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Willis: Mehr Wettbewerb im Industriegeschäft

Für Unternehmen kann es sich angesichts des verbesserten Marktumfelds in der Industrieversicherung lohnen, ihre Versicherungsprogramme zu überprüfen. Das empfiehlt der Makler und Risikoberater Willis. Angesichts mehr Wettbewerbs in verschiedenen Sparten lassen sich potenziell bessere Bedingungen aushandeln – zumindest für Unternehmen, die ihre Risiken gut kennen und professionell managen.

Willis-Chefin Lucy Clarke: „Etwas tun und nicht nur darüber reden“

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Der Makler Willis hat in Deutschland in den vergangenen Jahren spürbar Markanteile verloren. Die 2021 gescheiterte Fusion mit dem Rivalen Aon brachte Unruhe und hohe Fluktuation für den gesamten Konzern Willis Towers Watson, zu dem der Makler gehört. Mitte 2024 holte die Gruppe die erfahrene Managerin Lucy Clarke von Marsh, um die Wende einzuleiten. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt sie, wie Willis bei Kunden punkten will und warum sie an eine Fusionswelle unter den Versicherern glaubt.

Reputationsrisiko Promi-Werbung

Der Makler Willis hat ein datenbasiertes Modell entwickelt, mit dem sich die Reputationsrisiken von Unternehmen, die mit Werbeträgern und Markenbotschaftern zusammenarbeiten, bemessen lassen sollen. Das Modell ist in Zusammenarbeit mit dem britischen Datenunternehmen Polecat entstanden und basiert auf künstlicher Intelligenz.

Herausforderndes Risikoumfeld für globale Unternehmen

Das Risikoumfeld für global agierende Unternehmen ist auch im Jahr 2025 angespannt geblieben und hat sich zum Teil verschärft. Das hat der britische Makler und Berater Willis auf Basis der bei Alert:24, dem Sicherheits- und Krisenmanagement-Beratungsdienst von Willis, gemeldeten Vorfälle festgestellt. Demnach führten geopolitische Spannungen, wirtschaftlicher Druck und soziale Unruhen zu stärkeren Bedrohungen für Personen und Vermögenswerte. Unternehmen reagierten mit verstärkten Schutzmaßnahmen und Resilienzstrategien.

Willis: „Früher oder später endet jede Glückssträhne“

Versicherer sollten die Tatsache, dass die Katastrophenschäden im vergangenen Jahr nicht weiter gestiegen sind, keinesfalls als Zeichen für eine Entwarnung deuten, mahnt der Makler Willis. Dieses Glück werde nicht von Dauer sein, erklärt Scott St. George, Head of Weather & Climate, in einem aktuellen Bericht. Versicherer könnten die Risiken zwar immer besser abbilden, dies führe aber zu höheren bis unbezahlbaren Preisen. Auch für Europa wird es schwieriger.

Luftfahrtversicherung: Die Realität ist nuanciert

Das Jahr 2025 war, so könnte es auf den ersten Blick wirken, ein Jahr der Flugzeugunglücke. Zuletzt wurde auch der Versicherungsmarkt in diesem Segment etwas härter. Daraus lasse sich allerdings kein Trend ableiten, schreibt der Makler Willis. Denn die Realität sei deutlich nuancierter. Ein bisschen so wie in der Kfz-Versicherung.

Industrieversicherer 2026 deutlich selektiver

Die Industrieversicherung steht nach einer Zeit, in der sich der Markt zunehmend verhärtet hat, vor einer Neuausrichtung, schreibt der Makler Willis in einem Marktkommentar. Er sieht individuell zugeschnittene Absicherungskonzepte an die Stelle von preisgetriebenen Standardlösungen treten. Gleichzeitig werden die Industrieversicherer selektiver und fordern von den Kunden mehr Risikotransparenz, eine belastbare Datenqualität und Präventionsmaßnahmen.

Marsh McLennan wird zu Marsh

Der US-Makler und Berater Marsh McLennan benennt sich um. Künftig will er nur noch als Marsh auftreten, dem Namen der Maklereinheit der Gruppe. Der Berater Mercer heißt künftig Marsh People and Investments, der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter wird zu Marsh Re. Einzig der Berater Oliver Wyman darf seinen Namen größtenteils behalten. Auch andere Großmakler haben in den vergangenen Jahren an ihren Namen geschraubt.

