Die Europäische Zentralbank und die Versicherungsaufsicht Eiopa wollen die riesige Versicherungslücke bei Katastrophenschäden in Europa verringern. Ansonsten sei angesichts zunehmender Naturkatastrophen langfristig die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität gefährdet, warnen sie. Laut ihrem jetzt veröffentlichten Diskussionspapier sind in erster Linie Versicherer und Rückversicherer gefragt. Sie sollen Anreize für eine bessere Deckung setzen und so am Ende den staatlichen Anteil an den Wiederaufbaukosten senken. … Lesen Sie mehr ›
Was in den vergangenen beiden Legislaturperioden nicht passiert ist, soll endlich gelingen: eine Reform der privaten Altersvorsorge. Auf einer Veranstaltung des Versichererverbands GDV machten Vertreter von SPD, Grünen, FDP und CDU deutlich, dass sie trotz unterschiedlicher Vorstellungen um eine schnelle Lösung bemüht sind. Kontroversen gibt es allerdings bei den Fragen, wie die staatliche Förderung künftig aussehen soll und welche Optionen die Sparer in der Auszahlungsphase erhalten sollen. … Lesen Sie mehr ›
Beitragsorientierte Betriebsrentensysteme setzen sich in immer mehr EU-Ländern durch. Bei der Ausgestaltung dieser Systeme sollten Anbieter und Gesetzgeber besonders viel Wert auf eine gute Standardlösung legen, forderten Experten bei einer Veranstaltung der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa. Denn auch wenn die meisten Systeme den Arbeitnehmern die Wahl zwischen verschiedenen Investmentoptionen bieten, machen nur die wenigsten Gebrauch davon. … Lesen Sie mehr ›
Die Regierung hat sich zwar auf einen Bestandsschutz für die Riester-Rente geeinigt, welches Schicksal dieser staatlich geförderten Vorsorgeform genau droht und wie private Altersvorsorge in Deutschland allgemein künftig ausgestaltet wird, ist aber weiter unklar. Nach Ansicht von Jochen Ruß vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften sollte die Politik die private Altersvorsorge besser auf Basis von Riester reformieren als ein neues Konstrukt daneben zu stellen. Letzteres wäre auch für jüngere Generationen ein fatales Signal. … Lesen Sie mehr ›
Versicherer, die sich um die Zulassung des Fahrzeugs kümmern, könnten bei Kunden im großen Stil punkten. Davon zeigte sich Jörg Rheinländer, Chef des größten deutschen Kfz-Versicherers HUK-Coburg, bei einer Fachveranstaltung überzeugt. Die Versicherer hätten die Chance, diese Dienstleistung viel besser zu erledigen als Zulassungsdienste, die es bereits zuhauf am Markt gibt – und damit einen wesentlichen „Pain Point“ auf Kundenseite zu beheben. Marco Morawetz von der Gen Re warnte allerdings vor der großen Konkurrenz durch den Autohandel. … Lesen Sie mehr ›
Der US-Digitalversicherer Lemonade hat 2022 in Deutschland mehr Schäden als Einnahmen verbucht. Das zeigt der aktuelle Solvenzbericht der niederländischen Tochter Lemonade Insurance N.V., die das Europa-Geschäft des Insurtechs betreibt. Auch in Großbritannien reichten die Einnahmen nicht zur Deckung der Schäden aus. Für Europa insgesamt fiel die Differenz aber positiv aus. Die Beitragseinnahmen bewegen sich in Europa immer noch in niedriger einstelliger Millionenhöhe. … Lesen Sie mehr ›
Die Ratingagentur Moody’s sieht in dem kürzlich verkündeten Austritt von Munich Re und Zurich aus der Klimainitiative Net-Zero Insurance Alliance (NZIA) eine Schwächung des Bündnisses. Kleinere Versicherer würden es dadurch schwieriger haben, ambitionierte Klimapläne aufzustellen und umzusetzen, meinen die Analysten. Den Hauptgrund für die von der Munich Re genannten Kartellbedenken sieht Moody’s in den USA und dem dortigen Vorgehen einiger Bundesstaaten gegen die Parallel-Initiative aus dem Bankenbereich. … Lesen Sie mehr ›
