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Auch Schadenregulierung muss nachhaltig sein

Umweltfreundliche Kapitalanlagen sind in der öffentlichen Debatte angekommen. Über nachhaltiges Schadenmanagement wird dagegen noch wenig gesprochen. Die Stiftung Greensurance sieht hier viel Potenzial und will ein Bewertungssystem aufbauen, das Unternehmen hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit vergleicht. Im Leistungsfall sollten Versicherer nachhaltige Alternativen berücksichtigen und Mehrleistungen nicht scheuen, fordert die Stiftung.

Cyber: Klarstellung bei Lösegeldversicherung nötig

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Eine der heute weit verbreiteten Erscheinungsformen von Cyberkriminalität besteht darin, Computersysteme mittels einer Schadsoftware zu infizieren, unter anderem um Lösegeld zu erpressen. Die Versicherung von derartigen Lösegeldzahlungen wurde jahrzehntelang von der Aufsichtsbehörde als mit den Grundsätzen des deutschen Rechts unvereinbar angesehen, doch diese Auffassung ist mittlerweile überholt. Seit dem Jahre 2017 erlaubt es die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auch, Lösegeldversicherungen mit Policen gegen Cyberrisiken zu bündeln. Die Voraussetzungen, unter denen die Aufsichtsbehörde die Versicherung von Erpressungsgeldern gestattet, bedürfen allerdings in der Anwendungspraxis noch weiterer Klarstellung.

Ecclesia gründet Rückversicherungs-Makler

Der Detmolder Versicherungsmakler Ecclesia gründet einen eigenen Rückversicherungsmakler. Das bestätigte das Unternehmen. Die neue Tochter soll in Köln sitzen. Sie wird von einem erfahrenen Rückversicherungsexperten geführt und soll das Angebot der Ecclesia für ihre Kunden noch flexibler machen. Mit der Neugründung gibt es zum ersten Mal seit Jahren eine Veränderung in dem vergleichsweise statischen Markt der Rückversicherungsmakler, der von Aon dominiert wird.

Risiken und Rendite

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Risikobarometer von AGCS und BdV-Workshop zu Überschussbeteiligungen bei Lebensversicherern

Nahost-Konflikt verteuert Schiffspolicen

Die jüngsten Turbulenzen im Nahen Osten infolge der Tötung des hochrangigen iranischen Generals Qassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff haben die Gefahr von Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormuz signifikant erhöht. Jonathan Moss, Schiffsversicherungsexperte der Londoner Kanzlei DWF, rechnet damit, dass der Versicherungsschutz für die Transporte sich weiter drastisch verteuert. Die Angriffe auf Öltanker im Frühsommer 2019 haben die Prämien bereits deutlich in die Höhe getrieben.

Hallesche baut digitales Angebot aus

Mit einer neuen App macht die Hallesche Krankenversicherung den ersten Aufschlag zu ihrem neuen Gesundheitsportal „hallesche4u“. Dort will der private Krankenversicherer langfristig verschiedene Gesundheitsservices wie die Videosprechstunde bündeln. Zunächst geht es um den Ersatz der bisherigen Rechnungs-App und weitere administrative Angebote. Bei der elektronischen Patientenakte – dem künftigen Herzstück von „hallesche4u“ – hat das Unternehmen noch keine Entscheidung über das Modell getroffen.

Victor: KMU-Cybermarkt ist auf dem Vormarsch

Cyberangriffe auf große Unternehmen, Regierungen oder ganze Staaten schaffen es immer wieder in die Nachrichten. Doch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind ebenso gefährdet, auch wenn nicht so viel darüber berichtet wird, sagt Bernd Knof, Leiter des Assekuradeurs Victor Deutschland. Die Marsh-Tochter lancierte im Oktober 2019 mit einer Cyberpolice ihr erstes Produkt. Knof erklärt im Interview, warum der Cybermarkt für KMU wesentlich attraktiver ist als für Großkunden, wie Versicherer Kumulrisiken abfedern können und warum Cyberpolicen die neuen Feuerpolicen sein werden.

Herbert Fromme

Disruption, Finanzmarktturbulenzen, mehr Aufsicht

 Herbert Frommes Kolumne  Nach allem, was wir jetzt wissen, wird sich 2020 für die Versicherungswirtschaft sehr deutlich von den vergangenen drei Jahren unterscheiden. Der wichtigste Trend bleibt die Digitalisierung der Gesellschaft und damit der Kunden. Das führt zu massivem Veränderungsdruck auf die Branche. Außerdem sind verstärkte Turbulenzen an den Finanzmärkten sehr wahrscheinlich. Drittens erwarten wir ein deutlich forscheres Auftreten der Aufsichtsbehörden, nicht nur in Bezug auf die Risikosituation und die Finanzen der Versicherer, sondern auch auf die IT. Die Branche muss sich fragen, wie sie mit den Herausforderungen fertig wird. Sind Fusionen oder Kooperationen eine Lösung?

Digitaler Notarservice für parametrische Policen

Die IT-Spezialisten Ubirch und Avenga bieten Versicherern eine ungewöhnliche, neue Dienstleistung an: die digitale Versiegelung von Sensordaten, von denen die Auszahlung einer Versicherungssumme abhängt – beispielsweise bei parametrischen Policen. Die Technologie von Ubirch arbeitet mit SIM-Karten, die an vorhandenen Sensoren in Containern, technischen Geräten, Maschinen und Fahrzeugen angebracht werden. Das könnte einen großen Fortschritt für parametrische Policen darstellen.

Aon besetzt Führungspositionen neu

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler Aon verstärkt zu Jahresbeginn seine Führungsriege: Mark-Dominik Thofern, Bruder des Aon-Deutschlandchefs Jan-Oliver Thofern, wird Chief Development Officer bei der Einheit Risk Solutions. In der Sparte Specialty M&A and Transaction Solutions übernimmt Ulf Cramer die Leitung der DACH-Region, und Matthias Luettges wird für das Deutschland-Geschäft zuständig. Außerdem: Niels Zijderveld verantwortet künftig Vertrieb und Marketing des niederländischen Anbieters von Betrugserkennungssoftware Friss.

Zeitreise: MLP-Aufstieg, Online-Rückversicherung

 Vor 20 Jahren  In unserer Zeitreise erinnern wir an wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Versicherungsbranche. Heute geht es um den Finanzvertrieb MLP, der Anfang 2000 einen wichtigen Schritt bei seinem märchenhaften Aufstieg machte. Er führte ihn bis in den Dax 30, allerdings stürzte er danach tief ab. Auch Allianz und Ergo machten Schlagzeilen, die Frankona Rück ging ins Internet, und es gab Personalmeldungen bei Axa und Zurich Re.

Munich Re und Porsche gründen Joint Venture

Der Autohersteller Porsche und seine Beratungstochter MHP wollen gemeinsam mit Munich Re das Joint Venture „Flexfactory: Digital Factory Performance“ gründen. Ein Vertrag ist bereits unterschrieben. Das neue Unternehmen soll digitale und flexible Produktionskonzepte bereitstellen. Der Rückversicherer und der Autobauer haben gute Gründe zusammenzuarbeiten.

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