Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
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Eine fast unlösbare Aufgabe
Herbert Frommes Kolumne In den kommenden Jahren wird die Zahl der Versicherungsvermittler drastisch sinken – nicht nur wegen der digitalen Konkurrenz, sondern in erster Linie wegen der Überalterung der Vertreter und der hohen IDD-Anforderungen an Weiterbildung und Qualifikation. Die Unternehmen, die vor allem über den eigenen Außendienst verkaufen, bringt das in ein fast unlösbares Dilemma. Sie müssen ihre Organisation stützen und wenn möglich ausbauen, aber gleichzeitig nach Alternativen suchen – die betriebliche Altersversorgung, Banken, der Direktvertrieb. Nebenbei: Für die meisten Anbieter wäre ein Provisionsdeckel ein Segen. … Lesen Sie mehr ›
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Gothaer zeigt sich agil
Der mittelgroße Versicherer Gothaer sieht trotz der Veränderungen in der Branche gute Chancen für sein Geschäftsmodell und seine Marktposition. Die Gruppe sei vom Prämienvolumen her einer der zehn größten Anbieter im Lande, bei der Bekanntheit liege er auf Platz sechs und strebe eine Position unter den ersten fünf an, sagte Konzernchef Karsten Eichmann bei der Erläuterung des Jahresabschlusses 2017. Um die nötigen Skaleneffekte zu erreichen, will Eichmann die Kooperationsmodelle mit anderen Versicherern ausbauen. Den Gewinn steigerte das Unternehmen um 5,6 Prozent auf 165 Mio. Euro, die Prämieneinnahmen um 0,3 Prozent auf 4,42 Mrd. Euro. … Lesen Sie mehr ›
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Britische Versicherungsfrauen verdienen schlechter
Bei der britischen Allianz UK verdienen Frauen im Durchschnitt pro Stunde 20 Prozent weniger als Männer. Das geht aus dem vor wenigen Wochen veröffentlichten und hierzulande wenig beachteten Gender Pay Gap Report des Unternehmens hervor. Damit steht die Allianz UK besser da als die Branche, aber schlechter als alle britischen Firmen zusammen. Chief Operating Officer Stephanie Smith will jetzt den Anteil der Frauen in den oberen Gehaltsgruppen deutlich stärken. Bei der Schwestergesellschaft Allianz Global Corporate & Specialty, die deutlich weniger Frauen in Führungspositionen als die Allianz UK beschäftigt, beträgt der Unterschied in Großbritannien 36 Prozent, dasselbe gilt für die Munich […] … Lesen Sie mehr ›
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Iran-Sanktionen: Brüssel und Berlin müssen handeln
Herbert Frommes Kolumne Die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Sanktionen der USA gegen den Iran haben weitreichende Folgen für die Versicherungswirtschaft. Es geht es nicht nur um Unternehmen, die im Iran als Versicherer oder Rückversicherer tätig sind. Es reicht schon, wenn ein deutscher Mittelständler legal dort eine Anlage baut oder Maschinen exportiert und es zu einem Haftpflichtschaden kommt – der Versicherer darf den Schaden nicht zahlen, wenn die geschädigte Partei im Iran sitzt. Bei den Russland-Sanktionen ist das Problem besonders virulent. Die Versicherer sollten auf klaren politischen Regeln bestehen – darum müssen sich Berlin und Brüssel kümmern, die sich […] … Lesen Sie mehr ›
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Axa verfehlt Ziel bei US-Börsengang
Der französische Versicherer Axa muss sich mit einem schlechteren Preis für seine US-Lebensversicherungstochter zufrieden geben als erhofft. Statt 24 Dollar bis 27 Dollar, die Axa-Chef Thomas Buberl pro Aktie der Axa Equitable in New York erzielen wollte, werden die Aktien der ersten Tranche von 24,5 Prozent jetzt für 20 Dollar verkauft. Damit erzielt der Konzern nur 2,75 Mrd. Dollar aus der Aktion – knapp 1 Mrd. Dollar weniger als angestrebt. Mit den Erträgen aus dem Börsengang will die Axa einen Teil der Übernahme des nordamerikanischen Versicherers XL finanzieren. Ein Axa-Sprecher sagte, die Finanzierung der XL sei in keiner Weise gefährdet. … Lesen Sie mehr ›
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Allianz bündelt Direktversicherer weltweit
Die Allianz will alle Direktversicherer bündeln und global einheitliche Produkte einführen. Dazu gehöre auch ein einheitlicher Risikoträger, sagte Konzernchef Oliver Bäte am Rande der Hauptversammlung in München. Die Allianz werde sich nach den erfolgreichen Umbauprogrammen bei der Vermögensverwaltung und in der Lebensversicherung nun die Schaden- und Unfallversicherung vornehmen, so Bäte. Das werde „nicht geräuschlos vonstattengehen“. Ziel ist es, die Allianz sehr viel einfacher zu machen. „Einfachheit wird zur Schlüsselkompetenz.“ … Lesen Sie mehr ›
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Wefox knackt die 100 Millionen-Grenze
Das Insurtech-Unternehmen Wefox bereitet seine nächste Finanzierungsrunde vor. Sie wird nach Angaben von Gründer und Chef Julian Teicke „im dreistelligen Millionen Dollar-Bereich“ liegen. Damit dürfte das Unternehmen insgesamt rund 200 Mio. Dollar Kapital zur Verfügung haben. Was macht Wefox mit dem Geld? Teicke sagte im Interview mit SZ und Versicherungsmonitor, dass er Fintechs kaufen will, die es zwar nicht zu größerer Marktpräsenz geschafft haben, aber eine kluge Technik haben. Außerdem verfolgt er mit Macht sein Projekt einer großen Datenplattform für Versicherer, Vermittler und ihre Kunden. … Lesen Sie mehr ›
