Archiv ‘Rückversicherung’

Schlechtes Branchenimage verprellt Fachkräfte

Versicherer suchen hochkarätige Kandidaten für Führungs- und Analyseaufgaben. Die versuchen sie mit Mentoring-Programmen, Karrierechancen und entsprechend hoher Vergütung zu locken. Das ist auch notwendig, denn die Branche ist bei Nachwuchstalenten nicht besonders beliebt. Prekär ist auch die Bewerbersituation im Vertrieb. Versicherer müssen sich als Arbeitgeber besser präsentieren, damit ihnen nicht die Bewerber ausgehen, warnen Experten.

Scor hat keine Angst vor Pensionsfonds

Der französische Rückversicherer Scor hat 2013 Gewinn und Bruttoprämien gesteigert und die Erwartung von Analysten übertroffen. Ein Hauptgrund ist die Übernahme des US-amerikanischen Lebens-Rückversicherers Generali US. Gegenüber der neuen Konkurrenz von alternativen Kapitalgebern gibt sich das Unternehmen gelassen.

Berkshire will Industrieversicherung aufrollen

Die Investmentgruppe Berkshire Hathaway, die von Warren Buffett geleitet wird, baut die Industrieversicherung in großem Stil aus. Die 2013 gegründete Tochter Berkshire Hathaway Specialty Insurance werde binnen weniger Jahre Milliarden Dollar an Prämieneinnahmen vorweisen, kündigt Buffett an. Das dürfte kaum ohne Übernahmen in der bereits hart umkämpften Branche gehen.

Vorstand Roß verlässt Talanx

Vorstand Heinz-Peter Roß verlässt nach fünf Jahren den Hannoveraner Talanx-Konzern. In der Branche wird spekuliert, dass Roß künftig die Führung der Heidelberger Leben übernimmt, die zur Abwicklungsplattform ausgebaut wird. Die Beteiligten schweigen.

Herbert Fromme

Run-off: Gekommen um zu bleiben

Herbert Frommes Kolumne: Für kleine und alte Bestände in der Schaden- und Unfallversicherung macht es Sinn, für die Lebensversicherung nicht – so sehen viele Versicherungsmanager die künftige Rolle des Run-offs in Deutschland. Mit großer Skepsis betrachten sie die Bemühungen von Investoren, mit der Heidelberger Leben eine Run-off-Plattform für deutsche Lebensbestände zu schaffen. Dabei sollte der Markt froh sein, dass ihm jemand eine solche Möglichkeit bietet.

Swiss Re erfreut Aktionäre

Swiss Re hat 2013 einen Gewinn von 4,4 Mrd. Dollar erzielt – nicht zuletzt wegen der Auflösung von Reserven in Höhe von 1 Mrd. Dollar. Die Aktionäre können sich über eine Sonderdividende freuen, bei der Vertragserneuerung im Januar gibt der Rückversicherer wegen rückläufiger Preise Geschäft ab. Unterdessen ist der bisherige Risikochef David Cole zum Nachfolger von Finanzchef George Quinn ernannt worden, der zum 1. Mai in selber Funktion zur Zurich wechselt.

Schinnenburg wechselt zur Ergo

Der ehemalige Geschäftsführer von Morgen & Morgen, Stephan Schinnenburg, wird Vorstand für das Maklergeschäft in der neugeschaffenen Ergo-Vertriebsgesellschaft EBV. Er löst Rolf Bauernfeind ab, der das Unternehmen verlässt.

Herbert Fromme

Rückversicherer: Überraschungen nicht ausgeschlossen

Herbert Frommes Kolumne: Scor, Hannover Rück und Munich Re haben Zahlen zu den Erneuerungen 2013/2014 vorgelegt. Allen geht es eigentlich gut, alle haben eigentlich ihre Ziele durchgesetzt, der weiche Markt ist zwar da – trifft aber eigentlich nur die anderen. Die Wirklichkeit ist prosaischer: In der vergangenen härteren Marktphase haben die Marktführer sich vollgesogen und können jetzt Schadenreserven auflösen. Dieser Kurs ist endlich – denn das Geschäftsmodell Rückversicherung hat Probleme.

Scor gibt sich kämpferisch

Scor präsentiert sich nach der Vertragserneuerung in der Schaden-Unfallversicherung zuversichtlich. Trotz schwieriger Marktbedingungen hat der französische Rückversicherer sein Prämienvolumen um 5 Prozent gesteigert und nach eigenen Angaben bei den Preisen kaum an Boden verloren. Den voraussichtlichen Gewinn 2013 nannte Scor nicht.

Munich Re wehrt sich gegen Preisdruck

Munich Re musste bei den Verhandlungen mit den Kunden zum 1. Januar Preissenkungen von 1,5 Prozent hinnehmen – nach Ansicht von Analysten ist das angesichts der allgemeinen Preisentwicklung eine positive Überraschung. Der Konzern legte auch erste Zahlen für das Jahr 2013 vor. Der Umsatz ging währungsbedingt leicht zurück, der Gewinn stieg moderat, weil Sonderfaktoren halfen.

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