Nachrichten rss

Was sich Eiopa von Versicherern wünscht

Im Dezember vergangenen Jahres hatte die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa die Ergebnisse des letzten Stresstests veröffentlicht. Obwohl sich die Versicherer in den simulierten Extremszenarien relativ gut geschlagen haben, gab es auch einige Kritikpunkte. Die hat die Behörde jetzt noch einmal als Handlungsempfehlung an nationale Aufseher konkretisiert: Vor allem sollen sie dafür sorgen, dass die Versicherer ihre zum Teil starke Abhängigkeit von den Solvency II-Übergangsmaßnahmen reduzieren.

A.M. Best: Wer innovativ ist, hat die Nase vorn

Schaden- und Unfallversicherer, die frühzeitig in die digitale Unternehmenstransformation investiert haben, konnten in den vergangenen zwei Jahren die Früchte ihrer Arbeit ernten. Das zeigt eine Analyse der Ratingagentur A.M. Best. Demnach waren innovative Gesellschaften in der Lage, während der Pandemie ihren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und weiter zu wachsen. Versicherer mit ausgereifteren Strategien haben nach Ansicht der Analysten einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Buffett kauft Alleghany für 11,6 Mrd. Dollar

Vor kurzem hatte US-Investorenlegende Warren Buffett noch über einen Mangel an ansprechenden Übernahmezielen geklagt, jetzt ist er fündig geworden: Über seine Holding Berkshire Hathaway übernimmt er für stolze 11,6 Mrd. Dollar die US-Versicherungsholding Alleghany komplett, an der er bereits beteiligt war. Zu Alleghany gehört der Rückversicherer Trans Re und außerdem die Versicherer RSUI Group und Cap Specialty.

HDI wird vom Erfolg überrollt

 Exklusiv  Die Talanx-Tochter HDI Deutschland hat einen Volltreffer gelandet. Ihr neuer Kfz-Tarif kommt bei Kunden und Vermittlern gut an. In der Wechselsaison 2021/2022 konnte die Gesellschaft zulegen. Doch jetzt hat die Gruppe ein großes Problem: Sie kann die immer noch reichlich ins Haus fließenden Verträge nicht pünktlich verarbeiten. Die Rückstände sind gewaltig. Es soll noch bis zum Frühsommer dauern, bis sie abgebaut sind.

Ein Käse für die Branche

Ergo, Allianz und Inter Partner Assistance sind für den „Versicherungskäse“ des Bundes der Versicherten (BdV) für das schlechteste Versicherungsprodukt nominiert. Sie sind mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, einem Stornoschutz für Veranstaltungsbesucher und einer Deckung für überteuerte Kreditkarten-Käufe im Rennen. Der Sieger wird auf der BdV-Wissenschaftstagung am 1. April gekürt. Vorschläge kamen dieses Mal auch von Versichererseite.

Wefox will Flottenversicherung digitalisieren

Wefox schließt eine Partnerschaft mit Technologieunternehmen aus dem Mobilitätssektor. Ziel der Kooperation ist es, Daten über das Fahrverhalten zu nutzen, um bessere Versicherungslösungen für Fahrzeugflotten zu entwickeln. So will der Digitalversicherer die Verarbeitung großer Datenmengen weiter perfektionieren.

BaFin kritisiert hohe Kosten der Lebensversicherer

Die BaFin schlägt nach einer Abfrage unter deutschen Lebensversicherern Alarm: Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei etlichen Produkten im Markt ist zu schlecht. Außerdem gibt es Verbesserungsbedarf im Produktfreigabeverfahren und „beim Umgang mit potenziellen Interessenkonflikten im Vertrieb“, schreiben die Aufseher im aktuellen „BaFin-Journal“. Bei den Kickbacks, den Rückvergütungen von Anlagegesellschaften an die Anbieter von Fondspolicen, sieht die Behörde eklatante Mängel.

