Unter den Allianz-Vertretern wächst die Unzufriedenheit. Dabei geht es nicht ums Geld – die meisten von ihnen haben in den vergangenen Jahren deutlich mehr verdient, weil der Konzern kräftig wächst. Grund für die Verärgerung sind Probleme in der IT und mit dem Innendienst. Vor allem in der Allianz Privaten Krankenversicherung und in manchen Teilen der Sachversicherung, zum Beispiel Tierkrankenpolicen, gibt es Probleme. Bei der APKV habe es inzwischen überwundene Bearbeitungsrückstände gegeben, erklärt Vorstandsmitglied Joachim Müller. Probleme in anderen Sparten sieht er als Einzelfälle, die auch durch das starke Wachstum der Allianz entstanden seien. … Lesen Sie mehr ›
Herbert Frommes Kolumne So, jetzt zahlt auch der digitale Krankenversicherer Ottonova Provisionen. Haben wir ja gleich gesagt, werden sich einige erfahrene Versicherungsmanager sagen. Es geht halt nicht ohne, Versicherung wird nicht gekauft, sondern muss verkauft werden. Fast gleichzeitig kommt der US-Direktversicherer Lemonade auf den deutschen Markt. Er setzt bislang auf das Direktmodell, nur bei Bankenkooperationen will er für die Vermittlung zahlen. Auch das wird schwierig werden. Man könnte meinen, das Direktmodell sei tot – wenn es nicht die HUK-Coburg mit der HUK24 gäbe, und wenn nicht die Allianz gerade genauso einen reinen Direktversicherer bauen würde. … Lesen Sie mehr ›
Versicherungsvermittler sollten Zusammenschlüsse und Kooperationen in ihrer Branche vorantreiben, um zukunftsfähig zu bleiben. Davon zeigte sich der Präsident der Kölner Industrie- und Handelskammer (IHK) Werner Görg am Donnerstag auf dem IHK-Vermittlertag überzeugt. Der Aufsichtsratschef und frühere Vorstandschef der Gothaer glaubt, dass Vermittler nur so den sich wandelnden Bedürfnisse ihrer Kunden an die Beratung gerecht werden und gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen und den Effizienzdruck bewältigen können. Görg verglich die Situation mit der von mit Anwälten, die sich mit ihren jeweiligen Spezialgebieten zusammenschließen. … Lesen Sie mehr ›
Die Deutsche Familienversicherung in Frankfurt wird künftig Risikolebenspolicen der VPV Lebensversicherung online verkaufen. Die VPV Leben gehört zum Versicherungsverein Vereinigte Postversicherung in Stuttgart. Als Teil der engeren Kooperation sitzt VPV-Chef Ulrich Gauß seit Donnerstag im Aufsichtsrat der Familienversicherung. Der Stuttgarter Versicherer hält seit dem Börsengang der Familienversicherung 15 Prozent an der Frankfurter Gruppe. Jetzt hat er sein Engagement als strategisches Investment deklariert, vorher war es ein Finanzinvestment. … Lesen Sie mehr ›
Die Provinzial Rheinland und die Westfälische Provinzial fusionieren, der Axa-Konzern schluckt für mehr als 15 Mrd. Dollar die Industrie- und Rückversicherungsgruppe XL, die Generali verkauft ihre deutsche Lebensversicherung an den Abwickler Viridium und die Bundesregierung ändert die Regeln für die Berechnung der Zinszusatzreserve – 2018 war ein spannendes Jahr für die Versicherungsbranche. Für Wirbel sorgten auch die Debatte um einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung, die Pläne der Allianz für einen europäischen Direktversicherer und die zahlreichen personellen und strategischen Umbaumaßnahmen bei Axa, Ergo & Co. Der Versicherungsmonitor blickt auf die aufregendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres […] … Lesen Sie mehr ›
Das Neugeschäft läuft in der deutschen Lebensversicherung immer schleppender. Laut einer Studie des Beraters und Maklers Willis Towers Watson ist das Volumen 2017 gegenüber dem Vorjahr um knapp drei Prozent auf 7,6 Mrd. Euro geschrumpft. Der Trend, dass immer weniger große Anbieter einen immer größeren Teil des Marktes kontrollieren, setzt sich fort. Bei der Verteilung auf die Vertriebswege gab es kaum Veränderungen: Ausschließlichkeitsvermittler haben mit knapp einem Drittel den größten Anteil, gefolgt von Maklern und Mehrfachagenten sowie von Banken. Den größten prozentualen Rückgang gab es im Direktgeschäft, das größte Plus im bAV-Konsortialgeschäft. … Lesen Sie mehr ›
