Archiv ‘Perseus’
Cyber-Angreifer aus den eigenen Reihen
Der auf Cyberschutz spezialisierte Versicherer Hiscox erlebte als einer der Pioniere in dem jungen Geschäft, wie heftig Hacker Unternehmen attackieren. Bei einem Kunden ging 2017 plötzlich nichts mehr – die gesamte IT lag lahm. Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte den IT-Dienstleister angegriffen. Als die Attacke einigermaßen ausgestanden war, schlug der Mann nochmals zu. Hiscox zahlte rund drei Mio. Euro für die Schäden des Kunden. Das Cyber-Geschäft ist für Versicherer riskant, weiß Bronek Masojada, Vorstandsvorsitzender der Hiscox-Gruppe. „Würde Hiscox nur Cyber machen, wäre das nicht gut für uns“, sagte er im Interview mit dem Versicherungsmonitor.
Cyber: HDI kooperiert mit Perseus
Der Hannoveraner Versicherer HDI bietet seinen Firmenkunden in der Cyberversicherung künftig auch die Dienstleistungen des Start-ups Perseus an. Das Berliner Unternehmen will Schäden aus Cyberattacken verhindern und setzt dafür vor allem auf Sicherheitsschulungen. Mitarbeiter von Kunden können einen Führerschein für Datensicherheit erwerben. Die Finleap-Gründung Perseus kooperiert bereits mit der Signal Iduna, eine Partnerschaft mit der Gothaer startet demnächst.
Das Cyberjahr 2018 und was 2019 kommt
The Long View – Der Hintergrund Das zu Ende gehende Jahr war prägend für die Zukunft der Cyberversicherung. Zum einen hat die Einführung der europäischen Datenschutzgrundverordnung dafür gesorgt, dass Cybervorfälle auf die Agenda von kleinen und mittleren Unternehmen kommen. Zugleich sind die Angriffe in diesem Jahr immer professioneller und technisch ausgefeilter geworden. Das zeigt sich auch bei den sogenannten Fake President- oder CEO-Fraud-Fällen, die auch im kommenden Jahr eine Gefahr bleiben werden.
Gothaer kooperiert mit Perseus
Cyberversicherungskunden der Gothaer können ab kommendem Jahr auf die Dienstleistungen des Berliner Start-ups Perseus zurückgreifen. Das Unternehmen bietet Systemprüfungen und Mitarbeiterschulungen an. Gothaer-Vorstand Christopher Lohmann zeigte sich mit der Geschäftsentwicklung in der Cyberversicherung zufrieden. Täglich kommen ein bis zwei Neuverträge hinzu, sagte er. Wachstum verzeichnet die Gothaer 2018 auch in der Lebensversicherung, die in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen war.
Digitale Leuchttürme 2018 verliehen
Die Würfel sind gefallen. In Köln sind am Dienstagabend zum fünften Mal die „Digitalen Leuchttürme Versicherungen“ von Google und Süddeutscher Verlag Veranstaltungen verliehen worden. Der Jury ist wie in jedem Jahr die Entscheidung schwer gefallen. Von den zwölf nominierten Kandidaten haben sich am Ende drei durchgesetzt: Eucon Digital, Neodigital und Perseus Technologies. Der „Sonderpreis Vordenker 2018“ ging an das Beratungsunternehmen Risk-Consulting Prof. Dr. Weyer – es erhielt diese Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. Impressionen von der Preisverleihung in Köln sehen Sie in unserer Bildergalerie.
Ping An übernimmt Anteile an Finleap
Der chinesische Versicherungsriese Ping An beteiligt sich an dem Berliner Firmengründer Finleap, der unter anderem den Makler Clark und den Versicherer Element auf den Weg gebracht hat. Gründer und Chef Ramin Niroumand sammelt weitere 41,5 Mio. Euro ein. Damit unternimmt Ping An einen vorsichtigen Schritt nach Europa. Ping An gehört zu den fortschrittlichsten Versicherern in der Technologieentwicklung. Käme es zu einem Markteintritt der Chinesen, könnte das die europäische Versicherungslandschaft erheblich durcheinanderwirbeln.
Niroumands große Pläne mit Versicherern
Der Inkubator Finleap will den Versicherer Element im Ausland etablieren. Durch Outsourcinggeschäfte mit lokalen Versicherern dürfte Element schnell in Europa wachsen, erläutert Finleap-Gründer Ramin Niroumand im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Finleap geht im Versicherungsmarkt derzeit in die Offensive: Niroumand hat eine Vereinbarung mit der DVAG über die Digitalisierung der Vertriebsorganisation geschlossen und öffnet den Makler Clark als Dienstleister. Außerdem will Finleap die Plattformen Finreach Solutions für Privatkunden und Infinitec Solutions für Firmenkunden ausbauen.
Signal Iduna kooperiert mit Start-up Perseus
Das Start-up Perseus und der Versicherer Signal Iduna kooperieren in Sachen Cybersicherheit für kleine und mittlere Unternehmen. Mitglieder des Perseus Cyber Security Clubs erhalten dabei einen Rabatt auf die Cyberpolice der Signal Iduna, ebenso erhalten Versicherungskunden einen Rabatt auf den Mitgliedbeitrag bei Perseus. Der Club soll Firmen helfen, ihr Cyberrisiko zu verringern. Mitarbeiter können Trainingsprogramme für Cybersicherheit durchlaufen, Mitglieder haben Zugang zu Sicherheitstools wie einem E-Mail-Check und bekommen im Ernstfall Unterstützung von IT-Experten.
Hannover Rück spielt Hurrikan-Schäden herunter
Angesichts der möglichen Schäden durch die Hurrikans „Harvey“ und „Irma“ bemüht sich die Hannover Rück, ihre Aktionäre zu beruhigen. Vorstandschef Ulrich Wallin zeigte sich beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo überzeugt, dass die beiden Stürme das Großschadenbudget des Konzerns nicht sprengen werden. Er bekräftigte das Ziel, 2017 einen Gewinn von mehr als 1 Mrd. Euro zu erzielen. Hannover Rück rechnet damit, dass die Preise für Rückdeckungen im nordamerikanischen Markt durch die Hurrikans steigen werden. Insgesamt rechnet der Konzern bei der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2018 mit einem stabilen Prämienniveau.
Cyber: Perseus und Basler buhlen um Mittelstand
Der Mittelstand wird zunehmend interessant für Versicherer und andere Dienstleister, die sich mit Cyberrisiken befassen. Das Berliner Start-up Perseus bietet Systemüberprüfungen und Mitarbeiterschulungen an, schon bald sollen auch Versicherungen vermittelt werden. Hinter Perseus steht Finleap, die Talanx-Tochter Hannover Rück ist beteiligt. Fast zeitgleich ist die Basler mit einer neuen Cyberpolice für kleine und mittelgroße Unternehmen auf den Markt gekommen, die höchste Deckungssumme beträgt 5 Mio. Euro.