Exklusiv Die Allianz gehört nach Informationen des Versicherungsmonitors zu den drei Gesellschaften, deren IT-Systeme nach Ansicht der Aufsichtsbehörde BaFin schwerwiegende Mängel aufweisen. Die BaFin hat für diesen Fall Aufschläge auf das Solvenzkapital und die Veröffentlichung der Namen der betreffenden Gesellschaften angekündigt. Bei der Allianz könnten das knapp 2 Mrd. Euro sein. Sollte es dazu kommen, wäre das eine deutliche Blamage für das Unternehmen und seine Führung und würde bei Anlegern Stirnrunzeln auslösen. BaFin und Allianz äußerten sich nicht. … Lesen Sie mehr ›
Seit dem Austritt von Munich Re und Zurich aus der Net-Zero Insurance Alliance (NZIA) gibt es Bedenken über die Zukunft der Branchen-Initiative zum Klimaschutz. Solange man daran glaube, dass die Versicherer eine Rolle bei der Dekarbonisierung der Realwirtschaft zu spielen haben, habe die NZIA eine Zukunft, betonte dagegen Butch Bacani vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen, bei einer virtuellen GDV-Veranstaltung. Die Unternehmenskunden der Versicherer wünschten sich vor allem einen langfristigen Blick der Anbieter auf ihre Risiken und Exposures. … Lesen Sie mehr ›
Die deutschen Lebensversicherer haben ihre Solvenzquoten erneut ausbauen können. Infolge gestiegener Marktzinsen sind die aufsichtlichen Solvenzquoten im Durchschnitt um 140 Prozentpunkte gestiegen. Somit können nahezu alle Gesellschaften ihre Kapitalanforderungen komfortabel decken. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Ratingagentur Assekurata auf Basis der aktuellen Solvency II-Berichte der Versicherer. Drei Gesellschaften stehen schwächer da und liefern ohne Übergangs- und Adjustierungsmaßnahmen unter 100 Prozent ab. … Lesen Sie mehr ›
In Ländern mit Provisionsverbot erzielen Haushalte jährlich eine um durchschnittlich 1,7 Prozent höhere Rendite auf ihr Vermögen als in Ländern ohne Provisionsverbot. „Dies kann nahezu zu einer Verdopplung des Haushaltvermögens nach 40 Jahren führen“, haben Professor Steffen Sebastian (Bild) und Albert Grafe von der Universität Regensburg zusammen mit Lukas Noth aus Leipzig berechnet. Die Ergebnisse sprächen für die Einführung eines Provisionsverbots bei der Vermögensbildung privater Haushalte. Das Provisionssystem führe zu weniger Konkurrenz und Markt, argumentieren sie. … Lesen Sie mehr ›
Eine Woche nach der Munich Re hat am Mittwoch auch der Schweizer Versicherer Zurich seinen Rückzug aus der Klimainitiative Net-Zero Insurance Alliance angekündigt. Damit verlässt bereits das zweite Gründungsmitglied die Initiative. Während Munich Re Kartellbedenken angeführt hatte, ist der Grund bei Zurich nicht so eindeutig. Klimaaktivisten kommentierten, mit dem Rückzug sei die Verantwortung der Versicherer sogar noch gestiegen, ihr Geschäft mit einem glaubwürdigen 1,5 Grad-Pfad in Einklang zu bringen. … Lesen Sie mehr ›
Die Beantragung der Fahrzeugzulassung soll bald auch über den Kfz-Versicherer möglich sein, kündigt der Versichererverband GDV an. Der Bundesrat hatte am Freitag grünes Licht für eine Verordnung der Regierung gegeben, die eine Digitalisierung des Antragverfahrens vorsieht. Der GDV begrüßt den Schritt. Der Autokauf und die Fahrzeugummeldung würden dadurch einfacher und schneller. Aber es gibt offenbar auch Risiken. … Lesen Sie mehr ›