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Element wächst – der Verlust auch

Der Berliner White Label-Digitalversicherer Element ist im Corona-Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter der Pandemie litt vor allem die Vertriebsseite, die aufgrund von Schließungen und Kontaktbeschränkungen teilweise vollständig lahmgelegt wurde. Der Sommer brachte die Wende: Nach einem misslichen Start ins Jahr konnte der von Finleap gegründete Versicherer dank neuer Produkte und Vertriebspartner die Beiträge bis zum Jahresende um 2,5 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro steigern.

Finleap: Versicherer könnten Ökosysteme anführen

Können Versicherer selbst digitale Ökosysteme aufbauen und anführen? Ja, sagte Ramin Niroumand, Chef des Firmeninkubators Finleap, bei einer Konferenz. Sie seien dafür „super positioniert“, viel besser als andere Marktteilnehmer. Er hat Tipps, was sich dafür noch tun muss, und welchen Alternativweg es gibt. R+V-Chef Norbert Rollinger zweifelte indes an der Fähigkeit der Branche, solche Lebenswelten aufzubauen. BaFin-Aufseher Frank Grund mahnte bei Ökosystemen zur Vorsicht.

Berlin, New York oder Neu-Isenburg?

 Nachschlag – der aktuelle Kommentar  Wie lockt man IT-Experten nach Neu-Isenburg? Sollte sich die Stadt umbenennen? Ein Name, der nach Aufbruch und Abenteuer klingt: New-Isenburg oder, noch besser, Neo-Isenburg – natürlich englisch ausgesprochen. Dann klappts bestimmt besser mit der Akquise. So muss der Abwickler Viridium in Stellenangeboten betonen: „Anwesenheit in Neu-Isenburg nur punktuell“. Auch die HUK-Coburg hat es schwer, Digitalexperten nach Coburg zu locken. Wie es der Alten Leipziger in Oberursel geht, mag man sich kaum ausmalen. Wir haben da einige Tipps.

Coya steigert Beiträge und verringert Verlust

Dieses Unternehmen hat große Ziele: 2018 verkündete das Berliner Insurtech Coya, Europas größter Digitalversicherer werden zu wollen. Der Weg dahin ist noch weit, auch wenn Coya für das zweite volle Geschäftsjahr einen deutlichen Beitragszuwachs von 0,8 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro melden kann. Der Verlust ging ebenfalls zurück. Dazu trug bei, dass die üblichen Anfangsinvestitionen zunehmend erledigt sind – und Coya sein Geschäftsmodell verändert hat.

Insurlab Germany: Neue Vorstände, Preise, Start-ups

Das Insurlab Germany hat die Digitalmesse InsureNxt – die der Verein zusammen mit der MesseKoeln veranstaltet – genutzt, um eine Reihe an Neuerungen zu verkünden. Dazu gehören die neuen Start-ups des Accelerator-Programms sowie zwei neue Vorstandsmitglieder. Zum ersten Mal ist ein Start-up in dem Gremium vertreten. Außerdem hat das Insurlab Germany einen neuen Preis für Innovationen und Erfolgsgeschichten ausgeschrieben.

Teicke: Direktvertrieb bringt illoyale und teure Kunden

Kurz nach der Gründung schon in die schwarzen Zahlen zu kommen, hat für ein Start-up mit großen Wachstumsambitionen nicht unbedingt Priorität. Umso überraschender war vor einem Monat die Meldung, dass der 2018 gestartete Digitalversicherer der Wefox-Gruppe im vergangenen Jahr einen kleinen Gewinn ausweisen konnte. Chef und Gründer Julian Teicke hat dafür eine einfache Erklärung: Statt den kostenintensiven Weg über den Direktvertrieb zu gehen, entschied er sich für den indirekten Weg über Makler.

Die Krux mit den Daten

Internet of Things, 5G und andere moderne Entwicklungen erleichtern großen und kleinen Unternehmen viele Aufgaben, wenn es um Warennachverfolgung, Bestellungen und durchgängige Kontrolle geht. Allerdings sind es auch genau diese Technologien, die Cyberrisiken erhöhen. Die Versicherungsbranche hinkt diesen Entwicklungen noch hinterher, waren sich Experten bei einer Veranstaltung zu Hyperkonnektivität des Online-Magazins Intelligent Insurer einig. Der Hauptgrund dafür sind fehlende Daten. Doch es gibt erste Initiativen, dem entgegenzuwirken.

Start-up InsureQ bekommt 5 Mio. Euro Seed-Kapital

Das Insurtech InsureQ hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 5 Mio. Euro eingesammelt. Damit wollen die Münchener ihrem Ziel näherkommen, langfristig zu den Top 3-Playern im Markt für kleine Unternehmen zu gehören. Auch bei den Versicherungspartnern hat InsureQ, das digitale Policen für kleine Unternehmen und Selbstständige anbietet, sein Portfolio erweitert. Gleichzeitig gibt es einen Umbau in der Geschäftsführung: Neben Gründer Alexander Le Prince sitzt dort eine ehemalige Produktentwicklerin der Allianz Private Krankenversicherung.

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