Leute – Aktuelle Personalien Im August war bekanntgeworden, dass Nina Duft, Finanzchefin bei der Gothaer-Tochter Janitos, das Unternehmen verlassen wird. Jetzt steht fest, wohin es sie zieht: Sie wird CFO und COO bei der Europa-Einheit des Maklers Gallagher. Außerdem: Berkshire Hathaway Specialty Insurance hat für die neue Niederlassung in Italien eine Reihe von Experten von der Konkurrenz abgeworben, und McGill holt zwei langjährige WTW-Manager für den Aufbau seiner neuen Niederlassung in Schweden.
Industrieversicherung
„Die Branche schöpft ihr Potenzial nicht aus“
Exklusiv Johannes Martin Hartmann, Vorstandschef der VIG Re, sorgt sich um die gesellschaftliche Relevanz der Versicherer. „Bei wichtigen Risiken schafft es die Branche nicht, die Versicherungslücke zu schließen“, sagt er im Interview. Die Versicherer stehen sich mit ihren hohen Transaktionskosten selbst im Wege und können dadurch ihr gesellschaftspolitisches Potenzial nicht voll ausschöpfen, moniert er. Hartmann erläutert außerdem, was die Veränderungen in den osteuropäischen Märkten für das Unternehmen bedeuten.
Ergo: Kokkalas und Willmes tauschen Jobs
Leute – Aktuelle Personalien Personal-Rochade bei der Munich-Re-Tochter Ergo: Deutschlandchef Theo Kokkalas (Bild rechts) übernimmt zum 1. Januar 2025 die Verantwortung für das Auslandsgeschäft. Der jetzige Chef von Ergo International, Oliver Willmes, leitet künftig die deutschen Gesellschaften. Außerdem: Die Arag befördert Renko Dirksen vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Lloyd’s of London, bei HDI Global US und bei der Ecclesia-Tochter Deas.
Joachim Müller wird Wefox-Chef
Leute – Aktuelle Personalien Paukenschlag beim angeschlagenen Versicherungs-Start-up Wefox: Der langjährige Allianz-Manager und frühere Chef des Industrieversicherers AGCS Joachim Müller wird mit sofortiger Wirkung CEO. Er übernimmt den Posten von Mark Hartigan, der damit künftig nur noch Präsident des Verwaltungsrates ist.
Barmenia Gothaer stellt Führungsteam neu auf
Leute – Aktuelle Personalien Die frisch fusionierte Versicherungsgruppe Barmenia Gothaer besetzt die Leitungspositionen unterhalb der Vorstandsebene. Das Unternehmen hat eine Bereichsstruktur eingeführt und dabei auch die Verantwortlichkeiten geregelt. Unter anderem führt Barmenia-Manager Michael Albrecht (Bild links) künftig den Makler- und Kooperationsvertrieb, während Fynn Monshausen (Bild rechts) von der Gothaer den Digitalvertrieb leitet. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim US-Versicherer AIG und bei HDI Global in Hongkong.
NIS2: Erleichterung in der D&O-Versicherung
Die jüngsten Änderungen am Entwurf des Umsetzungsgesetzes für die NIS2-Richtlinie sind in der Versicherungsbranche mit Wohlwollen aufgenommen worden. Wäre das Verbot von Vergleichen und der Verzicht auf Schadenersatzforderungen nicht gestrichen worden, hätte das für die D&O-Versicherer kaum vorstellbare Belastungen zur Folge gehabt, sagte GGW-Managerin Miriam Marx bei einer Fachveranstaltung. Daniel Messmer von der Swiss Re lobte die Arbeit des GDV und seiner D&O-Arbeitsgruppe.
Anonym auf dem Datenhighway in die USA
Exklusiv Künstliche Intelligenz (KI) kommt in verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Bei einem Thema aber schrecken viele vor der Nutzung von KI noch zurück, nämlich wenn es um die Verarbeitung personenbezogener Daten geht. Datenschutzbedenken stehen hier dem KI-Einsatz entgegen. Markus Heussen vom Düsseldorfer IT-Dienstleister b-tix hat in einem Projekt mit dem Makler Ecclesia gerade erprobt, wie es funktionieren kann. „Das Ergebnis war deutlich besser, als wir es eigentlich haben wollten.“
Thomas Pache geht zu BHSI
Leute – Aktuelle Personalien Im Juni war bekanntgeworden, dass Thomas Pache den Makler Aon verlässt. Bei einer Fachveranstaltung hat der Cyber-Spezialist jetzt verkündet, dass er zum 1. Oktober bei Berkshire Hathaway Specialty Insurance (BHSI) anfängt. Bei dem Industrieversicherer wird er die Bereiche Cyber und Professional Indemnity in der DACH-Region leiten.
