Allgemein rss

Neue Transparenz bei der Ergo

 Nachschlag – Der aktuelle Kommentar  Modern und transparent wollen Versicherer heute sein. Agiles Arbeiten steht ebenfalls weit oben auf der Tagesordnung der Gesellschaften – auch unterwegs sollen Mitarbeiter erreichbar und aktiv sein. Eine ganz neue, aber wohl ungewollte Form der Transparenz hatte unangenehme Folgen für die Ergo. Ein Mitarbeiter hatte in der S-Bahn auf seinem Laptop berufliche E-Mails bearbeitet, zumindest behauptet das die Twitter-Nutzerin @bitzeli14 in aktuellen Tweets. Wer hat sich bei der Ergo am Dienstag krank gemeldet? Für welches Produkt wird intern ein Schwerbehindertenrabatt diskutiert? @bitzeli14 las fleißig mit und twitterte Hinweise auf die Interna in die Welt […]

Eiopa fordert strengere Brexit-Kontrollen

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa warnt vor weitreichenden Auswirkungen des Brexits auf die Solvenz der Erst- und Rückversicherer. Die BaFin und andere nationale Aufseher sollen ihre Kontrollen bei Versicherern verstärken und mögliche Folgen des EU-Ausstiegs Großbritanniens auf die nationalen Märkte analysieren. Wenn nötig sollen sie eingreifen. Die EU-Aufsicht erwartet einen harten Brexit mit weitreichenden Auswirkungen auf die Erst- und Rückversicherung sowie auf die Solvenz-Bewertungen der Gesellschaften.

Abgrenzung von Cyber-Policen – wirklich so schwierig?

 The Long View – Der Hintergrund  Alle Bedingungswerke in der Cyberversicherung enthalten Klauseln zur Abgrenzung zu anderweitigen Versicherungen. Das Spektrum ist weit und reicht vom Vorrang der Cyberversicherung bis zum genauen Gegenteil. Für den Versicherungsnehmer ist die Abgrenzung wichtig, denn bei einem Vorrang der Cyberpolice zahlt er für die Versicherung desselben Risikos zweimal, beim Nachrang kann ihm der Cyberversicherer nicht schnell helfen. Doch es gibt eine recht einfache Lösung.

Italienische Anleihen beunruhigen Versicherer

Die unmittelbar bevorstehende Regierungsübernahme durch ein Bündnis der beiden EU-kritischen Parteigruppierungen Fünf Sterne und Lega hat heftige Reaktionen an den Kapitalmärkten hervorgerufen. Italienische Anleihen erreichten am Montag einen Zins von 2,416 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über den Schlusskursen vom Freitag. Das trifft auch Versicherer. Generali und Allianz sind wegen ihrer großen Gesellschaften in Italien mit 64 Mrd. Euro beziehungsweise 21 Mrd. Euro betroffen, andere Versicherer ebenfalls mit Milliardenbeträgen. Die Turbulenzen haben auch Auswirkungen auf die Aktienkurse der Gesellschaften. Doch Analyst Michael Huttner von J.P. Morgan mahnt zur Gelassenheit: Die Gesellschaften seien so stark, dass ihre Solvenzquoten eine Belastung durch die italienischen […]

Oliver Bäte und Mario Greco in der Gerüchteküche

 Was wirklich wichtig ist  Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Warum die berufliche Zukunft von Oliver Bäte und Mario Greco in den vergangenen Tagen eine wichtige Rolle in der Gerüchteküche spielte.

Friederike Krieger

Lücken und Deckel

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pfingst-Feiertage, Bilanzpressekonferenzen der VGH Versicherungen, Internationale Konferenz von Insurance Europe und die Jahreshauptversammlung des BVK

Herbert Fromme

Eine fast unlösbare Aufgabe

 Herbert Frommes Kolumne  In den kommenden Jahren wird die Zahl der Versicherungsvermittler drastisch sinken – nicht nur wegen der digitalen Konkurrenz, sondern in erster Linie wegen der Überalterung der Vertreter und der hohen IDD-Anforderungen an Weiterbildung und Qualifikation. Die Unternehmen, die vor allem über den eigenen Außendienst verkaufen, bringt das in ein fast unlösbares Dilemma. Sie müssen ihre Organisation stützen und wenn möglich ausbauen, aber gleichzeitig nach Alternativen suchen – die betriebliche Altersversorgung, Banken, der Direktvertrieb. Nebenbei: Für die meisten Anbieter wäre ein Provisionsdeckel ein Segen.

Viersen: Tornado kostet Provinzial Rheinland Millionen

Die Provinzial Rheinland hat eine erste Schätzung zu den Schäden durch den Tornado abgegeben, der am Mittwoch die Stadt Viersen am Niederrhein getroffen hat. Der Versicherer rechnet für sich mit mehreren Millionen Euro. Rund 50 bei der Gesellschaft versicherte Gebäude wurden zum Teil massiv durch den Sturm beschädigt, hinzu kommen überflutete Keller, Blitz- und Überspannungsschäden sowie zahlreiche Hagelschäden an Autos. Im Laufe des Sommers könnten noch mehr Schäden durch Wirbelstürme auf die Versicherer zukommen, die „Tornadosaison“ habe gerade erst begonnen, warnt der GDV.

Lebensversicherer erwarten umfassenden Stellenabbau

Die deutsche Lebensversicherung steuert offenbar auf einen massiven Stellenabbau im Innen- und Außendienst zu. Vorstände von Ideal, Versicherungskammer Bayern, Generali Deutschland und Wefox nannten bei einer SZ-Fachkonferenz in Köln konkrete Zahlen. Innerhalb von zehn Jahren könnten bis zu 70 Prozent der Stellen im Innendienst wegfallen und rund 50 Prozent im Außendienst, schätzt Rainer Jacobus, Chef der Ideal-Gruppe. Die Probleme der Lebensversicherer sind mannigfaltig. Bei den Produkten, der Kapitalanlage und nicht zuletzt bei der Regulierung muss sich einiges tun, forderten die Referenten.

Provinzial Nordwest baut Firmengeschäft aus

Die Provinzial Nordwest setzt auf neue Geschäftsfelder. Nach dem Start einer Cyberpolice für Firmenkunden im vergangenen Jahr plant der öffentliche Versicherer jetzt den Einstieg in die Kredit- und die Kautionsversicherung. Auch in der Lebensversicherung, die 2017 deutlich geschrumpft ist, sieht das Unternehmen wieder Wachstumspotenzial. Mit der Hamburger Sparkasse konnte die Provinzial Nordwest einen neuen Kooperationspartner gewinnen. Zum Dauerbrennerthema Fusion mit der Provinzial Rheinland weiß Konzernchef Wolfgang Breuer nichts Neues zu berichten. Die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen werde sich auf jeden Fall fortsetzen – ob mit oder ohne Fusion.

Lebensversicherer zwischen ZZR und Provisionsdeckel

Eigentlich wollte der Finanzausschuss des Bundestags noch im Mai eine Debatte über das Lebensversicherungsreformgesetz von 2014 führen, aber das Finanzministerium hat seinen Bericht nicht rechtzeitig abgeliefert. Damit verzögert sich auch die Entscheidung über die von der Branche geforderte Erleichterung bei der Zinszusatzreserve (ZZR). Die Hiobsbotschaften über die Pensionskassen und die Run-off-Debatte erschweren das Vorhaben. Fachpolitiker der Regierungskoalition wollen sich nicht in die Karten schauen lassen – und äußern Sympathie für einen Provisionsdeckel.

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