt auch neue Meldungen über positiv getestete Mitarbeiter. Auch Analysten reagieren und setzen den Ausblick für den niederländischen Versicherungssektor sowie die Lebensversicherer in Großbritannien und den USA auf negativ. Trotz der Krise hält die Munich Re an ihrem Gewinnziel von 2,8 Mrd. Euro für 2020 fest.

Corona-Fälle bei Generali und Munich Re

Die Versicherer bekommen die Corona-Krise immer deutlicher zu spüren: Die Generali Deutschland meldet fünf infizierte Mitarbeiter. Auch bei der Munich Re gibt es nach einem Verdachtsfall, der sich nicht bestätigt hatte, jetzt den ersten Infizierten am Standort München. Die beiden Konzerne haben alle Kontaktpersonen ins Homeoffice geschickt. Die Generali Deutschland will darüber hinaus so vielen Mitarbeitern wie möglich das Arbeiten von zu Hause ermöglichen.

Corona-Roundup: Cyber, Bayerische, Schäden

Weil viele Angestellte aktuell vom Homeoffice aus arbeiten, öffnen sich Sicherheitslücken, durch die Cyberkriminelle eindringen können, befürchtet der Rückversicherer Munich Re. Außerdem in unserem heutigen Roundup zu Corona und Versicherung:  Bayerische-Vorstand Martin Gräfer hat aufgeschrieben, wie seiner Ansicht nach Unternehmen „planvoll die Corona-Krise meistern“ können.  Weltweit machen sich Betroffene Gedanken über die Betriebsunterbrechung durch Corona. Und: US-Krankenversicherer zahlen Corona-Tests.

Ottonova holt CIO von Munich Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat seit dem 1. März 2020 zum ersten Mal einen Chief Information Officer. Unternehmenschef Roman Rittweger hat Peter Bauer geholt, der 14 Jahre für die Munich Re gearbeitet hatte – zuletzt neun Jahre in Abu Dhabi beim Aufbau eines Krankenversicherers. Von Ottonova ist Bauer begeistert.

Homeoffice statt Geschäftsreise

Die Angst davor, dass sich Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infizieren könnten, geht auch in der Versicherungsbranche um. Der Versichererverband GDV hat seine Internationale Regulierungskonferenz in Berlin abgesagt, viele Versicherer und Rückversicherer haben ihren Angestellten Reiseverbote auferlegt. Besonders streng sind die Regeln bei der Generali.

Munich Re: 2020 Gewinnsteigerung trotz Corona

Der Rückversicherer Munich Re ist hoch zufrieden mit dem Jahr 2019, das gilt auch für die Tochtergesellschaft Ergo. Für 2020 erwartet Konzernchef Joachim Wenning eine weitere Gewinnsteigerung. Das Corona-Virus dürfte die Gruppe dabei nach Einschätzung ihres Top-Managements nicht aufhalten. Sollte es zu einer weltweiten Pandemie mit sehr vielen Toten kommen, würde das den Konzern weniger belasten als ein moderater Hurrikan in den USA. Aus abgesagten Sportveranstaltungen, Messen oder Konferenzen könnte ein „mittlerer dreistelliger Millionenbetrag“ als Schaden auf die Gesellschaft zukommen.

Fitch: Wie Lebengeschäft Rückversicherern hilft

Die europäischen Rückversicherer Swiss Re, Munich Re, Scor und Hannover Rück haben vor allem deswegen so eine starke Position im Markt, weil sie nicht nur im Schaden- und Unfallbereich, sondern auch in der Lebens- und Krankenrückversicherung tätig sind, glaubt die Ratingagentur Fitch. Dadurch sparen sie Eigenkapital, verringern die Volatilität ihrer Erträge und erschließen sich neue Kundenkreise. Bei den Wachstumsaussichten der Sparte ist Fitch optimistischer als der Konkurrent A.M. Best.

Ergo-Chef Rieß verlängert bis 2025         

 Leute – Aktuelle Personalien  Ergo-Chef Markus Rieß soll bis mindestens 2025 die Munich Re-Tochter führen. Der Vertrag war bereits Ende 2019 verlängert worden. Zuerst hatte das Handelsblatt darüber berichtet. Der frühere Deutschlandchef der Allianz steht seit 2015 an der Spitze der Ergo und hat das Düsseldorfer Unternehmen seitdem umfassend umgebaut. Außerdem: Aons langjähriger Chefaktuar Georg Thurnes zieht sich zurück und der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions hat einen neuen Chief Claims Officer.

Corona-Verdacht bei der Munich Re

 Exklusiv  Die Munich Re hat ihre 40.000 Mitarbeiter über einen Verdachtsfall auf eine Corona-Infektion unterrichtet. Der erste Test bei der betroffenen Person sei negativ gewesen, ausschließen könne man eine Infektion aber nur durch einen zweiten negativen Test am Ende der Inkubationszeit. Kolleginnen und Kollegen, die mit der betroffenen Person engeren Kontakt im Büro oder beim Mittagessen hatten, sollen von zuhause arbeiten. In dem Unternehmen wird spekuliert, dass ein privater Kontakt zu einem betroffenen Mitarbeiter des Fahrzeugzulieferers Webasto Auslöser der Vorsichtsmaßnahme sein könnte.

Lang: Versicherer digitalisieren am falschen Ende

Kfz-Versicherer in Deutschland verzetteln sich mit Digitalisierungsprojekten, die einen vergleichsweise geringen Effekt auf den Betrieb haben. Nach Ansicht von Oliver Lang, Chef des Digitalversicherers One aus dem Hause Wefox, machen vor allem viele große Gesellschafen den Fehler, zuerst die Schadenbearbeitung zu digitalisieren. „Das ist schön nach außen und ein netter Marketing-Gag, aber betriebswirtschaftlich völliger Humbug“, sagte er auf einer Fachkonferenz in Köln. Für die Digitalisierung sieht One in anderen Bereichen viel mehr Potenzial.

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