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Blick in die Zukunft – und zurück

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Rückversicherungssymposium in Köln, Quartalszahlen von Allianz SE, Talanx und MLP sowie Jahreszahlen 2013 von HUK-Coburg und die Bayerische.

Mahnke neuer DVS-Vorsitzender

Der Siemens-Manager Alexander Mahnke ist neuer Vorsitzender des Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes (DVS). Vorgänger Hans-Jürgen Allerdissen von der Deutschen Bahn hatte sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt, nachdem er zuvor aus der Geschäftsführung der Bahn-Tochter Deutsche Verkehrs-Assekuranz-Vermittlungs-GmbH ausgeschieden war.

Herbert Fromme

Bitte mehr Fehlschläge

Herbert Frommes Kolumne: Tausende von Projekten in der Online-Wirtschaft scheitern. Das macht ihre Stärke aus: Immer wieder anfangen, immer wieder ausprobieren, bis sich ein Produkt oder ein Gerät durchsetzt. Die Versicherungswirtschaft funktioniert ganz anders. Hier ist das Scheitern mit einem großen Stigma versehen. Zu Unrecht.

Haftpflicht: Heilwesen-Netzwerk will Oligopol knacken

Mit einer Genossenschaftslösung wollen Versicherungsexperten aus dem Gesundheitsbereich die Berufshaftpflichtprämien für Ärzte und andere Heilberufe sowie Krankenhäuser senken. Das in Gründung befindliche Heilwesen-Netzwerk RM ist selbst nicht als Versicherer oder Vermittler tätig. Es setzt auf die Zusammenarbeit mit kleinen Spezialmaklern und den Einsatz von Qualitätsmanagement-Systemen.

Makler kaufen Cyber-Policen

Cyber-Risiken wie Datenverlust durch Hackerangriffe sind ein heiß diskutiertes Thema in der Industrieversicherung. Deckungen gegen diese Gefahren verkaufen sich aber eher mäßig, die Kunden sind skeptisch. Der Verband Deutscher Versicherungsmakler will jetzt mit gutem Beispiel vorangehen und seine Mitglieder animieren, selbst Cyber-Policen abzuschließen.

Generali Versicherungen bauen Vertriebsstruktur um

Die in München ansässigen Generali Versicherungen bauen ihre Vertriebsstruktur grundlegend um. Die Marke Volksfürsorge wird dabei endgültig verschwinden. Alle Vertriebe werden in einer neuen Gesellschaft zusammengefasst. Die anderen Töchter der Generali Holding, vor allem Aachen Münchener, Central und Cosmos, sind von den Änderungen in München und Hamburg nicht betroffen.

Munich Re: Weicher Markt wie vor 15 Jahren

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re sieht den Markt in einer ähnlichen Lage wie in der bislang letzten großen Weichmarktphase vor 15 Jahren. Das sagte Vorstand Torsten Jeworrek bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Das eigene Unternehmen könne mit der Lage aber gut umgehen, weil sein Wachstum auf Spezialgeschäft beruhe.

Zurich benennt Compliance-Chefin

Zurich Deutschland hat die Juristin Nina Schlierenkämper zur Compliance-Chefin befördert. Sie löst Helmut Hoffmans ab. Die XL Group hat unterdessen ihre Expertise im Industriegeschäft mit deutschen mittelständischen Unternehmen ausgebaut und Christian Ulbrich zum Underwriter Casualty ernannt.

Swiss Re sieht sich trotz weniger Gewinn auf Kurs

Swiss Re hat im ersten Quartal rund 200 Mio. Dollar weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Grund ist ein Ergebniseinbruch im Leben-Bereich. Beim konzernweiten Prämienaufkommen gab es ein Wachstum. Swiss Re gab bekannt, dass der ehemalige Finma-Chef Patrick Raaflaub im Herbst neuer Risikochef des Konzerns wird.

Hannover Rück trotzt negativem Marktumfeld

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Quartal 2014 gut verdient. Der einzige Großschaden stammte von dem verschwundenen malaysischen Verkehrsflugzeug. Bei den Vertragserneuerungen zeigen sich allerdings deutliche Aufweichungstendenzen bei den Preisen. Am Gewinnziel hält das Unternehmen fest.

Allianz-Aktionäre kritisieren Umgang mit Pimco

Die Anteilseigner der Allianz monieren auf der Hauptversammlung des Versicherungsriesen den Umgang mit den massiven Mittelabflüssen und der Führungskrise beim Vermögensverwalter Pimco. Sie wünschen sich ein härteres Durchgreifen von Allianz-Chef Michael Diekmann bei der US-Tochter – und fordern Klarheit bezüglich seiner Nachfolge.

Der 4,2 Prozent-Traum

Meinung am Mittwoch: Angesichts steigender Bestandswerte scheint es, als könnte die Niedrigzinsphase börsennotierten Versicherern nichts anhaben. Doch der Schein trügt, denn sie rechnen sich den sogenannten Embedded Value mit einem angenommenen Langfristzinssatz von 4,2 Prozent schön. Ob das realistisch ist, hinterfragt niemand.

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