Die Prämieneinnahmen sind bei der Zurich im ersten Quartal zurückgegangen, sowohl in der Schaden- und Unfallversicherung als auch im Bereich Lebensversicherung. Das schiebt der Versicherer jedoch vor allem auf den starken Dollar. Bereinigt um diesen Effekt sei das Geschäft gut gelaufen. Deshalb erwartet Finanzchef George Quinn, die Finanzziele für dieses Jahr mindestens zu erreichen, wenn nicht sogar zu übertreffen.
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Die offene Plattform gewinnt
Herbert Frommes Kolumne Die Älteren unter Ihnen werden sich noch an Inex24 erinnern. Das war 2011 der Versuch, mithilfe einer unabhängigen Plattform die Industrieversicherung zu digitalisieren. Die Plattform scheiterte an heftigem Widerstand verschiedener Marktteilnehmer, vor allem einige Industriekunden taten sich schwer. Aber im Nachhinein sagen selbst einstige Gegner, dass die Fundamentalopposition möglicherweise falsch war. Denn so ein System wird heute dringend gebraucht. So wie es in der Industrieversicherung ist, kann es nicht bleiben. Möglicherweise wäre eine Stiftung die Antwort.
Verti mit neuem IT-Direktor
Leute – Aktuelle Personalien Alex Baumgardt (Bild) wird am 1. Juni 2019 neuer IT-Direktor beim Mapfre-Direktversicherer Verti. Sein Vorgänger Luis Diez wechselt in die Zentrale nach Madrid. Außerdem hat Chubb in Lausanne ein neues Büro für die französischsprachige Schweiz eröffnet. Lionell Balleys, der Regional Sales Manager für die Romandie, und Financial Lines-Underwriterin Fiorella Perrone werden dort die Kundenbetreuung übernehmen. Florian Rohkamm ist neuer Vertriebschef bei der Zurich-Tochter Real Garant und der Sportversicherungsexperte Stefan Gericke wechselt von Aon zum Assekuradeur SRC.
Zurich gibt Asbest-Altlasten ab
Der Run-off-Spezialist Enstar in Bermuda übernimmt Haftpflichtversicherungsbestände der Zurich aus dem Jahr 1986 und der Zeit davor. Dabei geht es vor allem um Asbest-Risiken, die zu Ansprüchen von Asbestose-Opfern und ihren Familien führten. Das Thema ist in den USA weiterhin sehr präsent, wie auch die fortdauernden Protestaktionen mit einer Ratte als Symbol für den „Invisible Killer“ Asbest zeigen. Als Teil des Deals transferiert Zurich Haftpflichtreserven in Höhe von rund 0,5 Mrd. Dollar an Enstar. Die Asbestproblematik wird US-Versicherer noch Jahrzehnte beschäftigen, erwarten Experten.
Signal Iduna versichert E-Scooter-Vermieter
Das Wettrennen deutscher Versicherer um die beste Startposition bei der Absicherung von E-Scootern wird hitziger. Die Dortmunder Signal Iduna hat sich an dem E-Scooter-Verleiher Flash beteiligt und übernimmt die Haftpflichtversicherung für die Fahrzeuge. Die Bayerische und die Zurich sichern bereits Testfahrzeuge ab. Auch HUK-Coburg und Allianz wollen bald auf den Markt kommen.
Zurich verkauft Bonnfinanz
Die Zurich hat nach Informationen des Versicherungsmonitors ihre Vertriebstochter Bonnfinanz verkauft. Der französische Investor Blackfin Capital, der auch in Brüssel und Frankfurt Büros unterhält, hat das Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2019 übernommen. Offiziell wollte keine der Parteien dazu Stellung nehmen. Der Versicherer steckt mitten in einem weitreichenden Umbauprozess, zu dem auch die Vereinfachung des Konzerns gehört. Der Verkauf der Bonnfinanz ist offenbar Teil dieser Maßnahmen. Der Vertrieb war seit 2002 Teil der Zurich.
Zurich Deutschland schafft Trendwende
Die Zurich Deutschland hat Umsatz und Gewinn im Jahr 2018 deutlich gesteigert. Wichtigster Wachstumstreiber war die Lebensversicherung. Vor allem den Verkauf über die Deutsche Bank konnte der Versicherer steigern. Die Gruppe verbesserte das Betriebsergebnis um 9,1 Prozent auf 401 Mio. Euro. Der Wert umfasst Teilergebnisse der irischen Gesellschaft – die als Schadenversicherer auch Risikoträger für Deutschland ist – und der deutschen Töchter wie Zurich Deutscher Herold Leben und DA Direkt. Einen Gewinn nach Steuern nennt die Zurich nicht. In der Industrie- und Gewerbeversicherung haben sich die Zahlen ebenfalls deutlich verbessert.
Sham wagt sich auf schwieriges Terrain
Mit der Kombination von Haftpflichtdeckung, Beratung und Risikomanagement will der französische Spezialversicherer Sham in der deutschen Krankenhaus-Haftpflichtversicherung Fuß fassen. Das Unternehmen sieht gutes Potenzial im hiesigen Markt, sagt der Hauptbevollmächtigte der Dortmunder Niederlassung Peter Jeurissen. Anders als die meisten Anbieter setzt Sham auf das Claims-Made-Prinzip. Das Unternehmen will mit Maklern zusammenarbeiten, sieht sich aber auch in der Lage, das Geschäft direkt abzuwickeln. In einem nächsten Schritt soll der ambulante Bereich folgen.