GDV verliert Newsroom-Chef Jörn Paterak

 Leute – Aktuelle Personalien  Jörn Paterak, Leiter des Newsrooms in der Kommunikationsabteilung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), verlässt den Verband. Zu den Beweggründen des gelernten Journalisten und seiner beruflichen Zukunft ist bislang nichts bekannt, der GDV lehnte eine Stellungnahme ab. Außerdem: Michael Diekmann will für eine weitere Amtszeit als Aufsichtsratschef der Allianz kandidieren, obwohl das mit einem Überschreiten der konzerninternen Altersgrenze von 70 Jahren verbunden wäre. Die Swiss Re hat einen neuen China-Chef.

Ping An bekommt Covid zu spüren

Durch die Unsicherheiten an den internationalen Märkten infolge der Corona-Krise sind Chinesinnen und Chinesen zurückhaltender beim Kauf von Lebens- und Krankenversicherungen geworden. Das hat der chinesische Versicherer Ping An im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Der Nettogewinn ging um 29 Prozent auf 101,6 Mrd. Yuan (14,4 Mrd. Euro) zurück. Dazu beigetragen haben auch Wertminderungen bei Immobilieninvestments. Sehr gut läuft bei Ping An hingegen der Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Wie Versicherer gegen Betrüger kämpfen

Versicherer könnten den durch die Pandemie angetriebenen Digitalisierungsschub noch viel besser als bisher für die Betrugserkennung nutzen. Das glaubt zumindest der Spezialist für Betrugserkennungssoftware Friss. Die niederländische Firma hat weltweit 420 Experten aus den Fachbereichen befragt, wo es bei der Betrugserkennung derzeit hapert. Ein Ergebnis: Es sind vor allem die fehlenden Echtzeitdaten – und die kreativen Betrüger.

Fitch zu Rückversicherung: Harter Markt wird weicher

Die Phase steigender Preise und sinkender Kapazitäten in der Rückversicherung nähert sich langsam wieder ihrem Ende, erwartet die Ratingagentur Fitch. Bei der vergangenen Vertragserneuerung zum 1. Januar seien die Preiserhöhungen bei den vier großen europäischen Rückversicherern schon geringer ausgefallen als im Jahr zuvor. Fitch erwartet, dass sich das fortsetzen wird. Ihre Ergebnisse konnten alle vier Anbieter im vergangenen Jahr dank der höheren Preise und trotz hoher Katastrophenschäden verbessern.

Lena Lindemann wird Personalvorständin der Ergo

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Ergo befördert Arbeitsdirektorin Lena Lindemann in den Vorstand. Sie übernimmt die Bereiche Personal Deutschland, Personal International und Allgemeine Dienste von Ulf Mainzer, der sich auf seine anderen Ressorts wie Recht und Datenschutz, Compliance und Einkauf konzentrieren soll. Außerdem: Axa XL beruft Regionalmanager für Nord- und für Südeuropa, HDI Global ernennt einen Interimschef für die französische Niederlassung, der Makler Brown & Brown erweitert sein Luftfahrt-Team, und die VIG-Tochter Donau Versicherung ernennt eine Nachhaltigkeitsmanagerin.

Ukraine-Roundup: Fitch, Ferma, Howden

Obwohl der Ukraine-Krieg europäische Erst- und Rückversicherer vor allem durch Schwankungen am Kapitalmarkt treffen wird, sieht die Ratingagentur Fitch bei einzelnen Gesellschaften das Risiko erheblicher Auswirkungen auf den Gewinn. Unterdessen will die EU-Kommission Ratingagenturen verbieten, russische Staats- und Unternehmensanleihen zu bewerten. Außerdem: Die Vereinigung der europäischen Risikomanager Ferma schließt russische Mitglieder aus, und Howden sieht den Versicherungsmarkt gut aufgestellt, um die Schocks durch den Ukraine-Krieg zu verkraften.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner