Der Industrieversicherer Chubb hat seine Kapazitäten in Deutschland zu Terrorrisiken, Krieg und politischer Gewalt von 100 Mio. Euro pro Risiko auf 150 Mio. Euro erhöht. Die Erweiterung zielt auf die Kundengruppe multinationale Unternehmen. Damit verschärft sich die Konkurrenz um das Geschäftsfeld Terror weiter. Hauptkonkurrent für Chubb ist auf dem deutschen Markt Extremus, der nach dem 11. September 2001 durch die Versicherungsbranche selbst gegründete Spezialversicherer in Köln.
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Moneymeets stoppt Provisionsabgabe
Der Online-Makler Moneymeets wird die Provisionszahlungen von Versicherern nicht mehr mit seinen Kunden teilen. Der Grund ist das Provisionsabgabeverbot, das im IDD-Umsetzungsgesetz vorgesehen ist. Moneymeets hat die Beteiligungen für das erste Halbjahr deshalb früher ausgezahlt als ursprünglich vorgesehen und seinen Kunden ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Der Fachanwalt für Versicherungsrecht Norman Wirth warnt, dass das Verbot gegen Europarecht verstoßen könnte.
Regierung lehnte G20-Police ab
Beim G7-Gipfel vor zwei Jahren auf Schloss Elmau hat die Bundesregierung noch eine Versicherung abgeschlossen, die bei Schäden von Privatleuten und kleinen Gewerbetreibenden durch gewalttätige Proteste zahlen sollte. Doch vor dem G20-Gipfel in Hamburg lehnte Berlin den Abschluss einer vergleichbaren Police ab. Das geht aus einem internen Schreiben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. In Hamburg will der Staat direkt helfen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochen hat. Inzwischen liegen erste Schadenschätzungen von Versicherern vor.
G20: Welche Schäden die Versicherer übernehmen
Verletzte Polizisten, eingeschlagene Fensterscheiben, ausgebrannte Autos: Nach den Ausschreitungen anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg verspricht Bundeskanzlerin Angela Merkel den Opfern der Krawalle Entschädigungen. Doch zunächst müssen die Versicherer zahlen. Schätzungen zur Höhe der Schäden gibt es jedoch noch nicht.
Thyssenkrupp: Prozess geht in nächste Runde
Legal Eye – Die Rechtskolumne Mit großer Spannung hatten die D&O-Versicherer auf ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts in dem Schadensersatzprozess zwischen Thyssenkrupp und dem ehemaligen Geschäftsführer Uwe Sehlbach gewartet. Wer sich jedoch eine Antwort auf die wesentliche Frage erhoffte, ob ein Geschäftsführer vom Unternehmen für Kartellbußen in Regress genommen werden kann, wurde enttäuscht. Am 29. Juni 2017 wiesen die Bundesarbeitsrichter das Verfahren aus formalen Gründen an das Landesarbeitsgericht Düsseldorf zurück. Ein Ende dieses seit Jahren dauernden Rechtsstreits ist damit nicht in Sicht.
Hiscox: „Wir haben zu langsam investiert“
Bronek Masojada ist Chef des britischen Spezialversicherers Hiscox. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er über die Folgen des Brexit für die Branche und darüber wie Hiscox damit umgeht. Der Versicherer gründet eine neue Gesellschaft in Luxemburg. Bei bestehenden Policen bleiben allerdings Unsicherheiten, so Masojada. In der Cyberversicherung erwartet er steigende Nachfrage aus der EU-Datenschutzgrundverordnung, die im kommenden Jahr in Kraft tritt. Außerdem spricht er über die Fehler, die Hiscox in Deutschland gemacht hat.
Pleiten und Probleme
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pensions-Sicherungs-Verein, Euroforum-Konferenz „Internationale Programme“
Startschuss für „Das Rentenwerk“
Das bAV-Gemeinschaftsprojekt „Das Rentenwerk“ von fünf Versicherungsgesellschaften hat die Genehmigung des Bundeskartellamts erhalten. Das teilen die Beteiligten anlässlich der Zustimmung des Bundesrats zum Betriebsrentenstärkungsgesetz am Freitagmorgen mit. Debeka, Barmenia, Gothaer, HUK-Coburg und Die Stuttgarter sehen damit den Weg frei für ihr gemeinsames Angebot an die Tarifpartner. Das neue Gesetz erlaubt einen Wegfall der Arbeitgeberhaftung, wenn Unternehmen und Gewerkschaften die Betriebsrente per Tarif regeln. Rentengarantien sind dabei verboten.
Lohrmanns Verunsicherung CCI
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Brexit – Europäische Metropolen kämpfen um Assekuranz-Ansiedlungen.
Heißer Herbst
Herbert Frommes Kolumne Die Allianz Deutschland ist in einer komplizierten Lage. Sie verliert seit Jahren in wichtigen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung Marktanteile. Vor allem in der Kfz-Versicherung hat sie sich von der HUK-Coburg richtiggehend vorführen lassen. Jetzt wollen Deutschlandchef Manfred Knof und Vorstand Joachim Müller – zuständig für den Schadenversicherer und die Vertriebsgesellschaft – wieder auf Angriff schalten. Aber gleichzeitig sollen die Kosten runter. Beides zusammen wird kaum gehen. In der Branche fühlen sich manche an 2004 erinnert. Damals hat die Allianz einen Preiskrieg in den K-Sparten losgetreten. Das will Knof diesmal vermeiden – aber wie will er […]
Debeka und SDK gründen Gesundheitsdienstleister
Die privaten Krankenversicherer Debeka und Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) wollen ihren Versicherten künftig deutlich mehr Gesundheitsdienstleistungen anbieten. Zusammen mit der Firma Viamed haben sie das Unternehmen Carelutions gegründet, das Kartellamt muss dem Vorhaben noch zustimmen. Carelutions wird sowohl Versorgungsprogramme für erkrankte Versicherte entwickeln als auch Präventionsangebote und weitere Unterstützungsleistungen für Gesunde. Das Unternehmen setzt dabei verstärkt auf digitale Möglichkeiten. Die Angebote des neuen Dienstleisters stehen auch anderen PKV-Unternehmen, gesetzlichen Krankenkassen oder Unternehmen aller Branchen offen.










