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AGCS: Risiko von Betriebsunterbrechung steigt

Die versicherten Schäden aus Betriebsunterbrechungen werden immer teurer, so eine aktuelle Untersuchung des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty. Die häufigsten Ursachen sind Feuer und Explosionen. Aber Betriebsunterbrechungen ohne vorangegangenen Sachschaden nehmen zu. Gegen diese sind die meisten Unternehmen nicht versichert. Nachholbedarf sehen die Allianz-Experten beim Risikomanagement in den Unternehmen.

Stockhorst verlässt Cosmos

 Leute – Aktuelle Personalien  Peter Stockhorst, seit 2008 an der Spitze der Cosmos-Versicherer in Saarbrücken, verlässt das Unternehmen. Das teilte der Mutterkonzern Generali am Montag mit. Über seinen künftigen Arbeitgeber ist bislang nichts bekannt. Interimschefin in Saarbrücken wird Claudia Andersch. Neu im Vorstand ist Christoph Gloeckner. Außerdem hat die Generali Mirko Tillmann zum Vorstand der Central bestellt. Der Lufthansa-Versicherer Delvag hat Kay Griese zum Chef des neuen Bereichs Luftfahrt und Transportversicherung gemacht.

Zurich: Weitere 360 Stellen fallen weg

Zurich hat den Abbau von weiteren 360 Stellen im defizitären Schaden- und Unfallgeschäft angekündigt. In welchen Ländern die Stellen wegfallen, ist laut einem Sprecher noch offen. Die Sparte steht wegen Großschäden wie der Explosion im Hafen von Tianjin und hohen Haftpflichtschäden in Nordamerika 2014 unter Druck. Inklusive der jetzt angekündigten Stellenstreichungen summiert sich der seit dem Investorentag im Mai 2015 in Aussicht gestellte Stellenabbau bei Zurich auf 1.500 Jobs konzernweit.

Verkauf von Cyber-Policen zieht an

In den vergangenen Jahren kam der Markt für Cyber-Policen nicht richtig in Schwung. Jetzt gibt es deutliches Wachstum, sagten Teilnehmer einer Fachkonferenz. Alexander Rudolph vom Versicherer Hiscox erwartet, dieses Jahr doppelt so viele Abschlüsse zu erzielen wie im vergangenen Jahr. Mittlerweile machen sich rund 15 Versicherer in Deutschland Konkurrenz. Die Preise sinken tendenziell, hieß es.

Einigung bei Schadenersatz-Klausel

Die geplante Novelle des britischen Unternehmensgesetzes sieht Schadenersatzansprüche für Industriekunden vor, wenn Versicherer Schäden nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums begleichen. Die Vorschrift war in der Branche höchst umstritten. Jetzt haben britische Versicherer und Risikomanager einen Kompromiss gefunden, mit dem offenbar alle Seiten leben können. Er sieht eine zeitliche Begrenzung des Schadenersatzanspruchs vor.

Generali: „Industrieversicherung geht nur global“

Der italienische Versicherer Generali stellt derzeit seine Industrieversicherung neu auf. Der Konzern will das Geschäft stärker zentralisieren und Versicherungspakete mit Assistanceleistungen für große Unternehmen schnüren, erklärt Paolo Ribotta, Leiter des Industriegeschäfts der Generali, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Die Stärke der Gesellschaft sieht er in erster Linie in der Versicherung von Bau- und Infrastrukturprojekten.

UK: Streit um Schadenersatz bei später Zahlung

In Großbritannien gibt es derzeit kaum eine Möglichkeit für Industrieversicherungskunden, sich gegen verspätete Schadenzahlungen zu wehren. Das soll das neue Unternehmensgesetz ändern. Versicherte sollen ein Anrecht auf Schadenersatz bekommen, wenn der Versicherer nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums zahlt. Das Gesetz ist innerhalb der Branche höchst umstritten, die Spaltung geht zum Teil mitten durch die Versicherungskonzerne.

