Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.

  • Gothaer verkauft polnische Tochter

    Die Versicherungsgruppe Gothaer verkauft die polnische Tochter Gothaer Towarzystwo Ubezpieczeń an die Vienna Insurance Group. Die Gothaer hatte seit 2011 die Mehrheit und hielt zuletzt 100 Prozent. Offenbar war die Gesellschaft zu klein, um in dem sich rasch konsolidierenden polnischen Markt mithalten zu können. In Branchenkreisen hieß es, es habe sich nicht um einen Notverkauf gehandelt, die Gothaer sei „sehr selbstbewusst“ in den Verkaufsverhandlungen aufgetreten. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz zahlt Vertretern Jubiläumsgeld

    Kleiner Trost für die verärgerten Allianz-Vertreter: Auch nach der gerade bekannt gewordenen Streichung der jährlichen Sonderzuwendung erhalten sie von dem Versicherer bei einem Dienstjubiläum eine Extra-Zahlung. Das hat die Allianz Beratungs- und Vertriebsgesellschaft klargestellt. Die Zusage gilt allerdings erst einmal nur für die Jahre 2018 und 2019. Manche Vertreter mutmaßen, dass auch das Jubiläumsgeld bald dem Sparwillen des Konzerns zum Opfer fallen wird. … Lesen Sie mehr ›

  • Aspen fürchtet Brexit nicht

    Die Versicherungs- und Rückversicherungsgruppe Aspen sieht sich gut aufgestellt für den Brexit, auch wenn das Unternehmen einen seiner drei großen Geschäftsbereiche in London hat, neben denen in New York und Bermuda. Aspen Re-Europachef Jacopo D’Antonio setzt auf das zur Gruppe gehörende Lloyd’s-Syndikat und auf das Äquivalenzprinzip bei der Anerkennung der Aufsichtssysteme. Zu Gerüchten über einen möglichen Verkauf der Aspen-Gruppe äußerte er sich bei einem Kundenempfang am Montagabend in Köln eher kryptisch. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz verärgert Vertreter

    Die Allianz streicht ihren Vertretern eine seit Jahrzehnten gezahlte freiwillige Sonderzuwendung, die im Vorjahr zwischen 430 Euro und 3.100 Euro ausmachte. Zur Begründung erklärt der Versicherer, er müsse „marktfähigere Produkte zu attraktiven Preisen“ anbieten sowie in Werbung, Zugangswege und digitalen Service investieren. Außerdem gebe es politischen Druck auf die Vertriebskosten. Die Vertretervereinigung ist empört. In den vergangenen Jahren hatten die Vermittler maßgeblichen Anteil daran, dass die Marktanteilsverluste der Allianz gestoppt wurden. Aber offenbar ist der Markführer entschlossen, die Vertriebskosten weiter zu reduzieren, und denkt auch über neue Provisionsmodelle nach. … Lesen Sie mehr ›

  • Ohne ZZR-Änderung droht Insolvenzgefahr

  • Der Zustand des Internets

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Beeindruckende 5,9 Stunden pro Tag beschäftigen sich erwachsene Amerikaner heute mit dem Internet, 3,3 Stunden davon über das Smartphone. 2008 lag die Beschäftigungszeit bei nur 2,7 Stunden, davon 0,3 Stunden mobil. Die Auswirkungen dieses Umbruchs auf Gesellschaft und Wirtschaft sind gewaltig. Die US-Investorin Mary Meeker erhebt einmal im Jahr die großen Internet-Trends. Ihr aktueller Bericht ist höchst lesenswert. Ein Kernpunkt: Kunden haben nichts gegen Datensammlung und Auswertung – wenn sie ihnen nutzen. … Lesen Sie mehr ›

  • USA: Wie werden autonome Fahrzeuge versichert?

    Uber Volvo Autonomous Car

    Die Versicherer brauchen Daten, um autonome Fahrzeuge versichern zu können. Darin waren sich die vom US-Repräsentantenhaus geladenen Experten bei einer ersten Anhörung zu dem Thema einig. Nicht einig waren sie darin, ob Hersteller und Betreiber autonomer Fahrzeuge gesetzlich zur Herausgabe der Daten gezwungen werden sollten oder ob es andere Möglichkeiten gibt. Dissens herrschte auch darüber, wie denn die autonomen Fahrzeuge überhaupt versichert sind – nur über die Hersteller und Betreiber, oder auch über den Fahrer. Die mögliche Lösung: Wenn der Fahrer manuell eingreifen kann, braucht er auch selbst eine Versicherung. … Lesen Sie mehr ›

  • Italienkrise trifft Versicherer

    Rom

    Die Aktienkurse der großen europäischen Versicherer sind als Folge der Turbulenzen in Italien auf Talfahrt: Die meisten erleben deutlich schärfere Kursabschläge als der Dax beziehungsweise die anderen Länder-Indizes. Die Generali-Aktie hat in den vergangenen vier Wochen 15,2 Prozent verloren,  die der Axa 6 Prozent, das Allianz-Papier 9,2 Prozent, Munich Re 4,7 Prozent und Zurich 6,7 Prozent. Eine Reihe von ihnen ist direkt exponiert, das gilt vor allem für Generali und Allianz. Andere werden von Anlegern wegen ihrer generellen Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte mit Misstrauen betrachtet, denn die Krise ist längst kein regionales Ereignis mehr. … Lesen Sie mehr ›