Transportversicherer vor Herausforderungen
Der Klimawandel und die Folgen wie Katastrophenschäden gehören zu den zentralen Herausforderungen, die Transportversicherer in der Zukunft meistern müssen. Darin waren sich die meisten Teilnehmer einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion auf der internationalen Transportversicherer-Tagung des Verbands IUMI in Berlin einig. Auch zunehmender Protektionismus und die Nachwuchsgewinnung waren ein Thema.
„Cyber bleibt versicherbar“
Trotz neuer technischer Möglichkeiten der globalen Hackerszene bleibt das Cyberrisiko versicherbar. Davon zeigten sich Teilnehmer einer Fachkonferenz überzeugt. Nur über die Bedingungen herrschte keine Einigkeit: So fürchtet Oliver Delvos vom jungen Anbieter Corvus, dass in der aktuell weicheren Marktphase viele eigentlich notwendige Bedingungen wieder über den Haufen geworfen werden. Unterdessen ist die Sicherheitslage noch viel schlechter als Umfragen nahelegen, sagte ein Vertreter der nationalen IT-Sicherheitsbehörde.
Milliardenschwere wirtschaftliche Schäden durch Flut
Die dramatischen Überschwemmungen in Ost- und Mitteleuropa, bei denen mindestens 18 Menschen ums Leben kamen, könnten wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Das geht aus ersten Analystenschätzungen hervor. Doch wie hoch die versicherten Schäden sein werden, ist noch nicht abzusehen. Die großen österreichischen Versicherer werden einen Löwenanteil tragen müssen, da sie einen hohen Marktanteil in den betroffenen Ländern Polen, Tschechien und Rumänien haben. Der GDV fordert derweil ein gesetzliches Bauverbot in Überschwemmungsgebieten.
GDV kritisiert veralteten Brandschutz auf Schiffen
Immer wieder sorgen Feuer auf Containerschiffen und Autofrachtern für hohe Schäden. Der Versichererverband GDV hat anlässlich des Starts der internationalen Transportversicherer-Tagung in Berlin den Brandschutz auf Frachtschiffen deutlich kritisiert. Teilweise werde noch mit Technik aus den 1950er Jahren gearbeitet, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. IUMI-Präsident Frédéric Denèfle sah in seinem Statement zum Konferenzstart eine Zeitenwende für die Schiffsversicherer kommen.
Cyber-Captives werden immer wichtiger
Die Finanzaufsichtsbehörde von Bermuda erwartet, dass sich der Cyber-Versicherungsmarkt bis 2032 auf 120,47 Mrd. Dollar (109, 17 Mrd. Euro) fast verzehnfacht. Deshalb will die Behörde strenge Auflagen einführen. Rückversicherer und insbesondere Captives spielen beim Wachstum eine entscheidende Rolle. Ihr Anteil am Cyberversicherungsmarkt ist in den vergangenen Jahren bereits erheblich gestiegen.
MRH Trowe: Besseres Risikomanagement spart Prämie
Unternehmen können ihre Position bei den anstehenden Erneuerungen in der Industrieversicherung mit guter Risikoprävention und aktivem Risikomanagement deutlich verbessern. Darauf weist der stark wachsende Industriemakler MRH Trowe aus Frankfurt in seinem Marktreport zur Erneuerung hin. Die Preis- und Kapazitätsentwicklung sei stark abhängig von den Segmenten. In einigen steigen die Prämien weiterhin, während sie in anderen sinken oder sich stabilisieren.
Flottenversicherer wissen zu wenig über die Fahrer
In der Kfz-Flottenversicherung läuft es derzeit nicht rund. Wegen der hohen Schäden müssen die meisten Versicherer in diesem Jahr wieder ordentlich draufzahlen. Das liegt unter anderem daran, dass die Gesellschaften sehr wenig Informationen über diejenigen haben, die die Schäden verursachen – die Fahrerinnen und Fahrer. Davon zeigten sich Experten auf der diesjährigen K-Tagung der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss überzeugt. Nur wer wisse, warum ein Fahrer einen Schaden verursacht habe, könne Gegenmaßnahmen ergreifen.














