Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.

  • VW kurz vor D&O-Einigung

    Der VW-Konzern hat sich offenbar mit mehreren Vorstandsmitgliedern auf eine Lösung zu den Schadenersatzansprüchen aufgrund des Diesel-Skandals geeinigt. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und andere Medien. Der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn soll 11 Mio. Euro zahlen. Wieviel die D&O-Versicherer unter Führung der Zurich leisten müssen, sei aber noch nicht klar, hieß es. Der Konzern hat eine D&O-Police über 500 Mio. Euro, Experten halten eine Zahlung von 250 Mio. Euro plus Abwehrkosten und eine rasche Einigung für wahrscheinlich. … Lesen Sie mehr ›

  • Britische Aufsicht schafft Treue-Bestrafung ab

    Britische Versicherer dürfen ab Januar 2022 bei der Erneuerung bestehender Verträge keine höheren Preise verlangen, als sie Neukunden berechnen würden. Das hat die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority angeordnet. Die Behörde glaubt, dass Verbraucher durch den Schritt insgesamt sparen, bestätigt aber auch, dass sehr günstige Angebote dann der Vergangenheit angehören könnten. Die britischen Versicherer begrüßten den Schritt der Aufsicht. … Lesen Sie mehr ›

  • Lemonade hat den Shitstorm verdient

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Der digitale Versicherer Lemonade musste in dieser Woche heftig zurückrudern. Das Unternehmen hatte sich damit gebrüstet, dass es mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) „non-verbale Hinweise“ bei der Schadenmeldung auswertet, beispielsweise den Gesichtsausdruck. Unter Experten gelten solche Auswertungen als sehr unzuverlässig. Heftige Kritik in den sozialen Medien war die Folge. Lemonade hat sie verdient. Wer sensible KI-Techniken nutzt, muss fachlich auf der sicheren Seite sein und seine Kunden sehr transparent und nachvollziehbar informieren. … Lesen Sie mehr ›

  • „Jeder Ausfall ist einer zu viel“

     Exklusiv  Barbara Karuth-Zelle ist seit Anfang 2021 Vorständin für IT und Operations bei der Allianz SE und damit verantwortlich dafür, den Versicherungsriesen auf der IT-Ebene fit für die digitale Zukunft zu machen. Das ist eine Mammutaufgabe. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht die Managerin über die wichtigsten Baustellen bei dem Konzern, über die IT-Pannen in der Vergangenheit und darüber, warum der Versicherer seine IT-Systeme selbst baut, statt sie bei den großen Softwarehäusern einzukaufen. … Lesen Sie mehr ›

  • Heinz: „Asmussen begeht einen Systemwechsel“

     Exklusiv  Michael Heinz, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute, warnt vor einer Änderung in der Haltung der Versicherer zu Vermittlern. Anlass ist ein Statement von GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen, in dem der von einem digital vertriebenen Riester-Standardprodukt spricht. Inzwischen hat Asmussen die Äußerung ergänzt. Aber im Interview mit dem Versicherungsmonitor hält Heinz an seiner Ansicht fest und berichtet, dass er 20 Versicherer um klare Stellungnahmen gebeten hat. … Lesen Sie mehr ›

  • Ärger im GDV wegen Riester

    GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen wusste, was er tat. In einer Pressemitteilung zum 20. Jahrestag der Verabschiedung des Gesetzes für die Riester-Rente brachte Asmussen ein „einfaches, digital vertriebenes und kostengünstiges Standardprodukt“ ins Spiel. Die Vertriebschefs mehrerer Versicherer, die vor allem über Makler und Vertreter verkaufen, finden das erwartungsgemäß nicht gut. Sie haben sich beim Verband beschwert. Gegenüber dem Versicherungsmonitor hat Asmussen sein Statement am Pfingstmontag leicht modifiziert. … Lesen Sie mehr ›

  • Widerstand gegen Gallagher-Deal

    Im EU-Parlament regt sich Widerstand gegen die Genehmigung der Fusion von Aon und Willis nach dem Verkauf von Willis-Töchtern an den US-Makler Gallagher. Der einflussreiche EU-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) verlangt von der Kommission, die Fusion nur zu genehmigen, wenn europäische Unternehmen bei der Übernahme von Willis-Teilen zum Zuge kommen. Ferber glaubt, dass auch EU-Firmen Interesse hätten – aber niemand sie bislang gefragt hat. … Lesen Sie mehr ›

  • Super-Riester-Abwickler gesucht

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Das Ende der Riester-Rente ist nahe. Dazu hat die Branche selbst beigetragen. Aber was tun mit den Beständen? Immerhin gibt es 16,4 Millionen Riester-Verträge in den verschiedenen Sparformen. Gerade die Lebensversicherer sind nicht darauf erpicht, solche Bestände für die kommenden 40 oder 50 Jahre in den Büchern zu haben – mit Beitragserhalt und komplexem Zulagensystem. Es ist Zeit für Run-off-Lösungen oder sogar einen einzigen großen Riester-Abwickler. … Lesen Sie mehr ›

