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Gothaer kooperiert mit Optiopay

Das Berliner Start-up Optiopay hat die Gothaer als Partner gewonnen. Kunden des Kölner Versicherungsvereins können sich künftig im Schadenfall zwischen einer klassischen Auszahlung auf ihr Konto und der von Optiopay angebotenen Schadenregulierung über einen höher dotierten Gutschein eines Händlers entscheiden. Auch eine Mischform ist möglich. Ob das Modell bei den Kunden gut ankommt, will die Gothaer in einem Testzeitraum von drei bis sechs Monaten bei Kunden mit Haftpflicht- oder Hausratschäden bis zu 1.000 Euro herausfinden.

Allianz X investiert mehr in N26

Die Smartphone-Bank N26 hat bei Investoren eine Rekordsumme in Höhe von 300 Mio. Dollar eingesammelt, beteiligt ist auch die Allianz. Zur Höhe des Anteils wollte der Versicherer keine Angaben machen. Die Tochter des Versicherers für digitale Investments Allianz X hatte bereits die vorangegangene Finanzierungsrunde der Bank angeführt. Auch im Versicherungsbereich kooperieren beide Unternehmen: N26 bietet seine Premium-Konten zusammen mit einem Versicherungspaket der Allianz an. Die Bank will das jetzt eingenommene Geld für die Expansion in die USA nutzen und zur ersten weltweit tätigen mobilen Bank werden.

Die Bayerische sucht Partner für neue Digitaltochter

Die Bayerische bündelt ihre digitalen Aktivitäten in einer eigenen Gesellschaft. Unter dem Dach der neuen Tochter „Die Bayerische Digital AG“ (BayDit AG) werden künftig unter anderem der konzerninterne IT-Dienstleister Die Bayerische IT GmbH (BIT) und die zur Versicherungsgruppe gehörende Software- und IT-Beratungsfirma iS2 agieren. Weitere Mitglieder sollen hinzukommen. Die Bayerische zeigt sich offen für Partnerschaften mit den IT-Gesellschaften ihrer Wettbewerber oder anderer Drittunternehmen. Die Leitung der BayDit AG übernehmen BIT-Geschäftsführer Michael Brand und das frühere iS2-Vorstandsmitglied Thomas Wolf.

Blockchain stimmt US-Versicherer optimistisch

Die Blockchain-Technologie wird von der US-Versicherungsbranche immer weniger als Bedrohung und stattdessen als Chance wahrgenommen. Dazu tragen der verschärfte Wettbewerb, der Kostendruck und die niedrigen Zinsen bei, sagt Patrick Schmid von der US-Branchenorganisation The Institutes Riskblock Alliance. Eine Bedrohung sei Blockchain nur für Versicherer, die nicht in die neue Technik investieren, sagte er in einem Interview mit der US-Ratingagentur A.M. Best. In der Riskblock Alliance haben sich knapp 30 Versicherer und Makler zusammengeschlossen, darunter Chubb, Farmers, Geico, Marsh, Munich Re, State Farm und Travelers.

Insurlab Germany: Zufrieden, aber ein bisschen müde

Das Insurlab Germany in Köln hatte ein erfolgreiches Jahr, sagte Sebastian Pitzler, Leiter des Vereins, auf der Weihnachtsveranstaltung. Mit dem Digitalversicherer Neodigital hat das Insurlab  jetzt 66 Mitglieder. Es bietet Start-ups und etablierten Unternehmen eine Netzwerkplattform. In diesem Jahr hat der Verein über 30 Veranstaltungen organisiert. „Wir sind stolz darauf, aber auch ein bisschen müde“, sagte Pitzler. 2019 will das Insurlab Germany sein Accelerator-Programm verändern und mehr Start-ups aufnehmen. Neodigital warnte neue Gründer vor B-2-C-Geschäftsmodellen.

Gothaer kooperiert mit Perseus

Cyberversicherungskunden der Gothaer können ab kommendem Jahr auf die Dienstleistungen des Berliner Start-ups Perseus zurückgreifen. Das Unternehmen bietet Systemprüfungen und Mitarbeiterschulungen an. Gothaer-Vorstand Christopher Lohmann zeigte sich mit der Geschäftsentwicklung in der Cyberversicherung zufrieden. Täglich kommen ein bis zwei Neuverträge hinzu, sagte er. Wachstum verzeichnet die Gothaer 2018 auch in der Lebensversicherung, die in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen war.

Große Unsicherheit im Umgang mit Daten

Daten spielen für Versicherer eine große Rolle bei der Verbesserung der Kundenkommunikation und der Entwicklung neuer Services. Allerdings ist die Unsicherheit im Umgang mit personenbezogenen Daten in der Branche hoch. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Softwarehersteller Quadient zusammen mit Partnern erstellt hat. Als weitere Hemmschuhe gelten die mangelnde Qualität der Daten und die veralteten IT-Systeme der Versicherer.

Versicherungsprodukte nicht interessant für Google

Die Versicherer fürchten, dass die Technologie-Riesen Google oder Amazon ihnen in Zukunft Konkurrenz machen könnten. Zumindest von Google gab es jetzt Entwarnung. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Google in die Versicherungsbranche einsteigen werde, sagte Sarah Fix-Bähre, die bei Google Deutschland für den Versicherungsbereich verantwortlich ist, auf einer SZ-Fachkonferenz in Köln. Zurücklehnen können sich die Versicherer aber trotzdem nicht, denn die Disruption komme auf jeden Fall. Die Gefahr komme aber nicht von Insurtechs, sondern eher von großen Plattformen wie Amazon oder Alibaba, glaubt Fix-Bähre.

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