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Kessler: „Irma erschüttert die Branche“

Im Frühjahr hat der französische Rückversicherer Scor seine Exponierung bei Sturmrisiken in Florida halbiert – aus Preisgründen. Das erläutert Konzernchef Denis Kessler beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo. Die Stürme „Harvey“ und „Irma“ werden also überschaubare Auswirkungen für die Gesellschaft haben. Dennoch glaubt Kessler, dass die Stürme erhebliche Veränderungen im Markt mit sich bringen werden. „Die Branche wird durch Irma erschüttert werden.“

Rückversicherer müssen Geschäftsmodell ändern

Das Geschäftsmodell der Erstversicherer wird sich in Zukunft stark verändern – und das Geschäftsmodell der Rückversicherer gleich mit. Davon zeigten sich Experten auf dem Rückversicherungstag der Süddeutschen Zeitung überzeugt. So kann sich Roland Oppermann, Vorstand bei der SV Sparkassenversicherung, gemeinsame Assistance-Dienstleister von Erst- und Rückversicherern vorstellen. Die Digitalisierung stellt zusätzliche Anforderungen.

Elkann: Kunden keine Konkurrenz machen

Angesichts der anhaltend niedrigen Preise im Kerngeschäft bauen immer mehr Rückversicherer die Erstversicherung aus. John Elkann hält von dieser Strategie nichts. Damit machen die Anbieter ihren Kunden nur unliebsame Konkurrenz, glaubt der Chef der italienischen Investmentgruppe Exor, die im vergangenen Jahr den Rückversicherer Partner Re übernommen hat. Zu Exor gehören auch Fiat Chrysler, Ferrari und der Fußballclub Juventus Turin. Elkann setzt stattdessen auf Größe, die Diversifikation innerhalb der Rückversicherung – und hofft auf bessere Zeiten.

Scor will Aktien zurückkaufen

Der französische Rückversicherer Scor hat seine Bruttobeiträge 2016 wegen gut laufender Geschäfte in der Lebensrückversicherung deutlich gesteigert. Wegen einer Steueränderung in Frankreich verdiente er aber weniger als im Vorjahr. Konzernchef Denis Kessler zeigte sich dennoch zufrieden, auch weil der Rückversicherer über ein Kapitalpolster in Höhe von 200 Mio. Euro verfügt. Kessler stellte ein Aktienrückkaufprogramm und eine Erhöhung der Dividende um zehn Prozent in Aussicht.

Karneval und Bilanzen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Karneval, Talanx-Kaminabend zu Solvency II, Zukunftskongress der Bayerischen, GDV zu steigendem Lebensalter und Zahlen von Scor, Swiss Re, Axa und MLP.

Scor wächst in den USA

Der französische Rückversicherer Scor hat das Beitragsvolumen, das im Januar zur Erneuerung stand, in der Schadenrückversicherung um 5,4 Prozent gesteigert. Das Wachstum kommt vor allem aus den USA. Schaden- und Unfallchef Victor Peignet sagte, damit sei man auf Kurs, um die angepeilte Schaden-und Kostenquote sowie das erwünschte jährliche Beitragswachstum zu erreichen. Bei den Preisen musste Scor einen durchschnittlichen Rückgang um 0,6 Prozent hinnehmen. Peignet sagte, Preisdisziplin der Marktführer sei entscheidend, um unprofitable Bereiche ins Verdienen zu bringen.

Vitality und Bilanzreigen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Vitality-Roadshow von Dialog, Zahlen von Munich Re, Scor und Zurich, Round Table von Signal Iduna sowie KPMG-Pressegespräch zur Cyberversicherung.

Scor will Technologiefirmen versichern

Der französische Rückversicherer Scor will kräftig in der Industrieversicherung wachsen und in Zukunft nicht nur große Industrierisiken zeichnen, sondern auch Insurtechs und Hightech-Firmen versichern. Hier bietet die Assekuranz noch nicht die richtigen Lösungen, meint Scor. Der Rückversicherer zeigt sich sehr optimistisch zu den langfristigen Aussichten der Branche – im Gegensatz zu den Ratingagenturen, die sie mit einem negativen Ausblick versehen haben. Der Makler Willis Re glaubt, dass die sich abflachende Übernahmewelle demnächst wieder Fahrt aufnimmt.

Kfz-Versicherern steht Prämieneinbruch bevor

Seit 2011 steigen die Durchschnittsprämien im Kfz-Versicherungsmarkt. Damit könnte es aber im kommenden Jahr schon wieder vorbei sein. Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss rechnet damit, dass der Höhepunkt der Preisentwicklung erreicht ist und die Prämien ab 2017 wieder sinken könnten. Noch stärker werden allerdings selbstfahrende Autos das Kfz-Versicherungsgeschäft verändern. Der Kfz-Haftpflichtversicherungsmarkt könnte bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent seines Volumens verlieren.

Bayerische: Disruption lässt auf sich warten

Viele Experten erwarten, dass selbstfahrende Autos, Elektrofahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte wie Carsharing die Kfz-Versicherung schon in zehn Jahren komplett verändern werden. Martin Gräfer von der Bayerischen glaubt, dass das Ganze nicht so schnell vonstattengehen wird. Denn Technik und Infrastruktur sind oft noch nicht ausgereift. Auch Telematik-Tarife hält er derzeit noch für keine gute Idee. Erst wenn Autohersteller die im Fahrzeug anfallenden Daten für Versicherer freigeben, können sich die Tarife auch für kleinere Gesellschaften rechnen, erklärte er auf einer Tagung in Köln.

Präsentationen statt Urlaub

 Was die Woche bringt   An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahreszahlen von Axa, Allianz SE und Hannover Rück.

Swiss Re hofft auf Trendwende

Waldbrände in Kanada, Erdbeben in Japan und Überflutungen in Europa haben den Gewinn des Schweizer Rückversicherers Swiss Re im ersten Halbjahr von 2,3 Mrd. Dollar auf 1,9 Mrd. Dollar sinken lassen. Für sich genommen haben diese Schäden nicht das Potenzial, zu höheren Preisen für Rückversicherungsschutz zu führen, glaubt der neue Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler. Zusammen mit sinkenden Margen, schwindenden Reserven und den niedrigen Zinsen könnten sie aber zumindest den Druck in Richtung einer Trendwende erhöhen, glaubt er.

Scor mit Gewinnrückgang

Der Rückversicherer Scor musste im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Grund waren die hohen Naturkatastrophenschäden im zweiten Quartal. Alleine die Waldbrände in Kanada belasten Scor mit 65 Mio. Euro. Mit den Vertragserneuerungen im Juni und Juli war Konzernchef Denis Kessler zufrieden. Die Preise für die erneuerten Verträge seien nur um 0,2 Prozent zurückgegangen.

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