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Trotz der Uneinigkeit der Vermittlerverbände über den Provisionsdeckel gab es versöhnliche Töne auf der 100-Jahr-Feier des Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler in Hamburg. … Lesen Sie mehr ›
CapitalG, der Investmentarm der Google-Mutter Alphabet, hat einen Minderheitsanteil an dem Software-Hersteller Applied Systems erworben. Das Unternehmen entwickelt cloud-basierte Managementsysteme für Vermittler und bietet auch einen Single Sign-in an. Google soll keinen Zugriff auf die Daten von Applied Systems bekommen, will durch die Beteiligung aber mehr über Versicherungen lernen. Damit hat der Konzern außerdem einen ersten Fuß im europäischen Versicherungsmarkt, denn Applied Systems ist in Großbritannien und Irland vertreten. In den USA ist Google schon länger aktiv und hat unter anderem in den Digitalversicherer Oscar investiert. … Lesen Sie mehr ›
Obwohl sich immer mehr Unternehmenskunden vor dem Abschluss einer Versicherung im Internet informieren, kauft die überwiegende Mehrheit von ihnen die Police dann doch bei einem traditionellen Vertreter oder Makler. Das hat eine Befragung des Beraters EY Innovalue unter 500 Gewerbekunden ergeben. Laut der Studie steigt die Bereitschaft zum Online-Abschluss mit der Unternehmensgröße und sinkt mit zunehmendem Alter der Versicherungskunden. … Lesen Sie mehr ›
Die IT-Anbindung der Allianz-Vertreter zu den konzerneigenen Systemen war in den vergangenen Wochen schwer gestört. Mehrere Tage konnten viele Vermittler nicht auf Daten zugreifen. Verdienstausfälle waren die Folge. Andreas Nolte, Chief Information Officer der Allianz Deutschland, gibt in einer bemerkenswert klaren Selbstkritik fehlerhafte Vorbereitungen von Systemanpassungen sowie Fehleinschätzungen zu. Die Vermittler verlangen eine finanzielle Entschädigung, dazu will sich der Konzern nicht äußern. … Lesen Sie mehr ›
Herbert Frommes Kolumne Sind Versicherungsvertreter noch nötig? Ich glaube ja. Aber sie werden künftig anders arbeiten als heute – weg vom Verkäufer hin zum echten Vertreter des Unternehmens. Es wird auch sehr viel weniger Vertreter geben als bislang. Und die Aufgaben werden sich ändern, sie werden Begleiter ihrer Kunden. Zu den neuen Aufgaben passt es nicht mehr, sie vor allem über Provisionen zu bezahlen. Stattdessen müssen sie ein Gehalt bekommen. … Lesen Sie mehr ›
Die Zahl der Versicherungsvermittler ist weiter gesunken. Anfang Juli lag sie nach Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags bei 206.110. Im Januar waren es noch 220.825 registrierte Vermittler. Der Rückgang ging vor allem zu Lasten der gebundenen Vertreter. Ihre Zahl sank zwischen Januar und Juli von 140.211 auf 125.419. Damit hat sich der Vermittlerschwund gegenüber dem vergangenen Jahr beschleunigt. … Lesen Sie mehr ›
Michael Heinz, Präsident des Vermittlerverbands BVK, sieht Versicherer und Vermittler nicht mehr in einem Boot sitzen. Die Gesellschaften investieren seiner Meinung nach zu viel Geld in digitale Vertriebe und sprechen sich auch noch für vereinfachte Regeln für sie aus, monierte er auf einer Lebensversicherungskonferenz in Köln. Auch die Diskussionen um den Provisionsdeckel hätten die Vermittler den Versicherern zu verdanken. Während die Provisionen bei den Vermittlern wie gewünscht zurückgegangen seien, seien die Kosten der Versicherer sogar gestiegen, kritisierte er. … Lesen Sie mehr ›