Der Markt für Insurance-Linked Securities (ILS) hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt und ein Volumen von rund 120 Mrd. Dollar (103 Mrd. Euro) erreicht. Vor allem Katastrophenanleihen und Sidecars trieben das Wachstum, schreibt die Ratingagentur AM Best in einem aktuellen Bericht. Demnach bleibt das Investoreninteresse trotz leicht sinkender Renditen hoch. Rekordemissionen bei Cat Bonds und neue Emittenten zeigen: Der ILS-Markt etabliert sich zunehmend als wichtiger Baustein der Rückversicherungsfinanzierung.
Archiv ‘State Farm’
ChatGPT greift Software-Spezialisten an
Der KI-Konzern Open AI, bekannt durch seinen Chatbot ChatGPT, hat die neue Plattform Frontier auf den Markt gebracht. Sie richtet sich an Unternehmen, auch an Versicherer. Experten sehen darin einen direkten Angriff auf Software-Hersteller wie SAP. Die US-Gesellschaft State Farm gehört zu den ersten Kunden. Unabhängig davon hat der spanische Assekuradeur Tuio ein Werkzeug vorgestellt, mit dem Kunden direkt auf ChatGPT Angebote für ihre Hausratversicherung einholen können.
Die Lehren aus den Waldbränden in Kalifornien
Die kalifornischen Versicherer haben die schweren Waldbrandschäden aus dem vergangenen Jahr relativ gut verkraftet, glaubt die Ratingagentur DBRS Morningstar. Trotz Reformen, die Versicherern unter anderem mehr Möglichkeiten für Prämienerhöhungen einräumen, bleibt die Branche aber anfällig für weitere Großschäden. Dazu trägt auch das wachsende Exposure der staatlichen Auffanglösung Fair Plain bei.
Versicherer-Ranking: Berkshire Hathaway überholt Allianz
Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway führt das aktuelle Ranking der Ratingagentur A.M. Best mit den weltgrößten Versicherern nach Kapitalanlagen außerhalb des Bankgeschäfts an. Damit hat das US-Unternehmen die Allianz von ihrem langjährigen Spitzenplatz verdrängt. Etwas Bewegung gab es auch in der Rangliste der Top 5-Versicherer nach Netto-Prämieneinnahmen, die nach wie vor vom US-Krankenversicherer United Health angeführt wird.
Zeitreise: Katrina, Bayern-Flut, Allianz, Converium, Swiss Re
Vor 20 Jahren Ende August 2005 richtete der Wirbelsturm „Katrina” große Schäden im Süden der USA an, vor allem in New Orleans. In Deutschland machte die Allianz Schlagzeilen. Sie erzielte außergewöhnlich hohe Gewinne und konnte den Abrieb bei Kfz-Risiken verlangsamen. Der Rückversicherer Converium, der später von Scor übernommen wurde, schrieb 2005 wieder schwarze Zahlen, und Swiss Re holte einen neuen Spitzenmanager. Jacques Aigrain sollte eine besondere Rolle in dem Unternehmen spielen.
Rekordwerte bei Cat Bonds trotz sinkender Preise
Auch im ersten Halbjahr 2025 haben Versicherer den Kapitalmarkt fleißig angezapft, um sich gegen Naturkatastrophen abzusichern. Das Volumen der neu aufgelegten Katastrophenanleihen (Cat Bonds) hat laut der Ratingagentur A.M. Best Rekordwerte erreicht. Die Investoren greifen zu, obwohl die Renditen für sie durch die Preisrückgänge im Markt ebenfalls sinken. Vor allem in den oberen Layern machen sich Investoren und Rückversicherer verstärkt Konkurrenz – was noch mehr Druck auf die Preise ausübt.
L.A.-Brände: Klage gegen State Farm und Co.
Von den Januar-Bränden in Los Angeles betroffene Hausbesitzer haben Klage gegen State Farm, Farmers und 25 weitere Versicherer eingereicht. Sie sollen sich verabredet haben, reguläre Gebäudepolicen nicht zu verlängern, sodass Kunden in das abgespeckte und teure Versicherungsprogramm Fair Plan gedrängt wurden. Der Vorwurf lautet auf Verstoß gegen das Kartell- und Wettbewerbsrecht. Kurz zuvor hatten Verbraucherschützer im Zusammenhang mit dem Fair Plan gegen die kalifornische Versicherungsaufsicht geklagt.
