Allgemein
VHV: Telematik-Abschlüsse ausbaufähig
Der Hannoveraner Versicherer VHV war im vergangenen Herbst als eine der ersten Gesellschaften mit einem Telematik-Angebot in der Kfz-Versicherung auf den Markt gekommen. Bislang sind die Verkaufszahlen allerdings hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ein Grund sei der hohe Beratungsbedarf, sagte Komposit-Vorstand Thomas Voigt. Die VHV hat vergangenes Jahr von geringen Großschäden profitiert und bei Beiträgen und Gewinn zugelegt. Bei seinem Digitalisierungsprogramm sieht sich das Unternehmen auf Kurs.
Viel Bewegung in der Lebensversicherung
Meinung am Mittwoch „Lower for longer“ ist wohl das Zinsszenario, auf das sich die Branche einzustellen hat. Diese Prognose treibt vielfältige Veränderungen voran, bei Produkten, Kapitalanlagen, Kosten- und Unternehmensstrukturen und den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Viele Versicherer verabschieden sich von klassischen Lebenspolicen. Die Zinszusatzreserve bewirkt fast schon zu schnell eine Absenkung der Bestandsgarantien in den nächsten 4 bis 5 Jahren Richtung heutiger Neugeschäftsgarantie-Niveaus. Der Höchstrechnungszins sinkt früher als es manchem Branchenvertreter recht ist. Unmittelbare Entlastung bringt diese Maßnahme jedoch kaum.
MSIG: Es gibt keine Preiszyklen mehr
Früher folgte auf eine Phase niedriger Preise in der Industrieversicherung, den sogenannten weichen Markt, meist eine Periode steigender Prämien, auch Hartmarktphase genannt. Versicherer, die momentan auf höhere Preise hoffen, könnten allerdings enttäuscht werden. Klaus Przybyla, Chef des Industrieversicherers MSIG Insurance Europe, glaubt nicht, dass es diese Art von Zyklen noch gibt. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen er und Deutschlandchef Michael Kärcher über die Geschäftsentwicklung des Versicherers mit japanischer Mutter sowie Trends in der Industrie- und Firmenkundenversicherung.
Viridium – das Pokémon der Assekuranz
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Der Run-off-Spezialist Heidelberger Leben gibt sich einen neuen Namen. Ab dem Herbst wird die Obergesellschaft Viridium Gruppe heißen. Was der Name bedeutet? Das „V“ steht für die Versicherungsbranche, „Iridium“ ist ein seltenes Edelmetall – sehr stabil, widerstandsfähig und wertvoll, betont der Versicherer. Wer „Viridium“ googelt, erlebt eine Überraschung: Namensvetter des Versicherers ist eine quietschgrüne Figur aus dem Anime-Videospiel Pokémon. Das Fabelwesen, das aussieht wie eine Kreuzung aus Drachen, Reh und Hammerhai, ist ein schwieriger Charakter: ein Außenseiter mit ausgeprägten Vertrauensproblemen, jedoch mit interessanten Superkräften.
Grüne wollen Neuanfang bei Riester
In ihrem Abschlussbericht geht die Rentenkommission der Grünen mit der Riester-Rente hart ins Gericht. Die geförderte private Altersvorsorge sei in der bisherigen Ausgestaltung gescheitert, schreiben die Experten mit Hinblick auf Verbreitung, Kosten und Rendite. Während einige Kommissionsmitglieder die Förderung im Neugeschäft komplett einstellen wollen, ist eine andere Gruppe für eine Neuausrichtung auf die Bedürfnisse von Geringverdienern. Im Zentrum des Abschlussberichts steht die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Dafür wollen die Grünen Selbstständige und andere bisher ausgenommene Gruppen in die gesetzliche Rentenversicherungspflicht einbeziehen.
