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Stampf geht zu Finlex

 Leute – Aktuelle Personalien  Der D&O- und Cyberexperte Alexander Stampf wechselt den Arbeitgeber. Ab Juli 2020 wird er als Syndikusrechtsanwalt Mitglied der Geschäftsleitung des Frankfurter Insurtechs Finlex. Zurzeit arbeitet er für Tokio Marine HCC in Barcelona. Der Makler Finlex betreibt eine Plattform für den Online-Abschluss von Financial Lines-Policen. Außerdem: Der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions schafft die Position des Head of Distribution Management für die Region Europa, Afrika und den Nahen Osten neu. Dafür wirbt er eine Expertin bei Marsh ab.

Getsafe beantragt BaFin-Lizenz

 Exklusiv  Der Assekuradeur Getsafe hat eine Lizenz bei der Finanzaufsicht BaFin für die Schaden- und Unfallversicherung beantragt. Unternehmensgründer Christian Wiens (im Bild rechts) verspricht sich von dem Schritt einen besseren Kundenservice und mehr Freiheiten bei der Entwicklung innovativer Produkte. Er hofft, dass der neue Risikoträger Ende des Jahres an den Start gehen kann. Anderen jungen Digitalversicherern hat Getsafe einiges voraus, glaubt er.

Bayerische kooperiert mit Joonko

Der Versicherer Bayerische geht eine enge Kooperation mit dem Vergleichsportal Joonko ein, dem jungen Portal des Firmeninkubators Finleap. Zunächst listen die Münchener ihre Kfz-Tarife bei Joonko, später wollen die Partner gemeinsame Produkte auf den Markt bringen. Die Bayerische wird ihre Tarife jedoch auch weiterhin beim Marktriesen Check24 einstellen, teilte ein Sprecher mit. Anders als andere Vergleichsportale will Joonko die Kunden nicht zu häufigen Anbieterwechseln animieren – davon sollen auch die Versicherer profitieren.

Corona und die ausgefallenen Gerichtstermine

 Exklusiv  Viele Legaltechs müssen derzeit länger als üblich auf ihr Honorar warten, denn Gerichtstermine fallen häufig aus. Das Düsseldorfer Start-up Helpcheck, das sich auf den Widerruf von Lebensversicherungspolicen spezialisiert hat, gerät dadurch aber nicht in Existenznot, berichtet Gründer Peer Schulz. Ihn hat überrascht, wie gut die Arbeit im Homeoffice funktioniert. Genug zu tun haben seine Mitarbeiter: Viele Menschen haben gerade Zeit, sich mit ihrer Police zu beschäftigen.

Corona-Roundup: Olympia, Eiopa, Insurtechs

Die Verschiebung der Olympischen Spiele kommt die Versicherer deutlich günstiger, als wenn sie ersatzlos gestrichen worden wären, berichtet The Insurer. Unterdessen hat die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa die Fristen für diverse Konsultationen verlängert. In den USA reagieren die Bundesstaaten auf einen drohenden Wegfall der Krankenversicherung für Angestellte in Folge der Krise. In Großbritannien wiederum haben Insurtechs einen offenen Brief an die Regierung mit Bitte um Unterstützung geschrieben – samt einer Warnung an die Versicherungsbranche.

Neodigital gewinnt ersten White-Label-Kunden

Der Stuttgarter Versicherer VPV nutzt als erster Kunde das White-Label-Angebot des Insurtechs Neodigital. Makler können bei der VPV ab sofort unter anderem Hausrat- und Unfallpolicen komplett digital abschließen. Neodigital ist der Risikoträger, die Policen werden aber unter der VPV-Marke verkauft. Die Nachfrage nach den digitalen Angeboten von Neodigital ist durch die Corona-Krise deutlich angestiegen, berichtet Gründer Stephen Voss. Drei weitere Deals stehen an.

Clark expandiert trotz Krise nach Österreich

Der Digitalmakler Clark ist ab sofort auch in Österreich aktiv. Das Insurtech macht damit die Ankündigung von August 2019 wahr – der Krise zum Trotz. Die Leitung des zehnköpfigen Teams übernimmt Philip Steiner. Clark will mit seiner Plattform auf längere Sicht in ganz Europa aktiv sein. 2020 wird aber kein weiterer Markt mehr dazukommen, sagte Unternehmenschef Christopher Oster. Das Insurtech bietet seine Technologie auch als White Label-Lösung an.

Coya-Vorstandsfrau wechselt zu SDA

 Leute – Aktuelle Personalien  Einmal Insurtech und (fast) zurück: Laura Kauther, bislang im Vorstand des Berliner Digitalversicherers Coya tätig, wechselt ebenfalls in Vorstandsposition zur Service-Plattform SDA, an der unter anderem die Allianz, die Signal Iduna und die Debeka beteiligt sind. Sie ist ab sofort für die Geschäftsentwicklung, Marketing und Vertrieb zuständig. Die Aktuarin hat auch reichlich Erfahrung in der traditionellen Versicherungswirtschaft, sie war vor Coya zehn Jahre lang bei der Zurich.

Getsafe: Beflügelt von Corona

 Exklusiv  Viele Unternehmen spüren die Auswirkungen der Corona-Krise in ihren Umsätzen – sie brechen teils heftig ein. Der Assekuradeur Getsafe dagegen erlebt aktuell seine Blütezeit, sagt Christian Wiens, Mitgründer und CEO des Heidelberger Insurtechs, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Das Unternehmen sei dabei, im März den erfolgreichsten Monat seiner Firmengeschichte zu schreiben. Das Start-up profitiere nicht nur davon, dass viele Menschen aktuell im Homeoffice arbeiten, sondern auch von den Schwächen der traditionellen Versicherer im Vertrieb, so Wiens.

Emil gibt Assekuradeurs-Dasein auf

Das Berliner Insurtech Emil, das mit seiner kilometergenauen Kfz-Versicherung bekannt geworden ist, stellt sich neu auf. Künftig ist die Emil-Gruppe nicht mehr über ihre Tochter Emil Deutschland als Assekuradeur tätig, sondern entwickelt und verkauft Software für Versicherer. Emils Telematik-Kunden macht die Gothaer, die bei der Police als Risikoträger fungiert, ein Wechselangebot – allerdings ohne eine Telematik-Option. Man arbeite derzeit an einem eigenen Angebot unter der Marke Gothaer, teilte das Unternehmen mit. Ob dabei eine Telematik-Messung des Fahrstils oder der Kilometerleistung eine Rolle spielen wird, bleibt offen.

Wo es bei digitalen Ökosystemen hakt

Versicherer setzen große Hoffnung in digitale Ökosysteme. Sie wollen im Alltag der Kunden wichtige Aufgaben übernehmen und neue Vertriebschancen nutzen. Doch bislang läuft es bei einigen Themen nicht rund, kaum ein deutscher Versicherer ist mit einem umfassenden Ökosystem erfolgreich. Auch beim Thema Smart Home hakt es, berichtet Tobias Hinterthür, Leiter des Smart Home Innovation Lab der Zurich-Gruppe Deutschland. Der erste Hype sei vorbei. Er erwartet jedoch, dass eine bestimmte Technologie dem Thema bald zum Durchbruch verhilft. Stefan Knoll, Chef der Deutschen Familienversicherung (DFV) hält indes wenig von Ökosystemen. Auch bei Kooperationsgesprächen mit großen Versicherern säße die DFV als kleiner Versicherer […]

Alchemy: Mit Bildung gegen den „Brain-Drain“

Die Versicherungsbranche hat Nachwuchsprobleme. Nicht nur in den klassischen Berufsfeldern wie dem Aktuariat haben Versicherer Probleme, Stellen zu besetzen, vor allem im IT-Bereich wird es zunehmend schwieriger, Experten zu finden. Bei ihnen steht die Assekuranz als Arbeitgeber nicht an erster Stelle. Das nordirische Start-up Alchemy will mit einem neuen Unternehmenskonzept gegen diesen sogenannten Brain Drain vorgehen. Dabei setzt Gründer und Geschäftsführer John Harkin vor allem auf Aus- und Weiterbildung sowohl im Versicherungsbereich als auch ausserhalb. Zu Gute kommt dem Start-up dabei, dass Nordirland das junge Unternehmen tatkräftig unterstützt.

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