Neue Gesichter für den Zurich-Verwaltungsrat
Leute – Aktuelle Personalien Der Schweizer Versicherer Zurich will den Technologie-Experten Michael Halbherr (Bild) und den langjährigen US-Versicherungsmanager Barry Stowe im April in den Verwaltungsrat holen. Außerdem: Peter Graswinckel verantwortet ab sofort das europäische Großkundengeschäft des US-Industrieversicherers Chubb. Sid Sankaran, der frühere Risiko- und Finanzvorstand des US-Versicherers AIG, ist ab März Finanzchef des digitalen US-Krankenversicherers Oscar. David Duclos soll als neuer Leiter des Lloyd’s Global Network künftig die internationale Expansion des britischen Versicherungsmarktes vorantreiben. Und: Scott Egan steigt beim britischen Versicherer RSA vom Finanzvorstand zum Chef des Versicherungsgeschäfts auf.
Axa bei Insurtech-Strategie vorn, Amazon droht
Um mit den veränderten Kundenbedürfnissen Schritt zu halten und die eigene Digitalisierung voranzutreiben, setzen viele Versicherer auf Kooperationen mit Insurtechs. Die Landesbank Baden-Württemberg sieht dabei die Versicherer Axa und Allianz sowie den Rückversicherer Munich Re am besten aufgestellt. Revolutionäres Potenzial bescheinigt die Bank den Versicherungs-Start-ups nicht, stattdessen könnte ein Markteintritt des Online-Giganten Amazon den Versicherern gefährlich werden.
Burkhard Keese wechselt zu Lloyd’s
Leute – Aktuelle Personalien Die Allianz Deutschland verliert ihren Finanzvorstand Burkhard Keese (Bild). Der 53-Jährige wechselt zum 1. April zum Finanzmarkt Lloyd’s of London. Außerdem: Nachdem Marcus Nagel überraschend Anfang 2018 die Zurich Deutschland verlassen hatte, ist der 53-Jährige jetzt Berater bei Bain Capital. Swiss Life Deutschland bekommt mit Lothar Engelke einen neuen Chief Technology Officer. Der Bund der Versicherten hat jetzt einen Rechtsexperten im Vorstand, und Jad Ariss ist neuer Generalsekretär der Geneva Association. Zudem holt AIG zwei neue M&A-Spezialisten, und die Medien-Versicherung bekommt mit Jürgen Schellmann und Christine Fricke zwei neue Vorstände.
Der Kunde gehört niemandem
Herbert Frommes Kolumne Die Frage, wem eigentlich der Kunde gehört, ist seit Jahrzehnten in der Versicherungsbranche beliebt. Bei Disputen zwischen Maklern und Versicherern, bei Einstellung und Kündigung von Vermittlern und beim Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen spielt sie eine große Rolle. Dabei ist der Begriff natürlich ebenso unsinnig wie falsch. Der Kunde gehört niemandem. Es geht darum, wer das Recht hat, ihn anzusprechen – und darum, mit wem er oder sie überhaupt redet. Der Übergang der ADAC Autoversicherung von der Zurich an die Allianz liefert ein gutes Fallbeispiel für eine Frage, deren Beantwortung die Zukunft der Versicherungswirtschaft entscheiden kann: […]
DA Direkt auf Wachstumskurs
Der Direktversicherer DA Direkt hat sich unter Vorstandschef Peter Stockhorst ein tiefgreifendes Umbauprogramm verordnet. Das zur deutschen Zurich-Tochter gehörende Unternehmen will den Prämienrückgang in diesem Jahr stoppen und 2020 auf Wachstum schalten. Dafür will Stockhorst die Investitionen in den Online-Vertrieb ausbauen. Große Hoffnungen setzt der langjährige frühere Vorstandschef der Cosmos Direkt auf ein neues Onlineportal, das Kunden mit einfachen Diensten rund um ihren Versicherungsschutz überzeugen soll. Alle 34 Geschäftsstellen werden im Laufe des Jahres geschlossen, die Mitarbeiter bleiben als Telefonberater aus dem Homeoffice fester Ansprechpartner der Kunden. Die überwiegend in der Kfz-Sparte agierende DA Direkt wird zudem ihre Produktpalette breiter […]
Kriegsausschluss bei Cyber ist schlechtes Marketing
Meinung am Mittwoch Ein Industrieversicherer hat die Zahlung für einen Schaden durch einen Trojaner mit dem Hinweis auf den Kriegsausschluss verweigert. Das ist kein optimales Marketing für eine Branche, die Cyberdeckungen als wichtiges neues Geschäftsfeld sieht. Dabei zeigen Umfragen, dass Unternehmen Cyberangriffe als Hauptrisiko ansehen. Daneben erhöhen auch die stark abweichenden Definitionen, etwa des Schadenereignisses in den Bedingungen, den Aufwand bei Unternehmen, diese Risiken abzusichern. Es entsteht der Eindruck, dass sich Versicherer hinter unklaren, unsauberen und oft unsinnigen Regelungen verstecken wollen.












