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Versicherer überfordert von ESG-Regulatorik

Die regulatorischen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit (ESG) sind vor allem in der Kapitalanlage einem großen Teil der Versicherungsunternehmen zu viel.  Insbesondere die inhaltliche Ausgestaltung steht bei den Gesellschaften in der Kritik. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen schätzen die aktuelle ESG-Regulatorik als praxisuntauglich ein. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des German Sustainability Network in Zusammenarbeit mit V.E.R.S Leipzig hervor.

WTW: Industriekapazitäten bleiben knapp

Die Kapazitäten in der Industrieversicherung bleiben 2024 knapp, erwartet der Berater und Makler WTW. Angesichts eines steigenden Absicherungsbedarfs von teils neuen Risiken schauten die Versicherer genauer hin – unter anderem bei der Deckung von Naturkatastrophenrisiken. Für Unternehmen sei es umso wichtiger, dass sie die eigenen Risiken genau kennen. Eine weitere Tendenz: Die Rückversicherer nehmen eine immer prägendere Rolle in der Industrieversicherung ein, wie die Diskussion über einen Ausschluss von PFAS zeige.

Lebensversicherer bei Solvenz weiter stabil

Die Ratingagentur Assekurata hat 72 Meldungen von Solvenzquoten deutscher Lebensversicherer analysiert und gibt der Branche eine gute Note. Das Gesamtbild sei komfortabel, die Branche trotz wieder sinkender Zinsen stabil. Selbst der Solvenzwert unter Herausrechnung der Übergangsmaßnahmen ist im grünen Bereich, er steigt sogar.

Zurich im Kreuzfeuer der Umweltaktivisten

Wenige Tage vor der Hauptversammlung hatte der Schweizer Versicherer Zurich angekündigt, seine Klimaschutz-Ziele zu verschärfen und neben Kohle künftig auch keine neuen Öl- und Gasprojekte mehr zu versichern. Das hat die Gemüter auf der Hauptversammlung der Zurich aber nicht beruhigt. Verwaltungsratschef  Michel Liès sah sich mit zahlreichen Fragen von Umweltschützern und Aktionärsvertretern zum Thema Nachhaltigkeit konfrontiert. Antworten wird wahrscheinlich erst der Transitionsplan liefern, den Versicherer im Laufe des Jahres vorlegen will.

PKV-Verband ernennt neue Pflege-Geschäftsführerin

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat seine Aktivitäten im Pflegebereich in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet und dafür deshalb vor zehn Jahren einen eigenen Geschäftsbereich eingerichtet. Der hat mit Anne Kristina Vieweg  jetzt eine neue Leiterin bekommen. Außerdem: Die britische Direct Line bekommt bald eine neue Finanzchefin. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Analysehaus Morgen & Morgen, dem Spezialversicherer Newline Europe, dem Makler Lampe & Schwartze und dem Beratungsunternehmen Triple A – Risk Finance.

Erichsen: Kapazitäten sind in Cyber nicht das Problem

Für größere Mittelständler mit einem Umsatz bis 3 Mio. Euro gibt es auf dem deutschen Cybermarkt zurzeit keine Kapazitätsnöte, berichtete der Cyber-Experte Sven Erichsen auf der MCC-Konferenz zur Industrieversicherung. Für große Konzerne sei es schwieriger, aber auch hier sei es leichter geworden, die nötige Deckung zusammenzustellen. Der Cyber-Markt wächst laut Erichsen weiter stark und könnte in den kommenden zwei bis drei Jahren die Milliardengrenze knacken.

Gefahr durch politische Unruhen wächst

Die Nachfrage nach einer Absicherung gegen die wirtschaftlichen Folgen von politischen Unruhen steigt bei den Unternehmen, insbesondere bei solchen, die in mehreren Ländern tätig sind. Da in diesem Jahr rund die Hälfte der Wahlbevölkerung zu Wahlen aufgerufen ist, die in vielen Fällen mit einer Polarisierung der Gesellschaft verbunden ist, steigt die Gefahr weiterer Unruhen, warnt Allianz Commercial in einem neuen Report. Auch das Thema Umwelt und Klima werde zu größeren Störungen führen, erwarten die Experten.

Kfz-Versicherern drohen Milliardenverluste

Die deutschen Autoversicherer werden in diesem Jahr einen Verlust von bis zu 2 Mrd. Euro machen, erwartet der Versichererverband GDV. Schon 2023 waren die Anbieter mit einem Minus von 3 Mrd. Euro tief in die roten Zahlen gerutscht. Schuld sind laut GDV die steigenden Reparaturkosten. Kapitalerträge können den Kfz-Versicherern wohl nur bedingt helfen, die Verluste auszugleichen. Experten drängen auf steigende Preise für Kfz-Policen.

IWF warnt vor Cyberrisiken für Finanzsektor

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht angesichts der voranschreitenden Digitalisierung und zunehmender politischer Spannungen ein gestiegenes Risiko für Cyberattacken auf den Finanzsektor mit systemischen Folgen. In seinem aktuellen Bericht zur Finanzstabilität beschäftigt er sich mit den potenziellen Schäden und macht Vorschläge für mehr Resilienz. Gerade bei Entwicklungs- und Schwellenländern sieht er Handlungsbedarf.

Rückversicherer mit starkem Geschäftsjahr

Die globalen Rückversicherer haben ein finanziell starkes Jahr 2023 hinter sich. Das zeigt sich laut einer aktuellen Analyse des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re insbesondere durch ein Rückversicherungskapital in Rekordhöhe und eine verbesserte Schaden- und Kostenquote. Dank des guten Geschäftsjahrs hat die Branche die schwächeren Ergebnisse der Vorjahre wettmachen können. Das Prämienvolumen wächst dagegen immer langsamer.

Zurich wildert bei Marsh

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Zurich Gruppe Deutschland schnappt sich Bastian Manstein von Marsh und ernennt ihn zum Head of Claims Commercial. Außerdem: Dual Deutschland hat seit dem 1. April offiziell einen neuen Chef, MSIG Insurance Europe schafft eine neue Position im Underwriting, und bei Aon Wealth Solutions gibt es Veränderungen in der Geschäftsführung. WTW verstärkt sich im Geschäftsbereich Corporate Risk and Broking und Blau Direkt im Bereich Customer Care.

HUK-Coburg mit Rekordverlust bei Kfz

Die HUK-Coburg, Marktführer in der deutschen Kfz-Versicherung, ist im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn deutlich gewachsen. Dramatisch ist die Lage allerdings in der Kfz-Sparte, in der das Unternehmen eine Schaden- und Kostenquote von mehr als 113 Prozent ausweist. Der Versicherer hat die Preise in den vergangenen Jahren erhöht und rechnet mit erneutem Anpassungsbedarf in den kommenden Jahren. Die Probleme in der Schadenbearbeitung habe man inzwischen im Griff, betonte Vorstandschef Klaus-Jürgen Heitmann.

Hypoport bringt Ordnung ins Versicherungsgeschäft

Der Technologieanbieter Hypoport zieht eine positive Bilanz für das Versicherungsgeschäft im vergangenen Jahr. 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 65 Mio. Euro. Außerdem gibt es sich im Bereich Versicherungen eine neue Struktur. Künftig werden die mittlerweile neun Gesellschaften einem von drei Teilsegmenten unter dem Dach einer Anfang 2024 gestarteten Zwischenholding namens Hypoport Insurtech zugeordnet. Hypoport hatte zuletzt vor allem mit seiner digitalen Plattform für Industrieversicherungsrisiken Corify für Schlagzeilen gesorgt.

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