HDI Global: Neuer Head of Engineering Underwriting

Leute – Aktuelle Personalien

HDI Global hat Bob van Alphen zum Head of Engineering Underwriting ernannt. Ab dem 15. September leitet er bei dem Industrieversicherer eines der beiden nach Regionen gegliederten Teams, die für das weltweite Engineering Underwriting verantwortlich sind. Van Alphen kommt von Everest und war davor etliche Jahre bei Allianz Global Corporate & Specialty tätig. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Volkswagen Financial Services, dem Assekuradeur Dual Europe sowie bei Willis und dem Abwickler Compre.

Preise: Entspannung, aber nicht überall

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Die Preise in der Industrieversicherung entwickeln sich zugunsten der versicherungsnehmenden Wirtschaft, beobachten Experten. Allerdings müssen Segmente und Branchen differenziert betrachtet werden. Während die Prämien in der industriellen Sachversicherung stagnieren, steigen die Preise in der Haftpflichtversicherung, insbesondere in den USA. Problematisch bleibt die Kfz-Flottenversicherung, während die D&O-Sparte trotz zunehmender Firmenpleiten starke Preisrückgänge verzeichnet. Besonders viel Bewegung ist in der Cyberversicherung.

Willis kooperiert mit Klimaforschern

Waldbrände werden weltweit zu einer immer größeren Bedrohung – nicht nur für Natur und Menschen, sondern auch für Versicherer. Der Makler Willis und die University of East Anglia starten jetzt ein gemeinsames Forschungsprojekt, um die Risiken besser zu verstehen. Ziel ist es, Versicherern wissenschaftlich fundierte Daten zu liefern, damit sie Schäden besser einschätzen und Strategien gegen das wachsende Risiko entwickeln können.

Tim Bethge Hiscox Deutschlandchef

Hiscox findet neuen Deutschlandchef

 Leute – Aktuelle Personalien  Tim Bethge wird der neue Deutschlandchef von Hiscox. Anfang März hatte sein Vorgänger Markus Niederreiner den Spezialversicherer überraschend verlassen. Außerdem: Der auf Cyberdeckungen spezialisierte US-Assekuradeur Resilience expandiert nach Deutschland und Österreich und hat dafür Thorsten Mairhofer als Head of Germany and Austria verpflichtet, der ehemalige Blau-Direkt-Manager Oliver Lang kehrt der Branche den Rücken, und der Versicherer Relyens verstärkt den Bereich Account Management in Deutschland.

Das neue Traumpaar Willis/Howden?

Offiziell abgesagt ist die milliardenschwere Übernahme des US-Maklers Risk Strategies durch den britischen Maklerkonzern Howden bislang nicht. Aber offenbar gibt es größere Probleme, es ist die Rede davon, dass die Gespräche gescheitert sind. Die US-Übernahme sollte David Howden das Sprungbrett liefern, das Unternehmen endlich an die Börse zu bringen. Was tut er, sollte das US-Geschäft nicht funktionieren? Mancher in der Branche spekuliert über ein Zusammengehen mit Willis.

Herausforderndes Assekuradeursgeschäft

Assekuradeure oder Managing General Agents (MGA) sind im Trend. Den aktuellen MGA-Hype könne er allerdings nicht nachvollziehen, erläuterte Ecclesia-Chef Jochen Körner bei einer Konferenz des Spezialmaklers Finlex. Dass das Assekuradeursgeschäft herausfordernd ist, berichtete Rainer Gelsdorf von der Württembergischen – die als einer der Risikoträger des insolventen Cyber-Assekuradeurs Cogitanda in dem Bereich jetzt besonders gründlich hinschaut.

Willis sieht stabilen Industrieversicherungsmarkt

 Exklusiv  Obwohl die Preise in der Industrieversicherung nicht mehr so stark steigen, kann man nach Einschätzung des Maklers Willis noch nicht von einem weichen Markt sprechen. „Wir befinden uns in einer stabilen Marktphase mit Ausschlägen nach oben und nach unten“, sagt Lukas Nazaruk, Head of Corporate Risk & Broking Deutschland und Österreich, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Auch in Sparten wie der Haftpflichtversicherung, wo der Preistrend eher nach unten zeigt, haben es die Kunden nicht immer leicht.

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