  • Pleite trotz starker Solvenz? Durchaus möglich

    Die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer haben sich 2017 durch die Bank verbessert, marktweit von 343 Prozent auf 401 Prozent nach Übergangsmaßnahmen. In der neuesten Commerzbank-Studie schreibt Analyst Michael Haid, die Lage habe sich deutlich positiv entwickelt, auch wenn die Solvency II-Zahlen schwer zu interpretieren seien. Die Wahrheit liege in den Bilanzen nach HGB-Standard. „Kann eine Gesellschaft mit einer „gesunden“ Solvenzquote insolvent werden?“, fragt Haid. „Die Antwort lautet ja.“ Doch Haid hält echte Zusammenbrüche für unwahrscheinlich. Kleinere Gesellschaften würden von Protektor aufgefangen, größere seien Teil von kapitalstarken Gruppen. … Lesen Sie mehr ›

  • Generali-Betriebsrat: „Verkauf wirtschaftlicher Flop“

    In der Auseinandersetzung um den möglichen Verkauf der Generali Lebensversicherung hat der Konzernbetriebsrat zusammen mit einer Unternehmensberatung ein substanzreiches Papier erarbeitet. Während es viele bekannte Argumente gegen den externen Run-off auflistet, ist das Papier in einem zentralen Punkt neu: Die Autoren glauben, dass ein Verkauf der Gesellschaft auch wirtschaftlich ein Flop wäre und die Generali mehrere hundert Millionen Euro kosten würde. Der Konzern will davon nichts wissen. … Lesen Sie mehr ›

  • Das neue Gesicht der Rückversicherung

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Bei Talanx passiert Spannendes. Der Industrieversicherer HDI Global und die Rückversicherungstochter Hannover Rück bündeln ihr Specialty-Geschäft in einer gemeinsamen Gesellschaft. Damit bewegt sich die Hannover Rück ein Stück in Richtung Erstversicherung. Munich Re und Swiss Re gehen schon länger diesen Weg – nicht nur mit Erstversicherungstöchtern, sondern im Kerngeschäftsfeld, das lange nur die harte Rückversicherung umfasste. Die Unterschiede zwischen Rück- und Industrieversicherung verschwimmen. Einerseits ändern sich die Kundenansprüche, andererseits stimmen die Margen in der eigentlichen Rückversicherung nicht mehr. … Lesen Sie mehr ›

  • GE will Versicherer verkaufen

    Der US-Industriekonzern General Electric (GE) will seine Versicherungsbestände im Run-off verkaufen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung folgt hohen Belastungen aus alten Pflegeversicherungen, die GE selbst abwickelt. Im Januar musste das Unternehmen Verluste und Reservestärkungen von mehr als 20 Mrd. Dollar wegen der Altlasten bekanntgeben. Wenn GE einen Interessenten findet, dürfte der kaum einen Kaufpreis zahlen – stattdessen müsste der Industriekonzern wohl Geld mitgeben, um die Verpflichtungen endlich los zu werden. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz-Betrugsspezialist in Untersuchungshaft

    Ein bekannter Betrugsspezialist der Allianz sitzt in Untersuchungshaft. Er soll durch fiktive Aufträge an nicht existente Anwälte Millionen von Deutschlands größtem Versicherer ergaunert haben, werfen ihm das Unternehmen und die Staatsanwaltschaft Köln vor. Das berichten WDR und Süddeutsche Zeitung. Die Vorgänge blieben mindestens sieben Jahre unentdeckt. Zur Hilfe kamen ihm sein guter Ruf als Betrugsexperte und die Tatsache, dass die Allianz Versicherung mit zwei IT-Systemen arbeitet. Die Allianz bestätigte, dass es einen Fall gibt, der vom Unternehmen selbst entdeckt wurde, sie sieht das Ganze als Einzelfall. … Lesen Sie mehr ›

  • Italienische Anleihen beunruhigen Versicherer

    Die unmittelbar bevorstehende Regierungsübernahme durch ein Bündnis der beiden EU-kritischen Parteigruppierungen Fünf Sterne und Lega hat heftige Reaktionen an den Kapitalmärkten hervorgerufen. Italienische Anleihen erreichten am Montag einen Zins von 2,416 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über den Schlusskursen vom Freitag. Das trifft auch Versicherer. Generali und Allianz sind wegen ihrer großen Gesellschaften in Italien mit 64 Mrd. Euro beziehungsweise 21 Mrd. Euro betroffen, andere Versicherer ebenfalls mit Milliardenbeträgen. Die Turbulenzen haben auch Auswirkungen auf die Aktienkurse der Gesellschaften. Doch Analyst Michael Huttner von J.P. Morgan mahnt zur Gelassenheit: Die Gesellschaften seien so stark, dass ihre Solvenzquoten eine Belastung durch die italienischen […] … Lesen Sie mehr ›

  • Oliver Bäte und Mario Greco in der Gerüchteküche

     Was wirklich wichtig ist  Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Warum die berufliche Zukunft von Oliver Bäte und Mario Greco in den vergangenen Tagen eine wichtige Rolle in der Gerüchteküche spielte. … Lesen Sie mehr ›

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