Unabhängig, kritisch, fair - Versicherungsmonitor ist Teil der WATCH MEDIA GROUP Fr. 30. Oktober 2026  ·  Newsletter  ·  Anmelden

Aufsicht & Regeln rss

Geht gute Vorsorge nur verpflichtend?

Die Ampel-Koalition will die Altersvorsorge reformieren, ein wesentliches Element ist ein staatlicher Fonds, der auf Aktien basieren soll. Um ein möglichst schlankes, kostengünstiges Angebot zu erreichen, sei eine obligatorische Teilnahme entscheidend, betonte der CDU-Finanzexperte Carsten Brodesser auf einer Veranstaltung des Bundes der Versicherten (BdV). Zwar sollte es ein Opt-out geben – davon würden jedoch nur wenige Sparer Gebrauch machen. Auch die Riester-Rente hätte von der ursprünglich vorgesehenen Ausgestaltung als Obligatorium profitiert, sagte Namensgeber Walter Riester. Laut BdV-Chef Axel Kleinlein hat die Freiwilligkeit die Versicherer erst in die Lage versetzt, „Schindluder mit guten Ideen zu treiben“. … Lesen Sie mehr ›

Juli-Fluten drücken auf Solvenzquote

Eine Woche vor der Veröffentlichung der Solvency II-Berichte hat der Versichererverband GDV die voraussichtlichen Solvenzquoten der deutschen Versicherungsbranche genannt. Die Lebensversicherer standen demnach deutlich besser bei der Bedeckung ihrer Leistungsversprechen da als im Vorjahr. Die Schaden- und Unfallversicherer schnitten dagegen wegen der hohen Schäden durch Überschwemmungen infolge von Tief „Bernd“ etwas schlechter ab. Beim Solvency II-Review wünscht sich der Verband eine Abmilderung des Vorschlags zur Änderung der sogenannten Zinsstrukturkurve. … Lesen Sie mehr ›

BdV: Generation 50 plus besonders gekniffen

Die Renditeeinbußen der Lebensversicherungskunden, die aus den sehr vorsichtigen Annahmen der Anbieter bezüglich der Lebenserwartung resultieren, sind sehr stark vom Geburtsjahr der Versicherten abhängig. Zu diesem Ergebnis kommt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten (BdV), in einer aktuellen Analyse. „Für die Generation 50 plus ist die schlechte Kalkulation der Lebensversicherer mit erheblichen Renditeeinschränkungen verbunden“, sagte er. Die paradoxe Folge: Jüngere Kundengenerationen können die Rendite älterer Generationen „erben“. … Lesen Sie mehr ›

Ukraine-Roundup: Rückzug, Schiffe, Spenden

Die nächsten Sanktionen der EU gegen Russland treten am 15. April in Kraft, doch die Ratingagenturen A.M. Best und S&P greifen diesem Datum vor. Sie haben ihre Aktivität in Russland komplett eingestellt. Auch der französische Versicherer Axa zieht sich aus dem Land zurück, inklusive personeller Konsequenzen. Außerdem: Noch immer stecken Schiffe in den Häfen der Ukraine fest. Das ist ein Problem für Reeder und Versicherer. Der polnische Versichererverband PIU hat eine spezielle Spendenaktion gestartet. … Lesen Sie mehr ›

„Ein Viertel der Beiträge für Kosten!“

Nachdem die BaFin-Untersuchung zu Effektivkosten in der Lebensversicherung für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, hat der Bund der Versicherten jetzt berechnet, wie hoch die Kostenlast im Verhältnis zur Beitragszahlung ausfällt. Im Schnitt fallen demnach bei klassischen Lebensversicherungen Kosten in Höhe von 16 Prozent der Beiträge an, bei fondsgebundenen Produkten sind es knapp 29 Prozent. Der BdV sieht einen Widerspruch zum Versicherungsprinzip. … Lesen Sie mehr ›

Skepsis über Plan der Generali-Rebellen

„Den Löwen erwecken“ wollen die Rebellen unter den Großaktionären der Generali unter Führung von Francesco Gaetano Caltagirone. Kernpunkt des von ihnen vorgelegten Plans für die Zukunft des Versicherers: Der Gewinn pro Aktie soll von 2021 bis 2024 jährlich um 14 Prozent wachsen. Die bisherige Generali-Führung unter Philippe Donnet zielt dagegen nur auf sechs bis acht Prozent. Der Versicherer hat am Montag Luciano Cirinà entlassen, nachdem er am Mittwoch suspendiert worden war. Der Manager ist von den Rebellen als Nachfolger für Donnet vorgesehen. Inzwischen untersucht das Parlament in Rom die Vorgänge bei der Generali. … Lesen Sie mehr ›