  • BaFin prüft die Provisionshöhe

    Die Finanzaufsicht BaFin untersucht bei einzelnen Versicherern, ob die Höhe der Provisionen in Übereinstimmung mit dem Gesetz steht. Das sagte Frank Grund, Chef der Versicherungsaufsicht bei der Behörde, bei der BaFin-Jahrespressekonferenz. Grund berichtete, dass die Zahl der Pensionskassen unter besonders enger Aufsicht der BaFin angestiegen ist. Er forderte die Lebensversicherer auf, genau zu prüfen, ob sie sich den aktuell noch erlaubten Höchstrechnungszins leisten können. … Lesen Sie mehr ›

  • Scor-Führungsdrama: Kronprinz wird gefeuert

     Leute – Aktuelle Personalien  Der Rückversicherer Scor macht einen Rückzieher. Benoît Ribadeau-Dumas, einst Stabschef des früheren französischen Premierministers Édouard Philippe, wird doch nicht Nachfolger von Konzernchef Denis Kessler. Der Karrierebeamte mit viel Erfahrung in der Privatwirtschaft war Ende 2020 genau für diesen Zweck geholt worden. Jetzt verlässt er das Unternehmen. Kesslers Nachfolger wird Scor-Manager Laurent Rousseau (Bild) – der jetzt auch Kessler früher beerben soll als eigentlich geplant. … Lesen Sie mehr ›

  • Generali betont die eigene Stärke

    Die Generali glaubt an profitables Wachstum auch durch Zukäufe im Gefolge der Pandemie. Deutschlandchef Giovanni Liverani erwartet, dass viele Versicherer schon bald unter Druck kommen. Das sagte er im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Die Generali könne zukaufen, werde aber keine Gesellschaft mit „toxischen Beständen“ an klassischen Policen anfassen. Generali verteidigte die Riester-Rente, sieht aber die Zeit gekommen für neue Konzepte. Der Großvertrieb DVAG, der regelmäßig von seinen Wirtschaftsprüfern wegen Bilanzmängeln gerügt wird, sei ein „großes und seriös geführtes Unternehmen“. Zum ersten Mal nannte er Zahlen zu Vitality. … Lesen Sie mehr ›

  • Industrieversicherer ebnen Maklern den Weg

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Es ist wahrscheinlich untertrieben, das Verhältnis der Industrie zu ihren Versicherern als zerrüttet zu bezeichnen. Kapazitätsreduzierungen, höhere Preise, arrogantes Auftreten und monatelange Wartezeiten, bis eine Antwort kommt – so empfinden die Vertreter der Industrie das Verhalten der anderen Seite. Von dieser Situation könnten die Makler profitieren. Die Fusionswelle bei den Industriemaklern hat auch diesen Hintergrund: Die neuen größeren Einheiten haben mehr Marktmacht gegenüber den Versicherern, können ihren Kunden auch alternative Lösungen bieten und die Expertise aufbauen, die Versicherer oft nicht mehr haben. Die Makler können es aber auch versemmeln. … Lesen Sie mehr ›

  • Makler Gallagher jetzt global die Nummer drei

    Arthur J. Gallagher kauft Teile der Willis-Gruppe. Deshalb können Aon und Willis ihre seit einem Jahr in der Luft hängende Fusion demnächst vollziehen. Für die europäische Maklerszene bedeutet das die Ankunft eines bedeutenden Wettbewerbers, der zu den größten drei Anbietern weltweit gehören wird. Konzernchef Patrick Gallagher hat am Mittwoch erläutert, was der Makler eigentlich genau kauft – und warum er das tut. … Lesen Sie mehr ›

  • Gallagher kauft Willis-Töchter

    Aon und Willis haben bei ihrer seit über einem Jahr hängenden Fusion eine große Hürde überwunden. Die beiden haben, wie von der EU in ihrer Rolle als Kartellbehörde gewünscht, Unternehmensteile verkauft und damit ihre künftige Marktpräsenz verkleinert. Der US-Makler Arthur J. Gallagher & Co. kauft Willis Re und eine Reihe von Tochtergesellschaften – darunter die deutsche Willis-Maklergesellschaft. … Lesen Sie mehr ›

  • Warum die Allianz Direct schwieg

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Die Allianz hat 2020 in der deutschen Kfz-Versicherung um 30.000 zugelegt. So teilte es das Unternehmen mit, so haben wir es berichtet. Leider fehlten dabei immer die Zahlen der Allianz Direct, früher Allsecur. Sie wollten die Münchener lange nicht preisgeben. Dafür gibt es einen triftigen Grund: Der Konzern hat 2020 heftig bei der Stückzahl verloren, obwohl er eigentlich mit der HUK-Coburg gleichziehen wollte. Die ist weit enteilt. … Lesen Sie mehr ›

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