Die Altersvorsorgereform 2027 öffnet einen neuen Massenmarkt für geförderte Vorsorge mit höherem Renditefokus. Entscheidend wird, welche Institute schon heute End-to-End-Prozesse, Datenbasis und Meldewesen so aufstellen, dass Standardprodukte effizient skalieren, schreibt Adesso-Expertin Sandra Weis.
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Altersvorsorge: HDI geht auf Nummer sicher
Bei der Altersvorsorgereform hat der Gesetzgeber den Versicherern ihren Wunsch erfüllt, bei geförderten Produkten auf den Beitragserhalt zu verzichten. HDI will dennoch mit einem klassischen Produkt mit 100 Prozent Beitragsgarantie ins Rennen gehen. Auf dem bAV-Kongress des Versicherers erklärte Vorstand Fabian von Löbbecke die Gründe.
Riester-Reform: Versicherer zwischen neuem Wettbewerb und alten Stärken
Die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge birgt erhebliches Neugeschäftspotenzial für die Finanzbranche in zweistelliger Milliardenhöhe, erwartet die Ratingagentur S&P. Wie viel davon an die Versicherer geht, bleibe abzuwarten. Denselben Marktanteil wie bei Riester werden sie aber wohl nicht erreichen.
Deutscher Staatsfonds soll in Schweden verwaltet werden
Der neue staatliche Altersvorsorge-Fonds soll nach Versicherungsmonitor-Informationen in Schweden verwaltet werden. Experten des erfolgreichen staatlichen AP7-Fonds werden künftig auch deutsche Anlegergelder investieren. Finanzminister Lars Klingbeil und seine Amtskollegin Elisabeth Svantesson sollen sich darüber am Rande einer Finanzministertagung in Brüssel im Grundsatz verständigt haben, berichten Insider. Nachtrag: April, April!
Brodesser: Keine Notwendigkeit für Abschaffung der Beratungspflicht
Die Versicherungsvermittler sind strikt gegen die vom Versichererverband GDV geforderte Ausnahme von der Beratungspflicht für Standardprodukte bei der geplanten Riester-Reform. Das hat der Präsident des Vermittlerverbands BVK Michael Heinz auf einer Podiumsdiskussion in Berlin betont. Unterstützung erhielt er dabei vom CDU-Finanzexperten im Bundestag Carsten Brodesser.
Altersvorsorgereform: Finanztip-Petition fordert Kostendeckel von 0,5 Prozent
Kurz vor der öffentlichen Anhörung zum Altersvorsorge-Reformgesetz im Finanzausschuss des Bundestags am 16. März fordert die gemeinnützige Stiftung des Verbraucherportals Finanztip, die Finanztip Stiftung, deutlich niedrigere Gebühren für die neue staatlich geförderte Vorsorge – und hat eine Petition für einen Kostendeckel von 0,5 Prozent gestartet.
Finanzwende: Kosten von über 0,5 Prozent sind zu viel
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Reform der Riester-Rente enttäuscht aus Sicht der Verbraucherorganisation Bürgerbewegung Finanzwende. Er liefere keine wirksamen Lösungen für die Hauptprobleme hohe Kosten und Komplexität, kritisierte die Vorsorge- und Versicherungsexpertin Britta Langenberg vor Pressevertretern. Der geplante Kostendeckel von 1,5 Prozent für Standardprodukte sei absurd hoch. Nach einer aktuellen Studie von Finanzwende kommen typische Riester-Verträge im Schnitt auf einen niedrigeren Wert.
Riester-Reform: Kostendeckel auf dem Prüfstand
In zwei Wochen soll sich der Bundestag mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge beschäftigen. Vorgesehen ist unter anderem ein neues Altersvorsorgedepot ohne Garantien, die Effektivkosten bei sogenannten Standarddepots sollen bei 1,5 Prozent gedeckelt werden. Die Bundesregierung hat jetzt eine Prüfung angekündigt, ob dieser Satz gesenkt werden muss. Sie reagiert damit auf eine Forderung des Bundesrats. Die Länder hatten auch die Einführung eines „echten“, staatlich organisierten Standardprodukts angeregt.
Riester-Reform: Länder für „echtes“ Standardprodukt
Der Bundesrat hat sich kritisch mit den Plänen der Bundesregierung für eine Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschäftigt. Vor allem das vorgesehene Standardprodukt bleibe hinter den Erwartungen zurück, heißt es in einer Stellungnahme. Nötig sei ein „echtes“ Standardprodukt mit deutlich niedrigeren Kosten, um den Sparern Orientierung zu geben. Die Länder wünschen sich außerdem Änderungen bei der Kinderzulage und eine Einbeziehung der Selbstständigen.
Altersvorsorge: Zucker für die Fonds, Essig für Versicherer
Die Regierung hat sich bewegt und die lang angekündigte Reform der privaten Altersvorsorge tatsächlich auf den Weg gebracht. Damit kann die Versicherungswirtschaft zufrieden sein, schreibt Herausgeber Herbert Fromme. Vor allem die Abschaffung der vollständigen Beitragsgarantie beim Riester-Nachfolgeprodukt dürfte die Branche erfreuen. Doch in dem zentralen Punkt der lebenslangen Rente haben sich die Fonds durchgesetzt, und der Entwurf enthält weitere Kröten für Versicherer und Vertriebe. Das wird zu erheblichen Spannungen führen.
AfW: Lob und Kritik für Riester-Reform
Der Vermittlerverband AfW begrüßt die Pläne der Bundesregierung für eine Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge. Insbesondere das Altersvorsorgedepot sieht er als großen Fortschritt. Allerdings ist auch die Liste der Kritikpunkte umfangreich: Sie reicht vom Kostendeckel beim Standarddepot bis zum Verbot, biometrische Zusatzabsicherungen mit der Altersvorsorge zu verbinden. Auch die Verteilung der Abschlusskosten über die Laufzeit gefällt den Vermittlern nicht.
Wochenspot: Wahlprogramm der Union und JDC
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Kaja Adchayan und Herbert Fromme über die Einführung eines staatlich geförderten Vorsorgeprodukts, wie es die Union plant, und die Übernahme des Software- und Analyseunternehmens Morgen & Morgen durch den Maklerpool JDC.
Union: Private Vorsorge ohne Abschlusskosten
Die Union hat am Montag ihr Programm für die Bundestagswahl veröffentlicht. CDU und CSU wollen ein Modernisierungsjahrzehnt einläuten, versprechen den Menschen aber gleichzeitig Stabilität – etwa in Form einer sicheren Rente. Die Bürger sollen künftig zusätzlich freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen können. Außerdem stellen die Schwesterparteien ein staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt ohne Abschlusskosten in Aussicht, bei dem Leistungsgarantien nicht unbedingt vorgeschrieben sind. Führt das nicht zum gewünschten Ergebnis, könnte es ein staatlich verwaltetes Vorsorgeprodukt geben.
Lohrmanns Verunsicherung: Blaue Briefe für Jogi
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Wie man’s macht, man macht’s verkehrt.