Allianz: Weitere Abwicklungen geplant

Ein Teil des US-Geschäfts der Allianz befindet sich nach der Aufspaltung und dem Teilverkauf der Tochter Fireman’s Fund in Abwicklung. Die neugegründete Run-off-Abteilung will die Allianz jetzt auch für weiteres Abwicklungsgeschäft aus dem Konzern nutzen, kündigte Allianz SE-Vorstand Axel Theis an. Um welche Bestände es sich handeln wird, sagte er nicht. Der Konzern verhandelt außerdem gerade über die Beteiligung eines Run-off-Spezialisten an der Abwicklung der Fireman’s Fund-Bestände.

Wenn Mitarbeiter klauen und Manager schludern

Anders als alle anderen Versicherungen leisten Vertrauensschadenversicherungen auch bei Vorsatz und krimineller Energie von Mitarbeitern. Gerade mal ein Drittel aller Unternehmen hat eine entsprechende Police abgeschlossen. Ständiger Streit bei der Schadenregulierung und teilweise zu geringe Deckungssummen könnten ein Grund für die Zurückhaltung sein.

Bäte: „Es geht um die Kundenzentriertheit“

Prüfstein für den erfolgreichen Umbau der Allianz ist die konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse, sagte Allianz-Chef Oliver Bäte auf einer Veranstaltung der Süddeutschen Zeitung in Berlin. Die weitere Digitalisierung des Unternehmens sei diesem Ziel untergeordnet. So will die Allianz nur dann bisher ungenutzte Daten sammeln und auswerten, wenn die Kunden zugestimmt haben. Bäte hat ein Reformprogramm zur Steigerung der Produktivität der Allianz angekündigt, das am Dienstag anlässlich des Capital Markets Day näher vorgestellt werden soll.

AGCS: Steigende Nachfrage nach Terrordeckungen

Das Interesse von Unternehmen an Terrorversicherungen wird nach den Ereignissen in Paris zunehmen, erwartet Allianz Global Corporate & Specialty. Der Industrieversicherer beobachtet aber schon seit einigen Jahren eine steigende Nachfrage nach den Deckungen. Für eine Schadenschätzung zu den Terrorangriffen in Paris sei es noch zu früh, so AGCS. Auswirkungen auf die Prämien werde es aber nicht geben. Der Markt bleibt käuferfreundlich, so der Versicherer.

Selbstmessende Schraubenschlüssel

Die Allianz beschäftigt sich auf ihrem Expertentag 2015 mit Industrie 4.0, dem globalen Umbau der Industrie. Eine wichtige Erkenntnis: Industrie 4.0 ist in zahlreichen Unternehmen schon da, wie Vertreter des Maschinenbauverbandes VDMA und des Mischkonzerns Bosch zeigen konnten – aber der Umbau ist nicht unumstritten. Der Zwang zur Veränderung wird an den Versicherern nicht vorbeigehen, erklärten Allianz-Manager. Zurzeit ist auch die Industrieversicherung branchenweit mit viel zu hohen Kosten beladen.

E-Learning für Automobilzulieferer

 Digitale Trends 2016  Rückrufe können für Automobilzulieferer sehr kostspielig werden. Um Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, bietet der Versicherungsmakler Funk seit kurzem eine Online-Schulung zum Thema Produkthaftpflicht an. Sie soll helfen, Schäden zu vermeiden und dafür sorgen, dass Angestellte im Fall der Fälle richtig reagieren, um den Schaden möglichst gering zu halten. Wenn die Unternehmen es gut annehmen, will Funk auch ein E-Learning-Projekt für die Lebensmittelindustrie starten.

Talanx setzt Sanierung in Deutschland fort

Die Talanx-Gruppe konnte Umsatz und operativen Gewinn in den ersten neun Monaten steigern. Unter dem Strich verdiente der Konzern wegen einer Abschreibung in Höhe von 155 Mio. Euro auf das deutsche Lebensversicherungsgeschäft aber weniger. Die Sanierung von Talanx Deutschland wird die Gruppe auch weiter beschäftigen, der Versicherer kündigte Investitionen in die IT und Stellenstreichungen an. Talanx gab außerdem eine weitere Maßnahme zur Kostensenkung bekannt: Die IT-Infrastruktur für das gesamte Erstversicherungsgeschäft in Deutschland wird künftig von IBM betrieben.

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