Seit einigen Jahren zeigt sich das Zinsniveau stabil, dennoch bleiben die Lebensversicherer bei der Deklarierung ihrer Überschussbeteiligungen vorsichtig. Insgesamt stiegen die Überschussbeteiligungen in den einzelnen Produktsegmenten leicht an, doch nicht alle Anbieter gehen mit diesem Trend mit. Das zeigt die diesjährige Studie der Ratingagentur Assekurata zu Überschüssen und Garantien. Der Grund dafür sind vorsichtige Zinsprognosen sowie die durch die Zinswende entstandenen stillen Lasten in den Kapitalanlagen. Sie wollen die meisten Versicherer zuerst abbauen, bevor sie die Überschüsse anheben.
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Öltransporte: Experten blicken skeptisch auf Trump-Pläne
Die von US-Präsident Donald Trump ins Gespräch gebrachten „Versicherungsgarantien“ der USA für Öltransporte aus dem Persischen Golf, verbunden mit der Eskortierung der Schiffe durch die US-Marine, haben zwar den Ölpreis leicht gesenkt. Reeder sowie Schifffahrts- und Rohstoffexperten machen sich allerdings keine großen Hoffnungen, dass das die aktuelle Transportkrise infolge des Iran-Kriegs löst.
Vertrag von Zurich-Chef Schildknecht bis 2030 verlängert
Carsten Schildknecht soll bis 2030 Vorstandschef von Zurich Deutschland bleiben. Der Aufsichtsrat der Zurich Beteiligungs-AG hat den Vertrag des Managers vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert. Auch bei Aon Deutschland gibt es personelle Neuigkeiten. Und: Der Industrieversicherer der Talanx HDI Global ernennt einen Head of Energy & Power für Großbritannien und Irland.
Cyberangriff bei GVV: Daten von 2.600 Kunden potenziell betroffen
Ein Blogbeitrag des IT-Autors Günter Born hat einen möglichen Cybervorfall bei den GVV Versicherungen öffentlich gemacht. Der Versicherer hat inzwischen einen unbefugten Zugriff auf Teile seiner IT-Systeme Anfang Februar bestätigt. Dabei könnten Daten von rund 2.600 Kunden des Direktversicherers aus einer temporären Datenbank abgeflossen sein.
Moody’s: Belastungen für Versicherer in der Golfregion bei kurzem Konflikt überschaubar
Der Iran-Konflikt wird nur sehr begrenzte Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit der Versicherer haben, die in den Ländern des Golf-Kooperationsrates aktiv sind – sofern er nur wenige Wochen dauert und die Schifffahrt sowie der Flugverkehr danach wieder in vollem Umfang aufgenommen werden. Davon geht die Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Bericht aus.
Versicherer-Apps in Chat GPT: Was Tuio & Insurify wirklich zeigen
Open AI hat in Chat GPT erstmals eine „insurer-built“ KI-App freigegeben – und plötzlich diskutiert die Branche nicht mehr über nette Chatbots, sondern über den härtesten Hebel überhaupt: Distribution. Wenn Versicherungsangebote direkt in der Konversation auftauchen, wird aus „Search“ ein „Chat-Funnel“. Wer den Erstkontakt kontrolliert, kontrolliert den Lead, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des KI-Spezialisten Muffintech.
Versicherer nehmen Klima-Risiken ernster
Versicherer weltweit machen sich zunehmend Sorgen über physische Risiken wie Naturgefahren. Um den Herausforderungen durch steigende Klimaschäden zu begegnen, reicht es nicht mehr aus, sich auf bewährte Risikomodelle zu verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des MSCI Institute. Angesichts dieser Entwicklung beziehen Versicherer bereits mehr Datenquellen in ihre Risikoprüfung ein und passen ihre Zeichnungskriterien sowie Deckungsbedingungen an.
Allianz Commercial: „Iran-Krieg könnte ein Black-Swan-Szenario auslösen“
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran könnte weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft haben und sich zu einem sogenannten Black-Swan-Szenario ausweiten, also einem seltenen und überraschenden Ereignis mit extremen Folgen, sagte Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services beim Industrieversicherer Allianz Commercial, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Dafür müsste etwa die Straße von Hormus für einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben, was einen globalen Energiepreisschock auslösen könnte.
Greco sieht die Zukunft in der Spezialversicherung
Mit der Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley verbindet Zurich-Chef Mario Greco große Erwartungen. Er sieht vor allem in der Spezialversicherung Potenzial, wie er auf einer Veranstaltung für Investoren und Analysten sagte. Greco ist überzeugt, dass sein Unternehmen alle Ziele für die Jahre 2026 und 2027 übertreffen wird. Trotz der allgemeinen Zufriedenheit zeichnen sich auch Herausforderungen für die beiden Unternehmen ab.
Privatversicherte sorgen für 20 Prozent des Umsatzes in den Praxen
Zahnärzte und niedergelassene Ärzte profitieren am meisten von den höheren Honoraren für die Behandlung von Privatversicherten. Mit ihnen machen sie mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes – obwohl die Kundinnen und Kunden der privaten Krankenversicherer (PKV) nur einen Bevölkerungsanteil von gut 10 Prozent haben. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV zum sogenannten Mehrumsatz hervor. Er belief sich 2024 auf 15,5 Mrd. Euro.














