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Schäden durch politische Risiken stark angestiegen

Unternehmen haben im vergangenen Jahr vermehrt Schäden durch politische Risiken erlitten. Dies hat dazu geführt, dass die Firmen nun ihr eigenes Risikomanagement überdenken. Außerdem darf die Gefahr eines politischen Schadens nicht mehr wie eine Art Naturgefahr eingeschätzt werden, sondern wie ein ganz alltägliches Risiko, das jeden treffen kann. So lauten die Ergebnisse einer Umfrage des Makler- und Beratungsunternehmens WTW in Zusammenarbeit mit Oxford Analytica.

Mehr Daten für die Risikoanalyse nutzen

 Meinung am Mittwoch  Die Nutzung von Daten für die Risikoanalyse könnte ausgefeilter sein. Es ist an der Zeit, das Blickfeld zu erweitern: Es gibt zahlreiche Quellen für Wirtschafts- und Risikoinformationen. Anstatt sich einer beliebigen Wirtschaftsauskunftei zu bedienen, könnten Versicherer längst aus einem ganzen Ökosystem schöpfen und von unterschiedlichen Spielarten des Risikomanagements profitieren. Damit könnten sie Unternehmen besser einstufen und unbekanntes Umsatzpotenzial heben. Auch die Kunden würden profitieren.

D&O: Vertrauensverlust durch falsche GDV-Zahlen

Um die zum Teil heftigen Preissteigerungen in der D&O-Versicherung in den vergangenen Jahren zu rechtfertigen, haben einige Versicherer gern auf die hohen Schadenquoten in der Statistik des Versichererverbands GDV verwiesen. Die hatten sich Ende letzten Jahres als fehlerhaft und zu hoch erwiesen. Das habe zu einem massiven Vertrauensverlust auf Kundenseite geführt, kritisierte der Makler Harald Köberich (im Bild links) auf einer Fachveranstaltung. Der harte Markt wäre seiner Meinung nach aber so oder so gekommen. Inzwischen stehen die Zeichen aber wieder auf Entspannung.

WTW baut Cyber-Bereich aus

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler und Berater WTW verstärkt sich im Cyber-Bereich – mit Experten vom Konkurrenten Howden. Theodoros Bitis (Bild), der zuvor das Cyber-Geschäft der Howden Gruppe in Deutschland verantwortet hatte, wird bei WTW Head of Cyber für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Cyber-Experte Lars Widany wechselt von der Howden-Tochter Hendricks zu WTW. Außerdem: Der Allianz Industrieversicherer AGCS will die Bedeutung der Spezialversicherung in der neuen Strategie mit einer Ernennung unterstreichen, und Lloyd’s hat einen neuen Chief Operations Officer.

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Von der Vision zur Plattform

 Meinung am Mittwoch  Erfreuliche Nachrichten gab es Anfang des Monats auf der WTW-Konferenz Insurer Summit: Die große Mehrheit der von uns befragten Versicherungsmanager denkt, dass automatisierte Risikoaustauschplattformen in zehn Jahren der Standard am Markt sein werden. Warum mich das so freut? Weil wir in der Theorie schon sehr lange darüber sprechen. Und weil ich überzeugt bin, dass Automatisierung für eine erfolgreiche Industrieversicherung künftig unverzichtbar ist.

Mathias Pahl wird Acrisure-Deutschlandchef

 Exklusiv  Der US-Makler Acrisure hat Mathias Pahl zum Chef seiner neuen deutschen Tochtergesellschaft ernannt. Acrisure kommt als Konsolidierer in den Markt und will kleinere Maklerhäuser übernehmen. Pahl war knapp 20 Jahre bei Willis Towers Watson, zuletzt als Chef der Maklersparte. Neben Acrisure hat auch das schwedische Maklerhaus Söderberg & Partners den Plan, in Deutschland durch Zukäufe rasch zu wachsen – so wie eine ganze Reihe anderer Firmen.

Aon und Metzler kooperieren bei bAV

 Exklusiv  Der Makler und Berater Aon und das Frankfurter Bankhaus Metzler arbeiten künftig bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zusammen. Damit schließt Aon eine Lücke im Angebot für Unternehmen, die ihre Altersvorsorge extern betreuen lassen wollen. Die ursprünglich für diesen Zweck vorgesehene Tochter United Pensions Deutschland hatte der Makler Ende 2022 aufgelöst. Eigentlich hatte er darauf gesetzt, mit der geplanten Fusion mit Willis Towers Watson deren Spezialisten für die betriebliche Altersvorsorge zu gewinnen. Doch der Zusammenschluss war 2021 gescheitert.

Das Jahr optimistisch angehen

 Meinung am Mittwoch  Der Jahreswechsel allein verändert nichts an unserem krisengeschüttelten Umfeld. Was wir jedoch ändern können, ist unser Umgang mit der Situation: Neben der Vorbereitung auf Worst-Case-Szenarien ist die Auseinandersetzung mit überraschenden positiven Entwicklungen ebenso wichtig.

2022: Der Jahresrückblick Teil 1

Nach einem bewegten Jahr 2021 geht es 2022 stürmisch weiter – im wahrsten Sinne des Wortes. Während viele Versicherungsmakler weiterhin in Shopping-Laune sind, wird die Versicherungswirtschaft von einer großen Sturmserie und dem Angriff Russlands auf die Ukraine überrumpelt. Der Versicherungsmonitor blickt auf interessante Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres zurück. Hier der erste von insgesamt drei Teilen.

Was heißt gute Führung?

 Meinung am Mittwoch  Eine gute Führungspersönlichkeit muss mehr mitbringen als nur fachliche Kompetenz. Denn die Führung von Mitarbeitenden und die Motivation eines ganzen Teams sind keine Aufgaben, die neben dem Tagesgeschäft herlaufen können. Sie sind eine Disziplin für sich und erfordern als solche auch Zeit und Engagement.

Dual steigt in die Kunstversicherung ein

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Assekuradeur Dual Europe hat Francesca Giurato zur Head of Fine Art ernannt. Von Italien aus soll sie das Geschäft europaweit ausbauen. Außerdem: AGCS baut ein neues Team im Bereich ESG auf. Die Alte Leipziger Leben hat eine neue Leiterin des Privatkundengeschäfts. Die Spezialkanzlei BLD eröffnet ein Büro in Dortmund, und bei WTW gibt es bald eine neue Frankreichchefin.

ESG: Firmen müssen kleinere Brötchen backen

 Exklusiv  Risikomanager wollen dabei helfen, die Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Unternehmen voranzutreiben. Doch es mangelt an konkreten Maßnahmen und messbaren Zielen, damit das auch wirklich passieren kann. Das zeigt eine neue Umfrage von WTW. Die Unternehmen sollten sich kleinere Einzelziele setzen, rät der Berater und Makler. Die Risikomanager aus dem deutschsprachigen Raum erweisen sich in der Umfrage als Musterschüler, zeigen aber auch überraschende Defizite. So ist ihnen die Nachhaltigkeit der Lieferketten wichtiger als die Mitarbeiterbelastbarkeit.

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