Waldbrandschäden in Kalifornien bei 30 Mrd. Dollar
Die Waldbrände in Kalifornien Anfang des Jahres haben versicherte Schäden von über 30 Mrd. Dollar (27 Mrd. Euro) verursacht. Das schätzt die Ratingagentur Morningstar DBRS. Besonders betroffen ist der Versicherer State Farm mit einem Gesamtverlust von 7,6 Mrd. Dollar. Zudem gerät das staatliche Fair-Plan-Programm finanziell an seine Grenzen. DBRS erwartet weitere Prämienerhöhungen, doch regulatorische Hürden bremsen den Prozess.
State Farm darf Preise massiv erhöhen
Der US-Versicherer State Farm darf die Preise für Hausbesitzer in Kalifornien um rund 22 Prozent erhöhen. Der kalifornische Versicherungsaufseher Ricardo Lara hat dem größten Schaden- und Unfallversicherer des Bundesstaates die vorläufige Genehmigung für die Notmaßnahme gegeben. Hintergrund sind die schweren Waldbrände Anfang des Jahres, die zu hohen Schäden und finanziellen Engpässen bei State Farm geführt hatten.
US-Feuer: Wiederaufbau mit Versicherern und Spenden
Exklusiv Die Brände rund um Los Angeles sind endlich eingedämmt. Nun beginnen die Aufräumarbeiten. Sie dürften, ebenso wie die Löscharbeiten, aufwendig und schwierig werden. Das Schadenausmaß ist für Versicherer noch nicht abzusehen, ausgezahlt wurden bisher etwas mehr als 4 Mrd. Dollar (3,9 Mrd. Euro). Klar ist aber bereits, dass Schadenzahlungen allein nicht reichen werden, Spenden sind nötig. Daran beteiligen sich auch die Versicherer.
Banken: Versicherte Brandschäden bei 30 Mrd. Dollar
Die Brände, die weite Teile von Los Angeles verwüstet haben und immer noch nicht unter Kontrolle sind, könnten der Versicherungswirtschaft Schäden von bis zu 30 Mrd. Dollar bescheren, erwarten Analysten der US-Großbanken Wells Fargo und Goldman Sachs. Die Bank JP Morgan hatte in der vergangenen Woche noch von 20 Mrd. Dollar gesprochen. In Kalifornien arbeitet man derweil an Unterstützungsmaßnahmen für das Auffangsystem Fair Plan, auf das eine hohe Schadenlast zukommen dürfte.
Schäden durch Hurrikan „Helene“ größer als erwartet
Der Hurrikan „Helene“, der am Freitag in Florida auf Land traf, hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und bisher mindestens 89 Menschenleben gefordert. Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re korrigierte seine Prognose nach oben und schätzt die versicherten Schäden nun auf einen mittleren bis hohen einstelligen Milliardenbetrag. Die wirtschaftlichen Schäden liegen sehr deutlich darüber. Der Rückversicherungsmarkt dürfte die Folgen des Hurrikans kaum zu spüren bekommen.
Berkshire und State Farm verhageln die Umweltbilanz
Viele US-Versicherer haben es geschafft, den Anteil an fossilen Brennstoffen in ihren Kapitalanlage-Portfolien in den vergangenen zehn Jahren deutlich zu reduzieren. Doch die beiden großen Anbieter State Farm und Berkshire Hathaway setzen weiterhin auf die umweltschädlichen Materialien und vermiesen so der ganzen Branche die Bilanz. Durch ihre Investitionen in Öl-, Gas- und Kohleunternehmen ist der Anteil am Gesamtportfolio der Branche sogar gestiegen. Das zeigt eine Analyse des Wall Street Journals.
Versicherungskrise in Kalifornien spitzt sich zu
Mehr als 350.000 Kalifornier zahlen bald ein Drittel mehr für ihre Gebäudeversicherung. Nach Medienberichten hat die Versicherungsaufsicht einen entsprechenden Antrag des Anbieters Allstate abgesegnet. Weitere 17.000 Kunden von Liberty Mutual müssen sich einen neuen Versicherer suchen. Im September will die Versicherungsaufsicht über neue Regeln diskutieren, um die Krise infolge der hohen Schäden durch Waldbrände einzudämmen.