Solvency II und die D&O-Versicherung
Legal Eye – Die Rechtskolumne Eine ausreichende Absicherung durch Haftpflichtversicherungen hat für Vorstände und Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften einen hohen Stellenwert. Andernfalls besteht die Gefahr einer persönlichen Inanspruchnahme. Im Rahmen der Vergütungspolitik nach Solvency II scheint nunmehr die Zulässigkeit des Abschlusses von Haftpflichtversicherungen für Vorstände von Versicherungsunternehmen eingeschränkt zu sein. Daher ist es für die Branche wichtig, die betreffenden Regelungen unter Solvency II genau zu beleuchten.
Konzernumbauten und Telematik
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Bilanzpressekonferenzen Provinzial Nordwest und VHV, VDVM-Symposium und Big Data-Konferenz.
Flottenversicherer hoffen 2016 auf schwarze Null
Die Anbieter von Autoversicherungen für Unternehmenskunden hoffen nach Preiserhöhungen auf das erste versicherungstechnisch profitable Jahr seit Langem. Angesichts der Niedrigzinsen haben die Gesellschaften ihre Zeichnungsdisziplin erhöht. Trotzdem war die Branche 2015 mit einer Schaden- und Kostenquote von 107 Prozent erneut in den roten Zahlen. Angesichts des Preistrends wird die Schadenprävention aus Kundensicht noch wichtiger als zuvor. Als Unfallursache spielt zunehmend auch das Thema Smartphone in der Fahrerkabine eine Rolle.
Überflutungen nicht so teuer wie 2013
Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in Deutschland für verheerende Sturzfluten gesorgt. Sie forderten mehrere Todesopfer, überfluteten Häuser und spülten Autos und Schuttlawinen durch die Straßen. Weil die Unwetter lokal sehr begrenzt auftraten, scheinen die versicherten Schäden nach ersten Schätzungen nicht das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe von 2013 zu erreichen. Der GDV rechnet mit versicherten Schäden von 450 Mio. Euro durch das Sturmtief „Elvira“.
Heidelberger Leben Gruppe heißt bald Viridium
Der Abwicklungsspezialist Heidelberger Leben gibt sich einen neuen Namen. Ab dem Herbst nennt sich die Obergesellschaft Viridium Gruppe. Die Namen der Lebensversicherer der Gruppe, darunter die Heidelberger Lebensversicherung, bleiben unverändert. Wer im Run-off-Geschäft erfolgreich sein will, muss schnell sein, sagt Gruppenchef Heinz-Peter Roß. Schaffen will die Heidelberger Leben das mit einer neuen IT. Das System von SAP und MSG hat einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Zu den Gesprächen mit Protektor über die Übernahme des Mannheimer Leben-Altbestands wollte sich Roß nicht äußern.
PKV-Ombudsmann hatte 2015 weniger zu tun
Beim Ombudsmann für die private Kranken- und Pflegeversicherung ist die Zahl der Beschwerden 2015 erneut zurückgegangen. Der Großteil der Eingaben entfiel auf die Vollversicherung, in der vor allem zwei Themengebiete den Schlichter beschäftigen: Streitigkeiten über die medizinische Notwendigkeit von Heilbehandlungen und über die Auslegung der Gebührenordnung für Ärzte. Nur eine kleine Zahl von Versicherten wendet sich wegen Schwierigkeiten beim Tarifwechsel an Ombudsmann Heinz Lanfermann. Er geht davon aus, dass es durch die Umsetzung der Tarifwechsel-Leitlinien noch weniger werden.
Reiseversicherungen für Kranke
Das Unternehmen Holiday Extras will eine neue Kundengruppe für die Reiseversicherung gewinnen: Reisende mit Vorerkrankungen. Der auf Urlaub-Extras spezialisierte Anbieter will auch Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Parkinson oder mit einer Krebserkrankung Zugang zu Reisepolicen verschaffen, wenn auch zu stolzen Preisen. Die Deckung ist zusammen mit MDT Makler der Touristik konzipiert worden. Risikoträger ist ein Konsortium unter Führung der DFV Deutsche Familienversicherung.