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Provinzial-Chef Fedlmeier für Fusion
Die Provinzial Rheinland in Düsseldorf mag sich nicht zu den aktuellen Fusionsgesprächen mit dem Namensvetter in Münster äußern. Es gebe ergebnisoffene Gespräche, das war alles, was Unternehmenschef Patric Fedlmeier sagen wollte. Er sei für eine Fusion. Mit den Geschäftszahlen im ersten Jahr unter seiner Führung ist er zufrieden: In der Schaden- und Unfallversicherung wächst das Unternehmen und zeigt bessere technische Ergebnisse als der Markt, in der Lebensversicherung gibt es Volumen ab, weil die Einmalbeiträge sinken. Digital sieht sich der öffentliche Versicherer gut aufgestellt. … Lesen Sie mehr ›
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Simplesurance: Millionen von Rakuten und Allianz
Das Insurtech Simplesurance in Berlin hat seine dritte Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und bei Investoren 24 Mio. Dollar (20,1 Mio. Euro) eingesammelt. Führend beteiligt an der C-Series sind die Allianz über die Allianz X, der japanische Digital-Einzelhändler Rakuten und die Investorengruppe Rheingau Founders. Simplesurance-Chef Robin von Hein erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, warum gerade die Beteiligung von Rakuten für seine Expansionspläne in Asien so wichtig ist. … Lesen Sie mehr ›
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Bäte sinniert über Fusionen
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HDI Global trennt sich von ten Eicken
Leute – Aktuelle Personalien Paukenschlag beim Talanx-Industrieversicherer HDI Global: Joachim ten Eicken, Chef der Feuersparte und lange als möglicher Nachfolger von Talanx-Industriechef Christian Hinsch gehandelt, verlässt das Unternehmen. Die Sanierung seines Geschäftsfelds ging offenbar nicht so voran, wie sich das die Konzernspitze unter dem neuen Chef Torsten Leue vorstellt. Ab jetzt für die Sachversicherung zuständig ist Edgar Puls, der heute im Vorstand die Region Europa, die IT und das Projektmanagement verantwortet. Neu in den Vorstand kommt Thomas Kuhnt, der derzeit bei McKinsey arbeitet. … Lesen Sie mehr ›
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Borussia-Police: Signal Iduna deckt 100 Prozent
Element und Signal Iduna haben weitere Einzelheiten ihres Angebots Versicherung 09 genannt, das sie zusammen mit Borussia Dortmund anbieten. Bemerkenswert ist, dass Element 100 Prozent der Prämie als Rückversicherungsprämie an Signal Iduna weitergibt. Der Berliner Versicherer kann sich ähnliche Lösungen auch für andere Fußballclubs oder Gruppen mit ähnlicher Reichweite vorstellen. Die Police ist seit der vergangenen Woche erhältlich, beim Spiel gegen Mainz am Samstag begann die Werbung im Stadion. … Lesen Sie mehr ›
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Hört auf zu maulen
Herbert Frommes Kolumne Mindestens zwei Pensionskassen werden nach Informationen von SZ und Versicherungsmonitor in den kommenden Wochen die fest zugesagten Leistungen reduzieren müssen. Für die Branche kommt das zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. Schließlich stehen in Berlin Entscheidungen über die ZZR-Änderungen, einen möglichen Provisionsdeckel und die künftige Förderung der Altersvorsorge an. Da stellt sich die Frage, warum die Versicherer den Bullen nicht bei den Hörnern packen und einen eigenen Abwicklungsspezialisten bauen, der sich mit solchen (meist kleineren) Problemfällen befasst? Dabei geht es nicht um den Ernstfall, dafür ist Protektor da, sondern um Lösungen für einen deutlich früheren Zeitpunkt. Wenn […] … Lesen Sie mehr ›
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Versicherungskammer nutzt Clark-Software
Die Versicherungskammer Bayern (VKB) hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem digitalen Versicherungsmakler Clark geschlossen. Künftig können Kunden und Vermittler der VKB die Versicherungsplattform von Clark nutzen, einst als digitaler Versicherungsordner bekannt. Die Marke Clark taucht dabei allerdings nicht auf. Die Kunden erteilen Clark auch keine Maklervollmacht, der Makler ist hier nur Dienstleister. Die beiden Seiten planen, die Plattform anderen öffentlichen Versicherern und Sparkassen zur Verfügung zu stellen. … Lesen Sie mehr ›
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BaFin sorgt sich um Pensionskassen
Die niedrigen Zinsen und die fehlende Diversifizierung ihres Geschäftsmodells bringen immer mehr Pensionskassen in Not. Die Finanzaufsicht BaFin hat ein Drittel der Pensionskassen unter intensiver Aufsicht, sagte Frank Grund (Bild), Chef der Versicherungsaufsicht. Die Behörde drängt die betroffenen Arbeitgeber, frisches Geld in Pensionskassen einzubringen, hat aber keine rechtliche Handhabe, sie dazu zu zwingen. Grund nahm auch Stellung zur Entwicklung der Zinszusatzreserve, zu den Vorstellungen der BaFin zu einem Provisionsdeckel in der Lebensversicherung und zur Problematik der Unabhängigkeit von Treuhändern in der privaten Krankenversicherung. BaFin-Präsident Felix Hufeld sprach sich dagegen aus, die europäischen Aufsichtsbehörden – darunter die Eiopa – zu Aufsehern […] … Lesen Sie mehr ›
