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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Umstellung auf einen Multikanal-Vertrieb von Versicherungen erscheint angesichts fortschreitender Digitalisierung und einer Veränderung der Kundenbedürfnisse unumgänglich. Ein Selbstläufer ist sie nicht, vor allem in den Vertrieben kommt das oft nicht gut an. Denn durch einen direkten Online-Kanal vom Kunden zum Versicherer tritt letzterer in direkten Wettbewerb mit seinen Vermittlern. Um eine kooperative Zusammenarbeit sicherzustellen, sind Versicherer gut beraten, die einzelnen Aufgaben und die unterschiedlichen Provisionsansprüche, die sich aus verschiedenen Varianten des Kanalwechsels ergeben können, vertraglich zu regeln.

HUK hängt Allianz weiter ab

Eigentlich will die Allianz in der Kfz-Versicherung aufholen und ihre 2011 verlorene Marktführerschaft zurückerobern. Doch es zeigt sich, dass der Konzern in dieser wichtigen Sparte stagniert, Rivale HUK-Coburg dagegen kräftig zulegt. Der Abstand beträgt jetzt mehr als vier Millionen Fahrzeuge. Das zuletzt 2019 ausgegebene Ziel, die HUK-Coburg zumindest langfristig wieder einzuholen, erscheint für die Münchener immer schwerer zu erreichen.

Friederike Krieger

Krieg in der Ukraine

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Fitch-Webinar, Fortbildungsreihe der Bayerischen und Seminar des GVNW zu betrieblichen Versicherungen

Axa Deutschland wächst im Industriegeschäft

Wie auch der Mutterkonzern zeigt sich auch die Axa Deutschland zufrieden mit dem Industriegeschäft. Dank gezielter Preismaßnahmen und einem profitablen Neugeschäft in der Industrie-Haftpflicht konnte der Versicherer beim Umsatz im vergangenen Jahr in diesem Bereich um fünf Prozent zulegen. Auch in den anderen strategischen Geschäftsfeldern, die sich Axa Deutschland auserkoren hat, konnte sie 2021 wachsen.

Tobias Wenhart hört bei Finanzchef24 auf

 Leute – Aktuelle Personalien  Tobias Wenhart (Bild) wird den auf die Gewerbeversicherung spezialisierten Assekuradeur Finanzchef24 nach zwei Jahren als Co-Chef verlassen. An der Seite von CEO Benjamin Papo gibt es künftig einen Chief Marketing Officer und einen Chief Technology Officer – beide Posten besetzt das Unternehmen aus den eigenen Reihen. Außerdem: Der Technologieanbieter Thinksurance schafft neue Führungspositionen, Berkshire Hathaway Specialty Insurance verstärkt sich personell im britischen Haftpflichtgeschäft, Lloyd’s-Chairman Bruce Carnegie-Brown hat eine neue Aufgabe und die Euler Hermes World Agency einen neuen Chef.

US-Versicherer Travelers übernimmt Trov

Der ehemalige Insurtech-Star Trov wird von dem US-Versicherer Travelers übernommen. Auch ein Großteil der Trov-Mitarbeiter wird künftig dort arbeiten. Das Insurtech, zu dessen Versicherungspartnern auch die Munich Re gehört, war mit Geräteversicherungen gestartet, die sich bei Bedarf an- und abschalten ließen. Zuletzt setzte es auf Hausratpolicen in den USA und Großbritannien. Das Umfeld für Insurtechs wird mit der Aussicht auf steigende Zinsen rauer.

Herbert Fromme

Der Kulturkampf im Unternehmen

 Herbert Frommes Kolumne  Der Ukraine-Krieg wird viele Menschenleben kosten, zu viel Elend und Armut führen. Er ist durch nichts zu rechtfertigen. Noch vor sechs Monaten hätten die meisten von uns einen solchen Krieg für extrem unwahrscheinlich gehalten. Auf der Risikoseite sind die meisten ausländischen Versicherer wenig betroffen, bei ihnen könnten sich eher die hohen Schwankungen an den Aktienmärkten negativ auswirken. Aber die Folgen für die Einschätzung politischer Risiken sind beträchtlich. Dazu kommt: Auch die Unternehmenskultur dürfte in vielen Unternehmen vor Ort leiden, denn sie beschäftigen in der Region Menschen mit ukrainischem und mit russischem Hintergrund.

Pandemie kostet Swiss Re 2021 weitere 2 Mrd. Dollar

Der Krieg in der Ukraine birgt überschaubare Risiken für den Schweizer Rückversicherungsriesen Swiss Re. John Dacey sprach bei der Vorstellung der Zahlen für 2021 von einem unwesentlichen Exposure im Investmentbereich und von Versicherungsgeschäft in begrenztem Umfang. Im vergangenen Jahr hat Swiss Re trotz Milliardenlasten durch Naturkatastrophen und die Pandemie einen Gewinn von 1,4 Mrd. Dollar erzielt, nach 878 Mio. Dollar im Jahr zuvor.

Ukraine: Versicherer haben sich vorbereitet

Seit Jahren schwelt der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Ganz unerwartet war deshalb der Einmarsch Putins nicht. Europäische Versicherer, die in dem Land aktiv sind, haben in den vergangenen Tagen bereits Vorkehrungen getroffen, um den Geschäftsbetrieb zu sichern. Die Folgen des Krieges für die Branche sind aber noch nicht absehbar.

5 Mrd. Euro Schaden durch Sturmserie

Die Stürme „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ werden die Versicherer in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und weiteren Ländern rund 5 Mrd. Euro kosten. Davon geht die Ratingagentur Fitch aus. Das wird bei vielen Gesellschaften zu einer Ertragsdelle führen, aber weder ihre Kapitalbasis noch ihre Ratings in Mitleidenschaft ziehen. Den versicherten Schaden in Deutschland schätzt das Unternehmen auf 2 Mrd. Euro. Aber auch Großbritannien und die Niederlande haben mit hohen Schäden zu kämpfen.

Asmussen: „Der entscheidende Punkt ist der Bestand“

Wenn es darum geht, die Verbreitung der Elementarschaden-Deckungen bei privaten Haushalten zu erhöhen, sollten neben dem Neugeschäft in der Wohngebäudeversicherung auch alle bestehenden Verträge zu einem bestimmten Stichtag auf „vollintegrierte“ Policen umgestellt werden. Das sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen bei einer Veranstaltung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen. Bestandskunden sollten allerdings ebenso wie Neukunden die Option erhalten, das risikoadäquat kalkulierte Angebot explizit abzuwählen. Zudem seien für eine solche Überleitung rechtliche Vorkehrungen nötig.

Regierung: 14 PKV-Treuhänder reichen aus

Die Bundesregierung hält die Zahl der Treuhänder für ausreichend, die in der privaten Krankenversicherung (PKV) zur Prüfung von Beitragsanpassungen aktiv sind. Das zeigt ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken. Es sind demnach weiter 14 Treuhänder für diese Aufgabe zuständig – so viele waren es auch im Juli 2021, als sich Berlin zuletzt dazu äußerte.

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