Der Rückversicherer Munich Re hat im vergangenen Jahr 6,1 Mrd. Euro verdient und damit seine eigenen Überwartungen übertroffen. Die Aktionäre will der Konzern mit einer üppigen Dividendenerhöhung und einem Aktienrückkaufprogramm beglücken. Trotz dieser günstigen Lage verteidigte Munich-Re-Chef Christoph Jurecka bei der Bilanzpressekonferenz den Stellenabbau bei der Erstversicherungstochter Ergo. Der Konzern müsse auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, sagte er.
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Greco will bei KI „All in” gehen
Der Schweizer Versicherer Zurich blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Gewinn stieg deutlich und damit auch die künftige Dividende für Anteilseigner. Das teilte Zurich-Chef Mario Greco bei der Vorstellung der Jahresergebnisse 2025 mit. Das Unternehmen sei auf dem Weg, die Ziele für 2027 zu erreichen. Zurich sieht großes Potenzial in künstlicher Intelligenz (KI) und investiert derzeit massiv in die Technologie, unter anderem durch den Aufbau eines KI-Labors. Ein Stellenabbau sei nicht vorgesehen. „Wir wollen bei KI ‚All In‘ gehen“, kündigte Greco an.
Stellenabbau: Ergo und Verdi unterzeichnen sozialen Rahmenplan
Die Munich Re-Tochter Ergo will verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen und bis 2030 rund 1.000 Stellen in Deutschland abbauen. Jetzt hat sich der Versicherer mit der Gewerkschaft Verdi auf einen sozialen Ordnungsrahmen geeinigt. Zentrale Punkte sind wie bereits angekündigt der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, Standortgarantien und die Einrichtung einer „Reskilling Akademie“, um Mitarbeitende umzuschulen.
Ergo macht Ernst mit dem Stellenabbau
Die Munich-Re-Tochter Ergo will in den nächsten fünf Jahren in Deutschland 1.000 Stellen streichen. Darauf hat sich der Düsseldorfer Versicherer mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind ausgeschlossen. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, sollen umgeschult werden. Das Handelsblatt hatte darüber zuerst berichtet. Die Maßnahme ist Teil des Zukunftsprogramms „Ambition 2030“ der Munich Re, das Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Mio. Euro vorsieht.
Stellenabbau: Fluktuation allein reicht bei Ergo nicht aus
Die Munich Re hatte Anfang Januar mit dem Plan, Stellen in der IT und Verwaltung nach Indien und Polen zu verlagern, für Furore gesorgt. Frei werdende Stellen sollen nicht oder nur an anderen Standorten als Deutschland nachbesetzt werden. Bei der Tochter Ergo reicht die natürliche Fluktuation für die gesetzten Ziele womöglich nicht aus, räumt der neue Munich Re-Chef Christoph Jurecka jetzt ein. Ein Grund ist die künstliche Intelligenz, die viele Jobs tiefgreifend verändert. Kündigungen soll es aber nicht geben, stattdessen Weiterbildungs- und Abfindungsangebote.
Deutsche CEOs ringen mit KI
Mehr als die Hälfte der CEOs in Deutschland beschäftigen sich mit der Frage, ob ihr Unternehmen mit der Geschwindigkeit des technologischen Wandels mithalten kann. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsprüfers und Beraters PwC. Laut den Umfrageergebnissen haben sich Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) bislang kaum gelohnt. Trotzdem sehen sich hiesige Geschäftsführer gut gerüstet für die Zukunft.
Zeitreise: Allianz, Gerling, Talanx, Zurich
Drei Ereignisse bestimmten die Schlagzeilen über die deutsche Versicherungswirtschaft im vierten Quartal 2005: Die Allianz änderte ihre Struktur und plante einen weitreichenden Arbeitsplatzabbau. Talanx setzte sich gegen Cerberus bei Gerling durch und übernahm den Rivalen. Außerdem musste die Branche mit den Folgen des Hurrikans „Katrina“ fertigwerden, der Ende August 2005 mehr als 1.800 Menschenleben kostete und Schäden in Milliardenhöhe anrichtete.
Helvetia Baloise baut bis zu 2.600 Stellen ab
Der frisch fusionierte Versicherer Helvetia Baloise baut im Zuge der Umstrukturierung des Konzerns Stellen in vierstelliger Höhe ab. Bis zu 2.600 Jobs sollen durch den Zusammenschluss wegfallen und so die Profitabilität des Unternehmens steigern. Der Löwenanteil entfällt dabei auf die Schweiz, aber auch Deutschland ist betroffen.
Deutschlandchef der Helvetia geht
Nach dem offiziell am 5. Dezember vollzogenen Zusammenschluss von Baloise und Helvetia gibt es in Deutschland einen prominenten Abgang: Der bisherige Helvetia-Deutschlandchef Volker Steck verlässt das Unternehmen – nach Angaben des Unternehmens und Stecks auf seinen Wunsch. Deutschland ist der einzige Auslandsmarkt der Schweizer Versicherer, in dem bislang beide vertreten sind.
Weniger Angst vor dem KI-Austausch
Nimmt die künstliche Intelligenz (KI) den Beschäftigten der Versicherungsbranche die Jobs weg? Zumindest 1.500 von ihnen, die noch bei Allianz Partners angestellt sind, passiert das aktuell. Statt auf eine zunehmende KI-Angst deutet eine aktuelle Studie jetzt auf das Gegenteil hin: Die Angst in der Branche, von der Technologie ersetzt zu werden, nahm zuletzt deutlich ab. Grund zur Beruhigung ist das allerdings längst nicht.
Rollinger zu Allianz: „Das schafft kein Vertrauen“
R+V-Chef Norbert Rollinger wirft der Allianz „unnötige Panikmache“ vor. Das Unternehmen hatte, wie der Versicherungsmonitor berichtete, den Abbau von mehr als 1.500 Stellen bei Allianz Partners mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) begründet. Das sei nicht förderlich dabei, die Akzeptanz neuer Technologien zu stärken und Belegschaften auf Veränderungen vorzubereiten, findet Rollinger. Sein Unternehmen setze auf vorausschauende Personalplanung, sagte er bei einer Handelsblatt-Konferenz.
VIG sichert sich 98,38 Prozent an Nürnberger
Die Vienna Insurance Group (VIG) hält jetzt 98,38 Prozent der Aktien der von ihr übernommenen Nürnberger Versicherung, nachdem die Annahmefrist des Erwerbsangebots für Aktionäre am 21. November endete. Das geht aus den Geschäftszahlen der ersten neun Monate 2025 der Gruppe hervor. Die VIG hatte bereits in einer Ad-hoc-Meldung ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöht und zeigt sich mit den aktuellen Geschäftszahlen zufrieden.















