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Aon Benfield: Nachfrage nach Rückversicherung steigt

Der Rückversicherungsmakler Aon Benfield macht der Branche Hoffnung. Er erwartet, dass die Nachfrage nach Rückversicherungen in diesem Jahr ansteigen wird. Das wären gute Nachrichten für die Anbieter. Sie leiden unter niedrigen Preisen, die zuletzt durch sinkende Nachfrage nach Rückdeckungen weiter unter Druck geraten sind. In der Erneuerung zum 1. Januar konnten Erstversicherer erneut günstigere Bedingungen und leicht sinkende Preise durchsetzen, so Aon Benfield.

Geringere Schäden durch Naturkatastrophen

Die Assekuranz musste laut Munich Re im vergangenen Jahr weniger für Schäden durch Stürme, Hitzewellen und Erdbeben zahlen als 2014. Teuerster Gesamtschaden war das Erdbeben in Nepal im April 2015. Der Rückversicherer warnt allerdings, dass sich die Situation in diesem Jahr ändern könnte. Dann wird sich das Klimaphänomen El Niño in sein Gegenteil, La Niña, verkehren, was mit mehr Wirbelstürmen im Nordatlantik einhergeht. Zudem bereitet Munich Re der Klimawandel Sorgen.

Rückversicherer: Preisverfall geht weiter

Die Prämien in der Rückversicherung sind weiterhin unter Druck. Die Erstversicherer konnten in den Verhandlungen zur Vertragserneuerung in den meisten Bereichen wieder sinkende Preise und bessere Bedingungen erreichen, berichtet der Rückversicherungsmakler Willis Re. Einen Lichtblick gibt es aber ausgerechnet bei der Konkurrenz durch alternatives Kapital: Die branchenfremden Investoren haben dazu beigetragen, den Preisverfall im US-Katastrophenmarkt zu verlangsamen.

Crede verlässt Allianz Deutschland

 Leute – Aktuelle Personalien  Karsten Crede, einst Versicherungschef bei VW und seit 2009 weltweit bei der Allianz zuständig für die Zusammenarbeit mit den Autokonzernen, verlässt überraschend den Vorstand der deutschen Allianz Versicherung. Bislang ist er aber weiter für die Leitung des Geschäfts mit den Herstellern auf globaler Ebene zuständig, die der Versicherer unter Allianz Global Automotive gebündelt hat. Über die Gründe für Credes Weggang äußert sich die Allianz Deutschland nicht. An den Zahlen kann es kaum gelegen haben. Außerdem: Die Kanzlei Bach Langheid Dallmayr, die nur für Versicherer arbeitet, hat fünf neue Partner.

Meistgeklickt: Konzernumbauten und Personalien

Im Jahr 2015 haben große deutsche Versicherer entscheidende Weichenstellungen vorgenommen. Sie legten weitgehende Pläne für den Umbau der Konzerne auf, stießen Digitalisierungsprogramme an und veränderten die Zusammensetzung ihres Spitzenpersonals. Das spiegelt sich in der Berichterstattung des Versicherungsmonitors und im Leserinteresse. Wir haben untersucht, welche Artikel unsere Leser im vergangenen Jahr besonders spannend fanden.

2015: Der Jahresrückblick

Mit Oliver Bäte tritt ein neuer Allianz-Chef an, große Fusionen wie die von XL und Catlin und Exor und PartnerRe bewegen die Branche, die Assekuranz erhält mit Frank Grund einen neuen Versicherungsaufseher – 2015 war ein spannendes Jahr für die Versicherungsbranche. Am Ende des Jahres blickt der Versicherungsmonitor zurück – auf die spannendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die aufregendsten Ereignisse in den verschiedenen Sparten.

D&O: Geschäftsführer wissen wenig über Haftung

Geschäftsführer von GmbHs sind häufig schlecht über ihre Haftungsrisiken informiert. Das zeigt eine neue Umfrage im Auftrag der D&O-Zeichnungsagentur VOV. So glaubt ein Großteil der Manager, dass finanzielle Ansprüche im Haftungsfall auf das Stammkapital begrenzt sind. Ein weiteres Missverständnis betrifft die Unschuldsvermutung: Den meisten Geschäftsführern ist nicht bewusst, dass sie bei Ansprüchen im Innenverhältnis die Beweislast tragen.

Naturkatastrophen kosten Versicherer 2,1 Mrd. Euro

Schäden durch Naturkatastrophen kosten deutsche Sachversicherer 2015 insgesamt rund 2,1 Mrd. Euro. Das gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bekannt. Das Ergebnis liegt damit leicht über dem Vorjahreswert von 1,6 Mrd. Euro. Teuerstes Einzelereignis war Sturm „Niklas“ mit versicherten Schäden von 750 Mio. Euro. Die Sachversicherer dürfte das Ergebnis aber nur kurzfristig erfreuen. Ausbleibende Schäden senken zwar den Schadenaufwand, auf Dauer sind sie aber schlecht für das Geschäft.

Vergleichsportale: Regierung für mehr Transparenz

Die Bundesregierung unterstützt grundsätzlich die Forderung der Grünen, dass Vergleichsportale im Internet Nutzer deutlicher als bisher auf ihr Geschäftsmodell hinweisen müssen. Kunden sollten wissen, welche Rolle Provisionszahlungen der Versicherer und anderer Anbieter beim Ranking haben. Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen zu Vergleichsportalen als Verbraucherinformation hervor. Eine strengere Gesetzgebung lehnt die Bundesregierung jedoch ab. Die Grünen werden der Regierung in dieser Frage Konzeptlosigkeit vor.

Euler Hermes mit neuem Vertriebsdirektor

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Kreditversicherer Euler Hermes hat David Nolan (Bild) zum neuen Vertriebsdirektor für die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz ernannt. Sein Vorgänger auf dem Posten Ulrich Nöthel wird Risikodirektor, der bisherige Risikodirektor Thomas Krings verlässt das Unternehmen. Bei der Arag erhalten die Vorstände Renko Dirksen und Werenfried Wendler neue Aufgaben. Die Deutsche Familienversicherung hat mit Frank Zimmermann einen neuen Vorstand.

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