Geneva sorgt sich um Absicherung der Gig Worker

Immer mehr Menschen weltweit sind nicht mehr sozialversicherungspflichtig angestellt, sondern als sogenannte Gig Worker tätig, beispielsweise als Fahrer oder Kurier bei Plattformen wie Uber, Deliveroo oder Foodora. Ihr Versicherungsschutz ist allerdings oft dürftig, sie sind nur selten krankenversichert oder gegen Arbeitsunfähigkeit oder Einkommensverlust abgesichert, moniert die Geneva Association. Die Versicherungsorganisation macht in einer aktuellen Analyse Vorschläge, wie Versicherer, Plattformen und die Politik auf das Problem reagieren könnten. … Lesen Sie mehr ›

Ferma-Chef sorgt sich um die D&O-Versicherung

Die Akteure in der D&O-Versicherung sollen sicherstellen, dass sich die Sparte nicht zu weit von dem entfernt, wofür sie konzipiert wurde, warnte Dirk Wegener, Versicherungschef der Deutschen Bank und Vorsitzender der Risikomanagervereinigung Ferma, auf einer Fachveranstaltung des GVNW. D&O dürfte nicht zur Auffanglösung für Cyberrisiken und Risiken durch den allgemeinen gesellschaftlichen Wandel werden. D&O-Expertin Jutta Berger von der Zurich dämpfte die Hoffnung auf wieder steigende Kapazitäten. … Lesen Sie mehr ›

Freeyou belohnt E-Auto-Besitzer

 Exklusiv  Die DEVK-Tochter Freeyou bietet Kunden mit einem Elektroauto einen Bonus. Dafür hat sie eine Kooperation mit dem Informationsportal Net4Energy geschlossen. Vor dem Hintergrund einer Gesetzesänderung übernimmt das Portal für interessierte Kunden den Verkauf ihres Zertifikats für ihr Auto an einen Mineralölkonzern. Am 25. März startet eine Website, über die Freeyou-Kunden teilnehmen können. … Lesen Sie mehr ›

Ukraine-Roundup: D&O und Moody’s

Weil Fehlentscheidungen mit finanziellen Folgen zu Haftungsansprüchen führen können, müssen Manager in der aktuellen Kriegssituation besonders umsichtig agieren, warnt die Versicherungsplattform Finlex. Auf ihren D&O-Schutz können sie sich zwar grundsätzlich verlassen, allerdings gibt es Einschränkungen im Zuge der sogenannten Embargo-Klausel. Die Ratingagentur Moody’s hat unterdessen eine Schätzung für die drohenden Schäden aus den gestrandeten Flugzeugen in Russland abgegeben, von wo in der Sache zuletzt versöhnlichere Töne kamen. … Lesen Sie mehr ›

Automatische Diskriminierung

Die britische Verbraucherschutzorganisation Citizens Advice hat auf der Insel vor einigen Jahren die Debatte um das sogenannte Dual Pricing losgetreten, den Malus für treue Kunden, der inzwischen untersagt ist. Jetzt schlägt die Organisation wieder Alarm: Versicherte aus ethnischen Minderheiten müssten aufgrund komplexer Algorithmen einen saftigen Zuschlag für ihre Autoversicherung zahlen – auch ohne dass explizit Daten zu ethnischen Merkmalen erhoben werden. Die Verbraucherschützer fordern ein Eingreifen der Aufsicht. … Lesen Sie mehr ›

Was sich Eiopa von Versicherern wünscht

Im Dezember vergangenen Jahres hatte die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa die Ergebnisse des letzten Stresstests veröffentlicht. Obwohl sich die Versicherer in den simulierten Extremszenarien relativ gut geschlagen haben, gab es auch einige Kritikpunkte. Die hat die Behörde jetzt noch einmal als Handlungsempfehlung an nationale Aufseher konkretisiert: Vor allem sollen sie dafür sorgen, dass die Versicherer ihre zum Teil starke Abhängigkeit von den Solvency II-Übergangsmaßnahmen reduzieren. … Lesen Sie mehr ›

BaFin kritisiert hohe Kosten der Lebensversicherer

Die BaFin schlägt nach einer Abfrage unter deutschen Lebensversicherern Alarm: Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei etlichen Produkten im Markt ist zu schlecht. Außerdem gibt es Verbesserungsbedarf im Produktfreigabeverfahren und „beim Umgang mit potenziellen Interessenkonflikten im Vertrieb“, schreiben die Aufseher im aktuellen „BaFin-Journal“. Bei den Kickbacks, den Rückvergütungen von Anlagegesellschaften an die Anbieter von Fondspolicen, sieht die Behörde eklatante Mängel. … Lesen Sie mehr ›

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner