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Nachhaltigkeitsrisiken: Das will Eiopa wissen

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat ein Diskussionspapier zu Nachhaltigkeitsrisiken veröffentlicht, zu dem sich interessierte Unternehmen und Verbände bis zum 5. März 2023 äußern können. Darin skizziert die Behörde, wie sie bewerten will, ob Erleichterungen bei den Eigenkapitalregeln Solvency II in Bezug auf Investments oder andere Aktivitäten der Versicherer im Umwelt- oder Sozialbereich gerechtfertigt sind.

Allianz: Mehr Transparenz durch IFRS 17

Der Versicherer Allianz blickt positiv auf die 2023 greifende Umstellung auf die neuen internationalen Rechnungslegungsregeln IFRS 9 und IFRS 17. Der entscheidende Vorteil sei mehr Transparenz in der Lebensversicherung, sagte Finanzchef Giulio Terzariol vor Journalisten. Auf lange Sicht seien die Regeln einfacher. Die Kosten für die Umstellung waren allerdings erheblich.

Windräder auf dem Kamm eines Berges

Weg mit dem Dreck

 Nachhaltigkeitsberichte   Mit den neuen European Sustainable Reporting Standards (ESRS) setzt die Europäische Union einen Meilenstein in der Berichterstattung. Noch nie wurde weltweit in dieser Tiefe über die Nachhaltigkeitsbemühungen von Unternehmen berichtet. In einer neuen Serie nimmt der Nachhaltigkeitsexperte Carsten Zielke für den Versicherungsmonitor die Details des ESRS unter die Lupe. Im vierten Teil geht es um Umweltverschmutzung, Zirkularwirtschaft und den Schutz von Meeres- und Wasserressourcen.

Vermittler stochern im Nebel der Nachhaltigkeit

Das allgegenwärtige Thema Nachhaltigkeit ist seit diesem August auch Bestandteil der Beratungsgespräche von Versicherungsvermittlern. Der Mangel an allgemeingültigen Definitionen und verlässlichen Vorgaben stelle Vermittler, vor allem ungebundene, in puncto Haftung allerdings vor große Probleme, monierte Michael Heinz, Präsident des Vermittlerverbands BVK, auf dem Münsterischen Versicherungstag. Kritik an EU-Regulierung, Bundesregierung und BaFin kam von Matthias Beenken, Professor an der FH Dortmund. BaFin-Aufseher Frank Grund warnte vor überstürzten Schritten.

Keese: „Nicht so enden wie die Banken“

Die Versicherungsbranche stößt bei systemischen Risiken wie Pandemie, Cyber und Klimawandel an ihre Grenzen. „Es gibt inzwischen so viele systemische Risiken, die man kaum noch versichern kann“, sagte Burkhard Keese, Finanzchef von Lloyd’s of London, auf dem Münsterischen Versicherungstag. Die Versicherungsbranche sollte schnell die Kooperation mit den politisch Verantwortlichen suchen, um relevant zu bleiben. Tut sie das nicht, drohe ihr das gleiche Schicksal wie den Banken, die in den vergangenen Jahren stark an Ansehen verloren hätten.

S&P stuft Rückversicherer Scor herunter

Der französische Rückversicherer Scor hat in den ersten neun Monaten tiefrote Zahlen geschrieben. Jetzt reagiert die Ratingagentur S&P und stuft das von Laurent Rousseau geführte Unternehmen von „AA-“ auf „A+“ herab. Zur Begründung schreiben die Analysten, dass Scor in den vergangenen fünf Jahren hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sei. Der Rückversicherer kündigte Maßnahmen an. S&P erwartet, dass sich die Ergebnisse von Scor im kommenden Jahr verbessern werden, bis zu einer Hochstufung könne es aber noch eine Weile dauern.

Zurich zieht von Irland nach Deutschland

Die Zurich verlegt die Gesellschaft zur Steuerung ihres Nicht-Leben-Versicherungsgeschäfts im europäischen Wirtschaftsraum Zurich Insurance PLC von Irland nach Deutschland. Ob die Gesellschaft in Köln (Bild) oder in Frankfurt sitzen wird, ist noch unklar. Ein Sprecher bestätigte einen entsprechenden Reuters-Bericht. Der Schritt soll nicht vor 2024 erfolgen, sagte EMEA-Chefin Alison Martin der Agentur. 110 Jobs sind betroffen.

UK setzt auf Versicherer beim Wirtschaftswachstum

Die britische Regierung hat ihre lang angekündigte Reform für Solvency II beschlossen. Die Erleichterungen bei der Berichterstattung, eine Reduzierung der Risikomarge und die Anpassung des Matching Adjustments sollen Milliardenbeträge bei den Versicherern freisetzen. Diese sollen die Gesellschaften in Infrastruktur- und andere Projekte investieren und so die britische Wirtschaft ankurbeln, hofft die Regierung.

Aktienrente in der Kritik

Die Pläne des Bundesfinanzministers für eine Aktienrente zur Stabilisierung der gesetzlichen Rente stoßen in der Branche auf Kritik. Auf einer Veranstaltung des Vereins zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Berlin äußerten sich Experten skeptisch. Der Wirtschaftswissenschaftler Helmut Gründl betonte, dass die Nachteile eines Staatsfonds gegenüber den Chancen überwiegen. Votum-Vorstand Martin Klein zeigte sich generell ernüchtert mit Blick auf die Pläne der Koalition zur Altersvorsorge, und Allianz-Vorstand Volker Priebe bezweifelte einen umfassenden Reformbedarf in der zusätzlichen Vorsorge.

SPD dringt auf Tempo bei Nahles-Rente

Die ersten Abschlüsse eines sogenannten Sozialpartnermodells in der betrieblichen Altersversorgung sorgen für Zuversicht bei den Koalitionsparteien. Er sei sehr froh über die Abschlüsse, sagte der SPD-Abgeordnete Martin Rosemann auf einer Tagung zur Betriebsrente in Berlin. Er machte allerdings deutlich, dass das Modell jetzt auch endlich in Schwung kommen muss. Ein Obligatorium sei ansonsten nicht auszuschließen. Kritik an der Rentenpolitik kam von der CDU. Kai Whittaker betonte, dass die Aktienrente als „Highlight“ ein viel zu geringes Volumen habe, um die gesetzliche Rente zu stabilisieren.

Grüne Anleihen holen auf

Viele Investorinnen und Investoren befürchten, dass sogenannte grüne Anlagen ihnen schlechtere Renditechancen bieten. Doch dem ist nicht mehr so, zeigt eine Analyse des Versichererverbands GDV. Die Renditeunterschiede zwischen Green Bonds und konventionellen Anleihen sind mittlerweile nicht mehr vorhanden oder betragen weniger als einen Zehntel-Prozentpunkt. Der Verband sieht Green Bonds deshalb als attraktive Anlageklasse für Versicherer. Sie bieten außerdem einen weiteren Vorteil.

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